Hyundai i30 Neuvorstellung und Sitzprobe

3. Generation startet bei Preisen ab 17.450 Euro

Hyundai i30 Foto: Newspress 18 Bilder

Seit 2012 ist der aktuelle Hyundai i30 am Start, 2015 erhielt er ein kleines Facelift. 2017 bringen die Koreaner dann die dritte Generation des Kompaktmodells zu den Händlern. Premiere feierte die auf dem Autosalon in Paris. Jetzt gibt es alle Preise.

Mit einem optimierten Fahrwerk und neuen Motoren will der neue Hyundai i30 beim europäischen Publikum punkten. Wie sich das anfühlt, konnten wir bei einer Probefahrt in getarnten Vorserienfahrzeugen schon ausprobieren. Den neuen i30 erkennt man am strafferen Design. Der in Europa entworfene und entwickelte Hyundai i30 trägt den typischen neuen Kaskaden-Kühlergrill mit großem Hyundai-Logo. Die LED-Tagfahrleuchten wurden aufrecht unten in der Schürze positioniert und um die Blinker erweitert, die Scheinwerfer – optional mit LED-Technik, Serie bleibt Halogen, Xenon ist nicht verfügbar – ziehen sich weit in die Kotflügel. Auch dank aktiver Luftklappen in den Kühlluftschächten soll der cW-Wert bei 0,30 liegen. Mit seinen breiten LED-Rückleuchten, dem schwarzen Heckspoiler und der hochgezogenen Heckschürze wirkt der i30 von hinten bullig. Durch einen etwas höheren Dachverlauf scheinen die Fondpassagiere mehr Kopffreiheit genießen zu können. Allerdings ist der i30 breiter, flacher und länger geworden – wie es sich mit der Kopffreiheit verhält, steht im Abschnitt „Sitzprobe“.

Neuer Hyundai i30 Teaser Foto: Hyundai
Der neue Hyundai i30 soll sich laut Hersteller auch über sein Design verkaufen.

Die Radhäuser des neuen i30 füllen je nach Version 15-Zoll-Stahl oder 16 und 17 Zoll große Leichtmetallfelgen. Für die Lenkung verspricht Hyundai eine um zehn Prozent gesteigerte Direktheit. Beim Chassis verwenden die Koreaner jetzt 53 Prozent hochfeste Stähle, was die Steifigkeit um 20 Prozent erhöht und das Chassis-Gewicht um 28 Kilogramm gesenkt haben soll. Die Farbauswahl der Karosserie erstreckt sich auf 12 Lacke. Die Rückbank ist jetzt mit einem Handgriff geteilt umlegbar und bietet erstmals eine Durchlademöglichkeit. Das Ladevolumen variiert zwischen 395 und 1.301 Liter. Ein optionales Glasdach erweitert den Innenraum optisch. Als weitere Karosserie-Varianten kommen ein Kombi und ein Coupé.

Das Interieur des neuen Hyundai i30, für das drei Farbkombinationen zur Wahl stehen, glänzt mit einem auf dem Armaturenbrett aufgesetzten 8-Zoll-Touchscreen (plus ein Zoll gegenüber dem Vorgänger-Modell). In der Basisausstattung muss ein 5-Zoll-Schwarzweiß-Display reichen, gegen Aufpreis gibt es dieses Display dann in Farbe und als Touchscreen. Das Navi ist immer an den 8-Zoll-Bildschirm gekoppelt und kann um eine Verkehrszeichen-Erkennung erweitert werden. Das Lenkrad ist beheizbar, die Rundinstrumente bleiben analog.

Hyundai i30
Hyundai i30 1:13 Min.
Neuer Hyundai i30 Teaser Foto: Hyundai
Der Innenraum des i30 wurde gründlich modernisiert.

Hyundai i30 kommt auch mit sportlichem N-Modell

Die aufgefrischte Motorpalette des Hyundai i30 bietet zwei neue Turbobenziner, einen Saugbenziner sowie einen Diesel in drei Leistungsstufen. Der neue Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner leistet 120 PS und 170 Nm, der 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner kommt auf 140 PS und 242 Nm. Der 1,4-Liter-Basisbenziner leistet 100 PS und 134 Nm. Der 1,6-Liter-Turbodiesel wird mit 95, 110 und 136 PS (alle mit 280 Nm) angeboten. Geschaltet wird mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung, optional steht für den den Dreizylinder-Turbobenziner und die beiden stärkeren Diesel auch ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung. Beim Fahrwerk setzt der i30 auf eine Mehrlenkerhinterachse und straffer abgestimmte Dämpfer. Die Bremsanlage wurde vergrößert.

Sportfreunde dürfen sich auf eine N-Version (hier geht's zur ersten Mitfahrt im Sportmodell) freuen, die 2017 kommen wird und dann einen rund 260 PS starken Zweiliter-Turbomotor tragen wird.

