Italien

Fiat-Arbeiter protestieren

Foto: Fiat

Nach einer längeren Atempause gibt es bei Fiat wieder Proteste: Am Freitagvormittag (5.11.) legte ein großer Teil der Fiat-Belegschaft im ganzen Land vier Stunden lang die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften gaben an, rund 80 Prozent der Mitarbeiter hätten sich an dem Streik beteiligt. Mit dem Ausstand wollten die Arbeitnehmer gegen die Umstrukturierungspläne von Fiat-Auto-Chef Herbert Demel protestieren: Der Plan sieht unter anderem die Kürzung von 500 Arbeitsplätzen in den Fiat-Werken in Arese bei Mailand vor.

Das Fiat-Management dementierte die Zahlen zur Streikbeteiligung. Lediglich ein Viertel der Belegschaft habe die Arbeit niedergelegt, teilte der Konzern mit. Es handelte sich um den ersten landesweiten Streik der Fiat-Mitarbeiter, seit der Italo-Kanadier Sergio Marchionne im Juni zum neuen Chef des Turiner Traditionsunternehmens ernannt worden war.

Die Arbeitnehmerorganisationen warfen Demel und der Fiat-Führung zudem vor, rund zwei Drittel der Komponenten demnächst außerhalb Italiens fertigen lassen zu wollen. Sie fordern von dem österreichischen Manager größere Garantien für die Zukunft der krisengeschüttelten Autosparte und verlangen verstärkte Investitionen in die Entwicklung, berichteten italienische Medien am Freitag.

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