Jahresrückblick 2018 Teaser Titelbild Gesamt
Abt Audi RS6 E1000 Tuning Hybrid Fahrbericht
Honda Urban EV Concept
Jaguar I-Pace eTrophy, Rennwagen
Jahresrückblick Top 3 Redaktion Sportwagen SUV Pioniere 28 Bilder

Die innovativsten Autos und Konzepte 2018

Auto-Favoriten des Jahres aus der Redaktion

Höher, schneller, weiter – das muss nicht immer Kriterium für Autos sein. Manchmal zählt eben auch „Clever“. Aber wer war 2018 besonders innovativ? Hier erfahren Sie die Top 3 der auto motor und sport-Redakteure.

Abt RS6 E-1000, i-Pace eTrophy, Honda Urban EV

Jahresrückblick 2018 Collage
Patrick Lang
Abt Audi RS6 E-1000, i-Pace eTrophy und Honda Urban EV sind die Top-3-Pioniere 2018 für Patrick Lang.

Platz 1 geht an das schubgewaltige Conceptcar RS6 E-1000 von Abt Sportsline. Haben die doch einfach mal die Kardanwelle des Powerkombi auseinander gesägt, einen E-Motor eingesetzt und das ganze wieder zusammengesteckt. Okay, ganz so trivial ist es nicht, aber in Zukunft soll ein derartiges Tuning schon als modulares Angebot im Katalog stehen. Denn auch für die Tuningbranche ist es an der Zeit, sich um alternative Antriebe und deren Optimierung zu kümmern und Abt geht da mit einem mutigen Beispiel voraus. Dass das Teil ganz nebenbei so auf 1.018 PS kommt und nach vorne ballert wie das Donnerwetter ist natürlich ein sehr netter Nebeneffekt.

Der charmante Urban EV von Honda surrt auf Rang 2. Endlich mal ein kleines (vermutlich erschwingliches) Elektroauto, das auch noch richtig stark aussieht. Für mein Empfinden haben wir jetzt genügend große Luxus-Elektro-Schlachtschiffe, die sich kaum einer leisten kann. Zeit für Arbeit an der Basis. Dank bulliger Proportionen steht der Urban EV breit und flach da. Zumindest optisch, denn tatsächlich ist er kleiner als ein Honda Jazz. Geringe Abmessungen bedeuten hoffentlich auch wenig Gewicht, und das wiederum ist für die elektrische Reichweite von entscheidender Bedeutung, wenn man nicht unbedingt einen Akku mit dem Output eines Atomkraftwerks verbauen will. Man darf gespannt sein, auf das Serienmodell, den Erlkönig haben wir bereits erwischt.

Honda e, IAA 2019
Neuheiten

Der Jaguar i-Pace eTrophy ergattert Bronze. Warum? Weil er für eine konsequente Ausrichtung steht. Es ist nämlich leicht zu behaupten, man habe sportliche Autos im Portfolio, aber spätestens mit einer eigenen Rennserie dürfte eine solche Aussage als untermauert gelten. Generell kann man sicherlich darüber streiten, ob ein SUV, noch dazu mit Elektroantrieb, auf die Rennstrecke gehört, aber wer selbst den Standard-i-Pace schon mal gefahren ist, der weiß, dass da einiges an Zug auf der Kette ist. Außerdem, und auch das gehört ja ein Stück weit dazu, sieht der Jag als Rennauto echt heiß aus. Vielleicht gibt’s ja mal ein entsprechendes Styling-Paket für das Straßen-Modell?

i3S, Kona Elektro und Schaeffler 4e-Performance

Jahresrückblick Top 3 Redaktion Sportwagen SUV Pioniere
Hersteller / Patrick Lang
BMW i3S, Hyundai Kona Elektro und der Schaeffler 4e-Performance sind die Top-3-Pioniere 2018 für Jens Dralle.

Meine Nummer eins ist der BMW i3S: Ja, da stand er, der Testwagen, komplett schwarz, inklusive der Felgen, abgeschmeckt mit ein paar strahlend blauen Akzenten. Und er fuhr. Ein bisschen unkomfortabler, aber flinker als zuvor. Wollte einen haben. Doch die BMW i-Vertriebsstruktur bemühte sich nach Kräften, den Kaufprozess so unattraktiv wie möglich zu gestalten. Auch wenn der Verkäufer noch so engagiert war.

Der zweite Platz gebührt dem Hyundai Kona Elektro: Ja, da stand er, der Testwagen. Ein bisschen unscheinbar, aber mit einem geradlinigen Design, von dem du jetzt schon weißt, dass du es in fünf, vielleicht sogar zehn Jahren immer noch mögen wirst. Und er fuhr. Einfach so. Mit Federung und Lenkung. Und lange. Will ich einen haben? Gut möglich. Bin gespannt, wie Hyundai den Kaufprozess gestaltet.

