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Jaguar I-Pace als Taxi

Elektrotaxi-Flotte startet in München

07/2018, Jaguar I-Pace Taxi Foto: Jaguar 5 Bilder

Ab August 2018 sind zehn Jaguar I-Pace als Taxis in München unterwegs. Die Elektroautos wurden jetzt an einen lokalen Taxiunternehmer übergeben, die Fahrer wurden speziell geschult.

26.07.2018 Bernd Conrad Powered by

Im Jahr 2008 begann ein Münchner Taxiunternehmer, mit dem Toyota Prius Hybrid eine umweltfreundliche Antriebstechnologie im Alltagsbetrieb zu testen. Weil vor allem die Kostenrechnung am Ende aufging – die Hybrid-Japaner gingen selten kaputt und Verschleißteile mussten weniger häufig ausgetauscht werden, wurde nach und nach die gesamte Flotte auf Prius umgestellt, auch andere Firmen in der bayerischen Landeshauptstadt zogen nach.

Alternative zur Mercedes E-Klasse?

Jetzt dürften die Flottenverkaufsberater bei Mercedes, mit der E-Klasse nach wie vor der unangefochtene Platzhirsch im Taximarkt, abermals die Taschenrechner auspacken und für neue Preisangebote gewappnet sein. Denn noch bevor Toyota im kommenden Jahr den Camry Hybrid einführen will und diesen auch durchaus als Taxialternative sieht, rollt eine erste Elektro-Taxiflotte heran.

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Jaguar hat an das Münchner Taxi Zentrum zehn Exemplare des voll elektrischen I-Pace übergeben. Ab August 2018 werden die neuen Autos im regulären Taxieinsatz fahren. Die Taxifahrer könnten dabei auch als Markenbotschafter für Jaguar dienen. Gregor Beiner, Geschäftsführer des Münchner Taxi Zentrums, erklärt: „Unsere Fahrer erhielten ein gesondertes Training, um die mit einem E-Auto und den spezifischen Produkteigenschaften des Jaguars vertraut zu machen.“

Schnellladesäulen auf dem Taxi-Betriebshof

Die folierten Jaguar I-Pace werden rund um die Uhr eingesetzt wie andere Taximodelle auch. Auf dem eigenen Betriebshof hat das Münchner Taxi Zentrum Schnellladestationen installiert, an denen die Autos Strom zapfen werden. „Im Wechsel werden immer fünf Autos laden und die anderen fünf unterwegs sein“, stellt Gregor Beiner in Aussicht. Nach dem neuen WLTP-Verbrauchszyklus nennt Jaguar eine Reichweite von 480 Kilometern für den I-Pace mit 90 kWh großem Akkupack. 80 Prozent der Batteriekapazität lassen sich an einer 100 kW-Schnellladesäule innerhalb von 40 Minuten laden.

Der Einsatz des Jaguar I-Pace dürfte beim bayerischen Taxibetreiber auch unter ökonomischen Geschichtspunkten erfolgen. Durch die Rekuperation, die vor allem im Stadtverkehr oft stattfindet, werden Bremsbeläge und -scheiben geschont und müssen weniger oft gewechselt werden wie bei einem Diesel oder Benziner. Auch Ölwechsel fallen nicht an. Außerdem darf vermutet werden, dass das Münchner Taxi Zentrum für den öffentlichkeitswirksamen Auftritt des I-Pace spezielle Konditionen erhält. In der regulären Preisliste startet das Modell bei 77.850 Euro.

Neuester Kommentar

@henry: Also ich habe keine Nickel-Cadmium-Batterie im Handy. Der NiMH-Akku meines Samsung Galaxy S2 ist noch immer gut, so schlecht kann die Technologie also nicht sein. Gerade wenn man mit nicht so extremen Ladehüben arbeitet (das Hybridsystem von Toyota versucht, meist zwischen 30% und 70% zu bleiben, also 40% ladehub) halten Akkus ewig.

@OneCent: Die E-Klasse liegt für Taxiunternehmen bei etwa 30.000€ netto. Wenn der iPace bei um die 50.000€ netto liegt, dürfte er in der TCO nicht höher liegen als die E-Klasse. Der Camry für Taxiunternehmen wird bei rund 25.000€ netto liegen und dürfte damit schließlich unschlagbar sein: Geringere Anschaffungskosten, geringere Kraftstoffkosten und geringere Wartungskosten als alles andere. Bis E-Taxis gegenüber Parallelhybrid Kostenvorteile einfahren, sürften noch einige Jahre ins Land gehen.

mschlenker 21. August 2018, 13:18 Uhr
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