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Aurora mit Volkswagen und Hyundai auf der CES

Partnerschaften für selbstfahrende Autos

01/2018, Hyundai Ioniq Autonom Foto: Hyundai 8 Bilder
CES

Das junge amerikanische Unternehmen Aurora Innovation um den ehemaligen Google-Manager Chris Urmson ist neuer Partner von Hyundai und Volkswagen bei der Entwicklung selbstfahrender Autos.

09.01.2018 Bernd Conrad

Das kalifornische Start-up Aurora zeigt, wie schnell in der heutigen Zeit Projekte, Firmen und Pläne wachsen können. 2016 wurde die Firma von Chris Urmson, dem ehemaligen technischen Leiter der Self-Driving-Car Abteilung von Google und zwei Mitstreitern gegründet. Auf der CES (Consumer Electronics Show, 9. bis 12. Januar 2018) in Las Vegas kann man zwei namhafte Partner aus der Automobilindustrie verkünden: Hyundai und Volkswagen.

Bis 2021 will Hyundai in Zusammenarbeit mit Aurora selbstfahrende Autos auf den Markt bringen, auf der CES soll ein erstes Konzeptfahrzeug stehen. Dabei dürfte es sich um einen Brennstoffzellen-SUV handeln, dessen Name zeitgleich bekannt gegeben wird.

Schon 2017 ließ Hyundai zu Demonstrationszwecken einen selbstfahrenden Ioniq durch Las Vegas kurven. Die Koreaner fokussieren sich in der Entwicklung auf autonome Fahrzeuge nach Level 4. Das bedeutet, dass im Normalfall ohne Eingriff und Überwachung des Fahrers gesteuert wird, dieser aber in Notsituationen oder bei unklarer Sachlage eingreifen kann und muss. Lenkrad und Pedale bleiben also an Bord.

Bei VW soll ein Knopf genügen

VW I.D. Foto: Ingo Barenschee

Volkswagen wird zusammen mit Aurora auch komplett automatisierte Autos nach Level 5 entwickeln. Der People-Carrier Sedric, den der Konzern 2017 als Studie vorstellte, gilt als ein Vorbote dieser Zukunft, in der solche Fahrzeuge vor allem in On-Demand-Flotten den Personen- und Güterverkehr in Städten erledigen werden.

Johann Jungwirth, Chief Digital Officer bei Volksagen, freut sich auf „Mobilität für alle, auf Knopfdruck“. Und das meint er auch so. Denn neben der Bestellung über eine Smartphone-App soll man seine Mobilität auch über den „One Button“ genannten Schlüsselanhänger anfordern können. In diesem Knopf sollen GPS, Mobilfunkmodul und ein Kompass eingebaut sein, der den genauen Standort des Kunden an das bestellte Auto senden kann.

Die Neuerfindung der Mobilität

„Für mich ist das die Neuerfindung der Mobilität der Mobilität und des Automobils“, sagt Johann Jungwirth. Auch bei der ab 2019 in Serie gehenden I.D.-Familie setzt Volkswagen ab Mitte des kommenden Jahrzehnts auf das autonome Fahren, hier dürfte man sich auch auf Level 4 konzentrieren.

Das bei Nichtgebrauch in das Armaturenbrett einfahrende Lenkrad wurde bei den bereits bekannten Studien der I.D.-Familie schon gezeigt. Neben den Modellen der Marke VW dürfte die gemeinsam mit Aurora entwickelte Technologie auch von den anderen Konzernmarken Audi, Bentley, Porsche, Seat und Skoda eingesetzt werden.

Mit Moia geht es los

VW Moia Foto: VW
Noch 2018 soll Moia in Hamburg loslegen.

Das erste Fahrzeug aus dem Volkswagen-Konzern, das mit der Aurora-Technologie ausgestattet werden soll, ist der elektrische Kleinbus der Mobilitätsmarke Moia.

Auf Basis des VW Crafter wurde ein batteriebetriebenes Sammeltaxi entwickelt, das schon in diesem Jahr in Hamburg unterwegs sein soll. An der Elbe startet ein Feldversuch. 2025 soll Moia in verschiedenen Städten in Europa und den USA am Start sein.

Medienberichten zufolge sieht Johan Jungwirth, Digitalchef von Volkswagen, bereits in weniger als vier Jahren autonome Fahrzeugflotten in einigen Städten rollen. Aurora als Entwicklungspartner ist hierbei ein wichtiger Wegbegleiter für die Wolfsburger.

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