Hyundai Sonata 2019 (US-Modell) Hyundai
Hyundai Santa Fe 2019 (US-Modell)
Hyundai Santa Fe Sport 2019 (US-Modell)
Kia Sorento 2019 (US-Modell) 7 Bilder

Wegen angeblicher Feuergefahr

Mögliche Sammelklage gegen Hyundai/Kia USA

In den USA hat eine große Kanzlei eine Sammelklage gegen Hyundai und Kia eingereicht. Grund sind angebliche Brandrisiken im Motorraum.

Die US-Anwaltskanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro LLP hat in Kalifornien eine Sammelklage gegen Hyundai und Kia eingereicht. Bestimmte Fahrzeuge der beiden koreanischen Autobauer sollen auf Grund eines Defektes im Motorraum ohne äußere Einflüsse in Brand geraten können. Laut den Anwälten sind die US-Versionen folgender Modelle betroffen: Hyundai Sonata (Baujahre 2011 -2019), Hyundai Santa Fe und Santa Fe Sport (2013 bis 2019), Kia Optima (2011 bis 2019), Kia Sorento (2012 bis 2019), Kia Soul (2012 bis 2019) und Kia Sportage (2011 bis 2019).

Gemäß der 41-seitigen Klageschrift bedingen die GDI-Direkteinspritzer ein „inakzeptables Brandrisiko“ – alle betroffenen Modelle werden von den Theta-II-Aggregaten 2,0-Liter-Tubro und 2,4-Liter-Sauger angetrieben. Angeblich gibt es manchmal Probleme mit der Ölversorgung bestimmter Antriebsteile. Dadurch sollen bewegliche Teile klemmen, brechen und von innen Löcher in den Motor schlagen können. An diesen Öffnungen soll Öl austreten und sich an heißen Motorteilen entzünden, so die Rechtsanwälte.

Beschwerden bei US-Straßenbehörde

Zudem führen die Anwälte aus, dass sich bereits 350 Personen mit einer Beschwerde wegen Bränden bei den genannten Modellen an die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration/US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit) gewandt haben. Hyundai und Kia wussten von der Gefahr, haben diese aber verschwiegen und weiterhin Autos ausgeliefert, heißt es in der Klageschrift. Hagens Berman möchte einen finanziellen Ausgleich für die betroffenen Autofahrer erreichen, damit diese beispielsweise nicht auf Kosten für Reparaturen, Mietwagen und Wertminderung sitzen bleiben. Die Kanzlei spricht von acht Klägern, die sich bereits der Anklage angeschlossen hätten. Darunter sei auch ein Kläger aus Georgia, der für seine Tochter einen Hyundai Sonata gekauft hat. Im November 2018 brach dessen Pleuellager, das wiederum ein Loch in den Motor schlug. Infolgedessen entzündete sich das austretende Öl. Die Tochter konnte den brennenden Wagen rechtzeitig verlassen.

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Millionen Fahrzeuge könnten betroffen sein

In der Klage berichten die Anwälte auch davon, dass der US-Kongress über die angeblichen Sicherheitsrisiken der genannten Modelle informiert wurde. Einer daraufhin folgenden Aufforderung, vor dem Kongress zu erscheinen, kamen weder Vertreter von Hyundai noch von Kia nach. Die unabhängige US-Verbraucherschutzorganisation CAS (Center for Auto Safety) forderte bereits im Oktober 2018 den Rückruf von zirka 2,9 Millionen angeblich betroffenen Fahrzeugen.

Hyundai möchte sich zu den Vorwürfen erst nach einer Prüfung der Anschuldigungen äußern, von Kia liegt noch kein Statement vor. Hagens Berman ist im Bereich der US-Sammelklagen gegen Fahrzeughersteller kein Unbekannter: Die Kanzlei vertritt unter anderem Betroffene des VW-Abgasskandals und hat bereits bei Sammelklagen gegen Toyota und General Motors auf Kosten dieser teure Vergleiche errungen.

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