Neuer Hyundai i30 Teaser Foto: Hyundai
"Die perforierten Ledersitze des gut ausgestatteten Ausstellungsmodells fühlen sich fantastisch an und machen Lust auf eine lange Reise.", so Redakteur Gregor Hebermehl zum neuen Hyundai i30.

Hyundai i30 mit großem Sicherheitspaket

Auch bei der Sicherheitsausstattung wurde nachgelegt. Neben sieben serienmäßigen Airbags umfasst das Paket unter anderem einen Notbremsassistenten, der sich optional um eine Fußgänger-Erkennung erweitern lässt, einen Tempomaten (Serie) mit adaptiver Abstandsregelung und Stoppfunktion (Option), einen optionalen Totwinkel-Warner, eine Querverkehrswarnung hinten, ein aktives Spurhalte-Warnsystem (Option), die oben genannte Verkehrszeichenerkennung, einen Fernlichtassistenten sowie erstmals einen Müdigkeitswarner.

Der neue Hyundai i30 wurde in Europa entwickelt und getestet (unter anderem 480 Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings, was zirka einer Strecke von 150.000 Kilometern entspricht) und wird, wie sein Vorgänger, im tschechischen Nosovice für Europa gebaut.

Ab Ende Jahuar ist der Hyundai i30 Pure mit dem 1,4-Liter Benzinmotor mit 100 PS ab 17.450 Euro erhältlich und ist damit teuerer als das Vorgängermodell. Neben der Basisausführung Pure stehen den Käufern noch vier weitere Linien zur Auswahl. Serienmäßig weist die Pure-Linie Assistenzsysteme, in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, eine Klimaanlage, Colorverglasung, Multifunktionslenkrad, Lichtsensor, Alarmanlage, Projektionsscheinwerfer, sechs Airbags sowie ein RDS-Radio mit freistehendem 5-Zoll-Display.

Den Hyundai i30 Select kann mit den Motorisierungen 1.4 MPI, 1.0 T-GDI und 1.6 CRDi kombiniert werden und kostet ab 18.300 Euro. Der Hyundai i30 Trend ab 21.450 Euro) ist mit den Top-Motoren (1.6 CRDi mit 136 PS und 1.4 T-GDI mit 140 PS) bestellbar. Für 23.550 Euro gibt es den Hyundai i30 Style in besonderer Aussstattung. Top-Linie ist dann „Premium“ die für alle Motorisierung ab 110 PS verfügbar ist. Hier beginnt der Preis bei 25.550 Euro.

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Sitzprobe Hyundai i30

Extrem gefällig steht sie da, die jüngste Generation des Modells, das als erster Hyundai das „i“ im Namen trug. Das Design soll anscheinend der ganzen Welt gefallen – denn Hyundai-Designchef Peter Schreyer sagt: „Design soll für einen Hyundai der Kaufgrund Nummer eins sein.“ Dank der seitlichen Sicke, die sich von den Frontscheinwerfern bis zu den Heckleuchten zieht, wirkt der Wagen kompakt und wie aus einem Guss. Innen ist die Weiterentwicklung ebenfalls deutlich sichtbar: Der Multimedia-Bildschirm sitzt ergonomisch günstig auf dem oberen Ende des Armaturenbretts. Seinen breiten Rand muss man mögen, aber immerhin ist so Platz, um rechts und links jeweils drei große Direktwahltasten unterzubringen. Die Klimaregelung ist jetzt von der Audio-Bedieneinheit getrennt und sitzt weit unter dem Multimedia-Bildschirm. Die neuen Sicherheits-Assistenten lassen sich über eine Tastenreihe links unterhalb des Lenkrads bedienen.

Die perforierten Ledersitze des gut ausgestatteten Ausstellungsmodells fühlen sich fantastisch an und machen Lust auf eine lange Reise. Zudem ist der neue i30 deutlich übersichtlicher und im Innenraum heller als sein Vorgänger – die Schulterlinie ist deutlich nach unten gesunken. Der Blick nach hinten wird allerdings von der breiteren C-Säule eingeschränkt. Das optionale große Panorama-Dach lässt noch mehr Tageslicht ins Innere des i30, sorgt aber auch dafür, dass 1,90 Meter große Personen mit dem Kopf beinahe ans Wagendach stoßen. Dies gilt auch für den gut verarbeiteten Fond mit seiner bequemen Rückbank: Die Kopffreiheit ist für 1,85-Meter-Menschen okay, für Größere wird es eng. Zurück auf den Fahrersitz: Das dicke Lenkrad fasst sich gut an – genauso wie die übrigen weichen Oberflächen. Der Wahlhebel des Doppelkupplungsgetriebes lässt sich prima greifen, die Sitzposition des Fahrers passt.

Der Kofferraumdeckel öffnet leicht, der Kofferraumboden kann zur Hälfte aufgeklappt werden und gibt das Reserverad sowie Staufächer rechts und links frei.

Gregor Hebermehl

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