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Innenraumbeobachtung von Bosch

Innenraumbeobachtung von Bosch Für mehr Sicherheit und Komfort im Fahrzeug

Neue Bosch-Systeme zur Innenraumerfassung machen das Fahren für alle Insassen sicherer und komfortabler! Für das automatisierte Fahren ist die Technik sogar unverzichtbar.

Als Vorreiter im Bereich automobiler Innovationen ist Bosch auch für seine revolutionäre Sicherheitstechnik bekannt. Vor 40 Jahren begann die Serienfertigung des elektronischen Steuergerät für Airbags und Gurtstraffer von Bosch. 1981 wurde dieses Gerät erstmalig in einem Fahrzeug eingesetzt. Seitdem rettete der Airbag bei Unfällen rund 90.000 Menschen das Leben. Auch in Zukunft sollen Bosch-Systeme dabei helfen, das Autofahren sicherer zu machen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Einsatz von Kameras und Sensoren zur Innenraumbeobachtung. 2019 zeigte eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes, dass bei 2.037 Unfällen mit Personenschäden Übermüdung als Unfallursache angegeben wurde. Laut einer Statistik des US-Verkehrsministeriums starben im Jahr 2018 insgesamt 2.841 Menschen bei Verkehrsunfällen, die von Fahrern verursacht wurden, die abgelenkt waren. Hier können die neuen Systeme der Innenraumbeobachtung von Bosch einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer leisten und die Zahl der Unfälle deutlich reduzieren.

Die kamerabasierte Innenraumerfassung von Bosch wird in Zukunft sogar unverzichtbar. Als ganzheitliches Konzept entwickelt, unterstützt das System sowohl beim manuellen als auch beim automatisierten Fahren und macht beides nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler.

Das smarte System beobachtet den Fahrer sowie alle weiteren Insassen und kann auf Gefahrensituationen reagieren. Werden Ablenkungs- oder Müdigkeitsanzeichen registriert oder zum Beispiel ein im Auto wartendes Kind erkannt, erfolgt eine Warnung an Insassen und Umgebung. Darüber hinaus ist die Innenraumbeobachtung in Zukunft wichtig um beurteilen zu können, ob ein Fahrer überhaupt in der Lage ist, das Steuer eines automatisiert fahrenden Fahrzeugs wieder zu übernehmen.

Die wesentlichen Komponenten des Systems bestehen aus Kameras und Software, die in die Fahrzeugelektronik integriert sind und permanent mit anderen Fahrzeugsystemen kommunizieren. Der Fokus liegt dabei auf zwei Hauptfunktionen:

1. Die Fahrerzustandserkennung

Bosch Innenraumsensierung
Bosch

Die Fahrerzustandserkennung liefert in erster Linie einen Schutz vor Unfällen aufgrund von Ablenkung oder Sekundenschlaf. Hierzu erfasst eine an der Lenksäule, der A-Säule oder dem Fahrerinformations-Display angebrachte Nahinfrarotkamera die Kopf- und Augenbewegungen des Fahrers. Die Software analysiert die Blickrichtung, die Augenbewegung sowie die Kopfhaltung. Der Lenkwinkelsensor liefert Informationen zum Lenkverhalten, die zusätzlich verwendet werden können. Die Software analysiert die Daten und kann den Fahrer rechtzeitig warnen, sobald er dem Verkehr aufgrund einer Ablenkung oder Müdigkeit nicht mehr die erforderliche Aufmerksamkeit widmet.

Zusätzlich erkennt die Technik Aktivitäten des Fahrers, die die Ablenkung und damit das Gefahrenpotential erhöhen. Anhand der permanenten Beobachtung von Augenposition und Körperhaltung wird außerdem erkannt, wenn der Fahrer gar nicht mehr in der Lage (Ohnmacht, Alkoholeinfluss, usw.) ist, das Fahrzeug sicher zu führen. Durch das in solchen Fällen folgende aktive Eingreifen in die Fahrzeugfunktionen kann das System somit Unfälle verhindern.

Bosch Innenraumsensierung
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In Fahrzeugen mit autonomen Fahrfunktionen erkennt das System, ob der Fahrer bereit ist, das Steuer wieder zu übernehmen und stellt somit die gefahrlose Weiterfahrt sicher. Der Fahrer kann eine bequemere Haltung einnehmen, da er nicht mehr permanent das Fahrzeug führen muss. In Gefahrensituationen kann das System die Sitzposition des Fahrers erkennen und ihn damit in eine sichere Position bringen, sodass er im Falle eines Unfalls optimal geschützt ist.

Neben den sicherheitsrelevanten Aspekten bietet das System auch Komfortfunktionen. Die Gesichtserkennung ermöglicht zum Beispiel die eindeutige Identifizierung des Fahrers. So können die optimale Sitz-und Spiegelposition, der Lieblingsradiosender oder die persönliche Wohlfühltemperatur gespeichert und automatisch abgerufen werden. Auch Online-Bezahlvorgänge lassen sich so realisieren.

Die ständige Analyse von Mimik und Augenbewegungen verhindert, dass sich das System mit hochgehaltenen Fotos oder Videos, Brillen und ähnlichem in die Irre führen lässt.

2. Die Innenraum- und Insassenerfassung

Auch dieses System bietet sowohl sicherheitsrelevante, als auch komfortverbessernde Funktionen. Hierzu wird eine Kamera in der Nähe des Rückspiegels oder in das Dach integriert, die im Vergleich zur Nahinfrarotkamera der Fahrerzustandserkennung ein größeres Sichtfeld besitzt und zusätzlich auch Farbbilder erfassen kann.

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Das System kann nicht nur Anzahl und Sitzposition der Passagiere erkennen, sondern auch feststellen, ob es sich um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt. Die Sicherheitsfunktionen reichen von einer gezielten Anschnall-Erinnerung bei nicht angelegtem Gurt bis hin zum automatischen Deaktivieren des Beifahrer-Airbags, wenn ein Kindersitz auf dem Beifahrerplatz steht. Zudem werden ungünstige Sitzpositionen erkannt und der betroffene Passagier gewarnt, um bei einer eventuellen Auslösung des Airbags Verletzungen zu vermeiden.

Befindet sich ein Kind alleine im Fahrzeug, warnt das System den Fahrer oder kann aktiv eingreifen, indem es die Fenster öffnet und eine Nachricht sendet. Kritische Situationen zum Beispiel durch steigende Temperaturen, können so gar nicht erst entstehen. Auch die Erkennung und Information über zurückgelassene Gegenstände ist möglich.

Zu den Komfortfunktionen der Insassenbeobachtung zählen die Gestensteuerung des Infotainments sowie die Einstellung persönlicher Wohlfühltemperaturen oder Sitzpositionen. Durch die Analyse des Gesichtsausdrucks der Insassen kann das System außerdem Emotionen wie Freude, Stress oder Trauer erkennen und das Umgebungslicht oder den Musikstil an ihre Stimmungslage anpassen.

Auch Video-Anrufe oder die Aufnahme von Fotos sind möglich. Die Kamera kann dazu einen frei wählbaren Bereich, wie die Fahrer- oder Beifahrerseite, die zweite Sitzreihe oder den gesamten Innenraum erfassen.

Weitere Informationen zur Innenraumbeobachtung von Bosch finden Sie hier