Kia Kona Elektro
Fahrberichte

Bleibt schließlich der dritte Platz für den Schaeffler 4e-Performance: Ja, da stand er, der Prototyp, in der Boxengasse des Hockenheimrings. Mit vier ausgemusterten Formel-E-Motoren. Und er fuhr. Wahnwitzig. So irre schnell und agil, dass du glaubst, die Begeisterung seiner Entwickler aus Radumdrehung herauszuspüren. Er hielt nur drei flotte Runden, dann wurde es ihm zu heiß. Er wird nie zu kaufen sein. Es war mir ein Fest.

BMW i3, Jaguar i-Pace, Tesla Model 3

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Patrick Lang
BMW i3, Jaguar i-Pace und Tesla Model 3 sind die Top-3-Pioniere 2018 für Andreas Of.

Ganz vorne ist für mich der BMW i3. Dank Facelift und stärkerem Akku kommt der bemerkenswert konsequente i3 endlich weiter als 250 Kilometer und auf den ersten Platz. Begeistert hat mich der i3 schon beim ersten Kontakt: Da hatte er noch Psychofolie auf der Thermoplast-Karosserie und Filzlappen über der Armaturentafel aus Kennaffasern. Schnell war klar: So mitreißend, wie er fährt, ist der i3 ein echter BMW. Der Schub bei fast völliger Stille begeistert, das durchdachte Konzept überzeugt. Schön, dass der neue 120-Ah-Akku einen Grund mehr liefert, den i3 gut zu finden.

Der Jaguar i-Pace landet auf Platz 2. Nachhaltig? Pah, davon ist auch ein Series III V12 so weit entfernt wie Coventry vom Regenwald. Der i-Pace mag einen riesigen Akku haben, über zwei Tonnen wiegen und auch sonst nicht aus Hanf gestrickt sein. Dafür sieht er einfach unverschämt gut nach einem modernen Jaguar aus, mit Proportionen, die Vorteile des Elektroauto-Package nutzen und sofort einleuchten. Und: Er fährt so gut wie er aussieht. Weniger wartungsaufwändig als ein Series III V12 ist er vermutlich auch.

Mit Platz 3 möchte ich „Danke“ sagen. Danke, Tesla, für so viele Schlagzeilen und das Mitfiebern, wie es denn weitergeht mit dem unterhaltsamen Konflikt zwischen Elon Musks Visionen und den harten Realitäten moderner Großserienproduktion eines so komplexen technischen Geräts wie einem Auto. Ab 2019 bekommen die ersten europäischen Kunden ihr Model 3. Gerade noch rechtzeitig, bevor VW mit dem ID um die Ecke kommt.

Mercedes Vision EQ Silver Arrow, VW ID Buzz Cargo und Lagonda Vision Concept

Jahresrückblick 2018 Top 3
Patrick Lang / Hersteller
Der VW ID Buzz Cargo, das Lagonda Vision Concept und der Mercedes Vision EQ Silver Arrow sind die Top-3-Pioniere 2018 für Thomas Harloff.

Meine drei Innovations-Highlights sind Konzeptstudien, die Vergangenheit und Zukunft perfekt in Einklang bringen. Platz eins zum Beispiel, der Mercedes Vision EQ Silver Arrow, zitiert mit seiner Stromlinienform und den ausladenden Überhängen den W-125-Rekordwagen von 1937. Er könnte aber genauso gut einem Science-Fiction-Film entstammen, in dem Will Smith die Hauptrolle spielt. Natürlich ist der Antriebsstrang ein rein elektrischer, mit 550 kW / 750 PS starkem Motor und 80 kWh-Batterie. Besonders beeindruckend finde ich aber die Funktion, virtuelle Rennen gegen andere Silberpfeile zu fahren. Die werden samt Rennpiste per Augmented Reality in die reale Strecke eingeblendet. Und das Beste: Der EQ Silver Arrow soll sogar gebaut werden, in fünf Jahren könnte es soweit sein.

Nummer zwei in meiner Liste ist der VW ID Buzz Cargo. Damit überrasche ich mich selber, denn für den Bulli – egal, um welche Generation es sich handelt – habe ich mich noch nie besonders interessiert. Doch den Buzz finde ich gut, weil er für die Stringenz in Volkswagens Elektro-Strategie steht. Wie alle anderen geplanten E-Modelle baut er auf dem Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) auf, der Reichweiten zwischen 450 und 600 Kilometer ermöglichen soll. 2022 soll der ID Buzz Cargo auf den Markt kommen – samt volldigitalisiertem Cargo-System, dass helfen soll, die Ladefläche optimal auszunutzen.

