Japan

Deutsche erfolgreich

Die deutsche Automobilindustrie will ihre Position in Japan weiter ausbauen. Mit ihrer Premiumstrategie und breit gefächerten anspruchsvollen Technologien zur Verbrauchsreduzierung und Emissionsminderung hätten sich die deutschen Hersteller und Zulieferer auf dem anspruchsvollsten Markt Asiens erfolgreich
positioniert, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Donnerstag (20.10.) auf der Tokio Motor Show.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres habe die Branche ihre Pkw-Exporte nach Japan um 23 Prozent auf über 82.000 Fahrzeuge erhöht.

Inklusive ihrer Fahrzeuge aus Produktionsstätten außerhalb Deutschlands setzten die deutschen Hersteller bis September nahezu 140.000 Pkw in Japan ab. Kein anderer Hersteller habe auf der Tokio Motor Show ein ähnlich breites Spektrum zukunftsweisender Produkte und Technologien zu bieten, sagte Gottschalk. Der Diesel spiele dabei eine besondere Rolle. So kündigte Daimler-Chrysler an, die Mercedes E-Klasse 320 CDI neu in den japanischen Markt einzuführen.

Auch mit Hybrid-Fahrzeugen wie dem Audi Q7 oder dem BMW X3 sind die deutschen Hersteller in Japan präsent. Hinzu kommt unter anderem ein Forschungsfahrzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb von Mercedes-Benz, ein Wasserstoff-Fahrzeug von BMW oder der Eco-Racer von VW. "Es geht darum, sich mit einem möglichst breiten Lösungsspektrum Schritt für Schritt von der fossilen Energie abzukoppeln und dann im Markt aufzudrehen, wenn dieser richtig anspringt", sagte der VDA-Präsident.

Am gesamten japanischen Autoimport haben die deutschen Hersteller einen Anteil von mehr als zwei Dritteln. Im Premiumbereich ist nahezu jedes zweite Fahrzeug eine deutsche Marke. Der Ausfuhrwert der deutschen Autoindustrie nach Japan legte im bisherigen Jahresverlauf um 13 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu, während die Importe aus Japan um 3,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zurückgingen. "Wir sind zuversichtlich, unsere Position in Japan weiter ausbauen zu können", sagte Gottschalk.

Auch die deutschen Zulieferer haben ihr Engagement in Japan weiter verstärkt. Die Unternehmen beschäftigen in Japan inzwischen mehr als 13.000 Mitarbeiter und erzielen Erlöse in Höhe von fünf Milliarden Euro. Auf der Tokio Motor Show präsentieren sich in diesem Jahr 25 deutsche Automobilzulieferer. Die Bandbreite der Technologien reicht von Abgasnachbehandlungs- und Kühlsystemen bis zur automatischen Reifendruckkontrolle.

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