Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

91.498 Anträge bis Dezember 2018

BMW i3, Mercedes B-Klasse Electric Drive, VW e-Golf, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 45 Bilder

Die BAFA hat zum 31. Dezember 2018 eine weitere Zwischenbilanz zur Elektroautoprämie vorgelegt. Bislang wurde die Förderung 91.498 mal beantragt.

Auch weiterhin ist von einem revolutionären Durchbruch des Elektroautos auf dem deutschen Markt noch nicht viel zu sehen. Das am 2. Juli 2016 aufgelegte Förderprogramm für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modelle wurde bis Ende 2018 noch keine 100.000 Mal abgerufen. Ausgelegt ist es für die Förderung von 300.000 BEV und PHEV. Daher ist es auch unwahrscheinlich, dass das Förderprogramm in der ursprünglichen aufgelegten Höhe ausgeschöpft wird, denn es endet 2019. Dass in diesem Jahr über 200.000 neue teil- und vollelektrisch angetriebene Pkw abgesetzt werden können, ist nicht zu erwarten, zumal etliche besonders marktrelevante Modelle wie der VW ID oder das angekündigte Basismodell des Tesla Model 3 erst zum Jahresende debütieren sollen. Durchaus denkbar ist daher, dass das Förderprogramm verlängert, ausgeweitet oder neu aufgelegt wird.

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Ein wahrnehmbarer, wenn auch überschaubarer Anstieg der Absatzzahlen könnte in 2019 dennoch stattfinden, nachdem zum 1.1.19 die Dienstwagensteuer angepasst wurde. Seitdem wird auf BEV/PHEV nur noch 0,5 Prozent des Listenpreises als zu monatlich versteuernder Betrag angewandt. Dies könnte speziell im gewerblichen Fuhrpark-Bereich für einen gewissen Nachfrageschub sorgen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) meldet im neuesten Bericht zum Antragsstand vom 31. Dezember 2018 eine Anzahl von insgesamt 91.498 Förderanträgen seit Juli 2016. Davon entfallen 58.116 auf reine Elektrofahrzeuge und 33.347 auf Plugin-Hybrid-Autos. Noch eine extrem kleine Nische in der Nische besetzen die Brennstoffzellenfahrzeuge, für ein solches wurden bislang lediglich 35 Förderanträge gestellt.

Umweltbonus: Top 10 der Anträge bis 31.12.2018

Rang

Fahrzeug

Anträge

1

Renault Zoe

10.574

2

BMW i3/i3s

8.060

3

Smart fortwo electric drive (auch Cabrio)

7.241

4

Streetscooter Work

6.907

5

Volkswagen E-Golf

6.660

6

Audi A3 e-tron

6.228

7

BMW 225xe

5.252

8

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid

4.434

9

Hyundai Ioniq

3.801

10

Smart forfour electric drive

3.671

Das BAFA schlüsselt die Anträge auch nach Bundesländern auf. Demnach stammen die meisten Anträge (24.075) aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (17.414) und Baden-Württemberg (15.565). Bemerkenswert: In den Stadtstaaten Berlin (2.507 Anträge) und Hamburg (1.697 Anträge) wurden jeweils mehr PHEV und BEV gefördert als in Mecklenburg-Vorpommern (662) und dem Saarland (793) zusammen. Schlusslicht in der Fördertabelle ist Bremen mit 432 Anträgen. Unter den Antragstellern sind gewerbliche Anwender klar in Führung. 50.198 Anträge entfielen auf Unternehmen, 39.675 auf Privatpersonen. Den Rest der Anträge (1.625) stellten Stiftungen, Körperschaften, Vereine und kommunale Einrichtungen.

Renault Zoe mit höchster Nachfrage

Modellübergreifend ist derzeit BMW die Marke mit den meisten geförderten E-Autos (15.633) in Deutschland, gefolgt von Volkswagen (13.189) sowie Renault (11.258). Zum Vergleich: Nissan, wo mit dem Leaf immerhin das bislang meistgebaute Elektroauto der Welt beheimatet ist, schaffte es auf Platz neun ( 3.947 Modelle), bei Tesla, wo nur die „Base“-Ausstattung des Model S förderfähig ist, reichte es zu insgesamt 1.985 geförderten E-Mobilen.

Einen Überblick über die Zahl der Förderanträge je Modell finden Sie in der Fotoshow.

Seit September 2018 geänderte Förderfähigkeit

Im letzten Quartal 2018 hat sich außerdem die Liste der antragsberechtigten Modelle ausgedünnt. So sind beispielsweise elf der 13 angebotenen Volvo Plugin-Hybrid-Modellversionen seit September 2018 nicht mehr förderfähig. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bisher wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Ab dem 01.09.2018 erfolgt die Messung des CO2-Ausstoßes auf Basis des WLTP-Prüfzyklus. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

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