I.D. Cargo
E-Auto

Auf Rang drei platziere ich den Lagonda Vision Concept. Wer erinnert sich nicht an den von 1976 bis 1990 gebauten Aston Martin Lagonda? Ein viertüriger Limousinen-Keil, der auch heute auf Automessen noch locker als futuristische Konzeptstudie durchgehen würde. 2021 soll die Marke mit der Serienversion des Vision Concepts zurückkehren. Großartig finde ich die Leistung der Designer, die die harten Kanten von einst zwar abgerundet, aber die einzigartigen Proportionen in die Moderne transferiert haben. Natürlich fährt der britische Luxusdampfer rein elektrisch und auf Level 4 autonom, weshalb sich das Lenkrad auch versenken und zur Seite schieben lässt. Die um 180 Grad drehbaren Frontsitze fördern zudem die Kommunikationskultur an Bord.

Peugeot E-Legend, Rimac Concept 2 und Renault EZ-Ultimo

Jahresrückblick 2018 Top 3
Patrick Lang / Hersteller
Der Rimac Concept 2, der Renault EZ Ultimo und der Peugeot E-Legend sind die Top-3-Pioniere 2018 für Marcel Sommer.

Platz eins hat sich der fast seriennahe Peugeot E-Legend verdient. Von außen an V8-Pony-Cars heutiger Zeit erinnernd vereint er Klassik und Moderne wie kaum ein anderes Automobil in diesem Jahr. Mit Samt bezogene Sitze, ein zurückweichendes Lenkrad und… Na gut, am Ende sind es dann doch der 4K-49-Zöller im Fußraum und die beiden 29 Zöller in den Türen sowie die beiden „Zwölfer“ in den Sonnenblenden, die mich als bekennenden PS4-Süchtigen in ihren Bann ziehen. Kein Aber.

Platz zwei geht mit voller Wucht an den Fußball-Vizeweltmeister 2018! Ja richtig, Rimac ist ein kroatischer Hersteller und sein Elektrosportwagen Concept 2 hat mit fast 2.000 PS durchaus das Zeug zum absoluten Weltmeister. Über 400 Sachen schnell und nur Platz für maximal einen Nörgler. Was geht mehr? Die schlappe Million an Anschaffungskosten amortisiert sich dank des günstigen Stroms zudem fast im Schlaf. Oder genauer: nach 2.620 Jahren (bei 20.000 km/Jahr).

Rimac Concept 2

Platz drei stellt für Vielreisende oder auch Urlauber die perfekte Mobilitätszukunftslösung dar: der EZ-Ultimo von Renault. Gemütlich und ohne unerwünschten Mithörer ein Meeting während der Fahrt abhalten oder die Strecke vom Flughafen zum Hotel völlig autonom, aber dafür mit eigener Bar absolvieren – herrlich. So kann ein Termin/Urlaub beginnen.

Porsche Taycan, VW ID, Audi E-Tron

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Patrick Lang
Audi E-Tron Quattro, VW ID und Porsche Taycan sind die Top-3-Pioniere 2018 für Gerd Stegmaier.

Mein Ultra-Highlight ist der Porsche Taycan – obwohl ich ihn noch nicht fahren konnte. Aber vor seinem Bruder im Geiste, dem Taycan Cross Turismo stand ich schon. Und das reicht, um das besondere des Elektro-Konzepts von Porsche zu erkennen: Der Cross Turismo ist flacher als ein Panamera Sport Turismo, sein Schwerpunkt liegt 8 Zentimeter tiefer als der des aktuellen 911. Wer andere E-Autos (außer Teslas Model S) neben Autos mit Verbrennungsmotoren hat stehen sehen, weiß das zu schätzen: 15 Zentimeter hohe Batterien im Fahrzeugboden geben den Stromern praktisch immer die Proportionen von SUVs. Dabei ist der Trick von Porsche simpel: Dort, wo die Füße der Passagiere auf dem Fahrzeugboden stehen, hat die große Batterie eine Aussparung, die so genannte Fußgarage. Meine Kollegen können den Begriff schon nicht mehr hören, aber das hält mich nicht davon ab, die Konstruktion genial zu finden. Denn sie wird dem VW-Konzern auch in Zeiten des Elektroantriebs eine ganze Reihe von „Flachbodenautos“ bescheren (siehe Audi E-Tron GT) – mit attraktiven Proportionen, weniger Luftwiderstand und entsprechend mehr Reichweite.

