Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

70.339 Anträge bis Juli 2018

BMW i3, Mercedes B-Klasse Electric Drive, VW e-Golf, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 44 Bilder

Die BAFA hat zum 31. August 2018 eine weitere Zwischenbilanz zur Elektroautoprämie vorgelegt. Bislang wurde die Förderung 75.338 mal beantragt.

Der große Run auf die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modelle ist ausgeblieben. Das ist die nüchterne Bilanz nach 26 Monaten Elektroautoförderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Seit Beginn des Förderprogramms am 2. Juli 2016 sind erst 75.338 Anträge für den Umweltbonus bei der Bafa eingegangen. Die Branche rechnet auch für das Jahr 2018 nicht mehr im einem echten Boom bei Elektroautos. Als Gründe für die Zurückhaltung der Kunden werden zu hohe Kosten, eine unzureichende Ladestruktur und zu geringe Reichweiten genannt. Das im Vorfeld der Prämie befürchtete „Elektromobilitätschaos“ hat es bei der Bafa nicht gegeben, so Bafa-Präsident Arnold Wallraff.

Für reine Elektroautos, die mit 4.000 Euro gefördert werden, wurden nach 25 Monaten 45.493 Anträge gestellt. Auf Plug-in-Hybrid-Modelle, für die es 3.000 Euro Prämie gibt, entfallen 29.827 Anträge. Für die besonders exotischen Modelle mit Brennstoffzellenantrieb sind bei der Behörde bislang nur 18 Anträge eingegangen.

Die meisten Anträge wurden aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (19.043), Bayern (14.395) und Baden-Württemberg (13.208) eingereicht. Auf den weiteren Rängen folgen Niedersachsen mit 6.430 Anträgen, Hessen mit 5.874 Anträgen, Rheinland-Pfalz mit 3.016 Anträgen und Schleswig-Holstein mit 2.287 Anträgen.

Bei der Verteilung der Fördergelder haben mittlerweile die Unternehmen die Nase vorn. Während nach 26 Monaten Elektroauto-Prämie nur 32.826 Förderprämien an Privatpersonen vergeben wurden, so entfallen auf Unternehmen 41.158 Anträge auf Förderprämien. Die restlichen 1.354 Anträge auf Förderprämien entfallen auf Vereine, Körperschaften, Stiftungen, Kommunalbetriebe und kommunale Zweckverbände.

Renault Zoe mit höchster Nachfrage

Betrachtet nach Herstellern liegt in den Top 10 derzeit BMW (13.243), vor VW (11.662) und Smart (9.060). Auf den weiteren Rängen folgen Renault (8.632), Audi (6.045), Streetscooter (4.534), Mercedes (3.488), Kia (3.286), Mitsubishi (3.140) und Nissan (3.012). Die meisten Anträge für die Prämie wurden für den Smart Fortwo Electric Drive gestellt: 9.060 Förderanträge. Auf den Plätzen folgen Renault Zoe (8.087) sowie der BMW i3 mit 6.278 Anträgen.

Einen Überblick über die Zahl der Förderanträge je Modell finden Sie in der Fotoshow.

Neuester Kommentar

@ Tobias9 :

die meisten von Ihnen gepostete links sind als antwort ziemlich fehl am platz, ich schrieb nirgends dass z.b. dieselsubventionen, "bio"diesel oder immer schwerere, dafür immer stärkere autos gut seien, und ich will ganz sicher nicht die elektromobilität an sich verteufeln, oder verbrenner als sauber oder unproblematisch darstellen.
ich wehre mich aber dagegen, dass die e-technik als nur gut und völlig problemlos, oder gar als sofortige weltrettung dargestellt wird, denn das ist sie nicht.
genauso wie der diesel es nicht war, der seinerzeit auch reichlich als CO² held gehyped und subventioniert wurde, und jetzt verteufelt wird wegen den nachteilen, die beflissen und teilweise kriminell verschwiegen oder "übersehen" wurden.
es wäre doch ziemlich naiv zu glauben dass diesselben lobbies (und diesselbe politik) plötzlich so viel wert auf korrektheit und umweltschutz legen würden.
ich habe überhaupt nichts gegen die e-technologie an sich, ganz im gegenteil, ich erkenne die vorteile, die notwendigkeit und den riesigen potential, bin selbst fasziniert von den möglichkeiten die dadurch eröffnet werden, ich glaube nur nicht an märchen, ich hüte mich vor radikalen schwarz/weissen sichtweisen und versuche einen realistischen, kritischen blick zu bewahren.

naja... 10. Mai 2018, 13:43 Uhr
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