Mein Highlight ist der VW ID – obwohl er keine Fußgaragen hat und man in ihm in etwa so hoch sitzt wie in einem VW Golf Sportsvan. Das ist im Kompaktsegment aber völlig ok, im Zweifel sogar wünschenswert – zumindest wenn man nach den Kunden geht. Die kaufen am liebsten SUV, weil man darin – genau – höher sitzt. Die besonders Leistung des ID ist dennoch die Technik dahinter: Der Modulare Elektrobaukasten (MEB) ermöglicht den Bau von Elektroautos in großen Stückzahlen – und damit zu vertretbaren Preisen. Was das heißt, zeigt der Vergleich mit dem Model 3 von Tesla, das ja auch als E-Auto für die Massen gefeiert wurde: Es kommt ab Februar 2019 nach Deutschland – zu Preisen ab 58.500 Euro. Die (Massen)-Produktion des VW ID beginnt im November 2019, als Einstiegspreis verspricht VW 27.500 Euro.

VW ID.3 Fahrbericht
Fahrberichte

Mein „lower Highlight“ ist der Audi E-Tron. Highlight, weil er ein attraktives Angebot für die Käufer von Premium-SUVs ist, mit guter Reichweite, überzeugendem Rekuperations- und Ladekonzept, prima Alltags- sowie Geländetauglichkeit ist. Außerdem überfordert sein Design die Sehgewohnheiten von „normalen“ Autokäufern nicht – und macht ihn dennoch zu einem modernen Audi-SUV. Lower, weil sich sein Marktstart entgegen erster Ankündigungen bis weit ins Jahr 2019 verzögert. Wenn man weiß, dass das 2. E-Auto von Audi, der E-Tron Sportback auf der gleichen Technik aufbaut, heißt das für dessen Marktstart wohl 2020. Da soll schon der dritte elektrische Ringträger kommen, der E-Tron GT. Er ist im Kern ein Porsche Taycan. Da fragt man sich. Warum noch mal haben die Konzernschwestern nicht auch bei den E-SUV der ersten Generation gemeinsame Sache gemacht? Die Entwicklung der gemeinsamen Plattform PPE hätte man im VW-Konzern früher orchestrieren sollen.

VW ID R Pikes Peak, Skoda Sunroq, Jeep Gladiator

Jahresrückblick 2018 Top 3
Patrick Lang / Hersteller
Der VW ID R Pikes Peak, der Skoda Sunroq und der Jeep Gladiator sind die Top-3-Pioniere 2018 für Gregor Hebermehl.

Für mich bekommt der VW ID R Pikes Peak den ersten Platz bei den innovativen Autos. Mit dem rein elektrisch angetriebenen Rennwagen holte sich VW 2018 den Rekord beim Pikes Peak – Romain Dumas heizte als Erster in unter acht Minuten (7:57,148 Minuten) auf den 4.300 Meter hohen Gipfel. Dass Elektroautos schnell sein können und jede Menge Spaß bringen, ist nicht unbedingt neu. Aber der ID R hätte die 19,99 Kilometer lange Strecke nie geschafft, wenn er bei der Fahrt nicht jede Menge Energie zurückgewonnen hätte. In diese Richtung scheint es bei der Entwicklung von Elektroautos kurzfristig zu gehen: Keine schwer zu realisierenden Riesenreichweiten, sondern kleine leichte und bezahlbare Akkus für stadttaugliche mittlere Reichweiten.

Auf dem zweiten Platz landet der Skoda Sunroq. Die Skoda-Azubis wollen den Spaß am Autofahren aufrecht erhalten. Dafür haben sie dem kompakten SUV Karoq das Dach weggenommen. Der Prototyp ist fahrbar und hat bei bestem Wetter richtig Spaß gemacht: Die Kombination aus schwer angesagten Kompakt-SUVs und Cabrio funktioniert. Land Rover beweist dies seit Jahren mit dem Range Rover Evoque. Es wäre toll, wenn Skoda sich tatsächlich an einem bezahlbaren Serien-Cabrio-SUV versuchen würde.

Skoda Sunroq

Den dritten Platz heimst der Jeep Gladiator ein. Mit überdurchschnittlicher Geländetauglichkeit, viertüriger Doppelkabine und Pick-up-Ladefläche am Heck macht er klar, dass Pick-ups im Trend liegen. Pick-ups wirken entspannt-hemdsärmelig und in der Stadt immer auch ein bisschen unangepasst. Eine super Geländefähigkeit gefällt nicht nur Fahrern, die tatsächlich gerne im Gelände unterwegs sind – überspitzt formuliert, ist ein Geländewagen inzwischen auch bei einigen wartungsbedürftigen deutschen Straßen von Vorteil.

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Zum Jahresende hin dürfen wir auch mal wieder subjektiv sein.