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Jeep Cherokee (2018) Weltpremiere

Der Mittelklasse-Jeep kommt neu

NAIAS 2018 Detroit Impressionen Auspuff Blende Foto: Patrick Lang 17 Bilder
Detroit 2018

Auf der Detroit Motor Show zeigt Jeep den runderneuerten Cherokee. Neben frischer Optik gibt es auch einen neuen 270-PS-Motor. Der Cherokee bekommt jetzt endlich eine standesgemäße Front, die ihn als Familienmitglied auszeichnet.

16.01.2018 Torsten Seibt Powered by

Gutes Auto, aber die Optik... So und ähnlich lauteten die (freundlicheren) Kommentare der stets besonders traditionsbewussten Jeep-Fangemeinde, als der aktuelle Cherokee 2014 debütierte. Nun waren die Freunde des Modells zwischen Wrangler und Grand Cherokee bereits Kummer gewohnt, denn alles, was nach dem inzwischen legendären Jeep Cherokee XJ aus den 1980er Jahren folgte, war deutlich jenseits einer massenkompatiblen Gestaltung, unvergessen etwa das schrullige Design des Cherokee KJ. Doch der aktuelle Cherokee, Modellcode KL, toppte das alles.

Und zwar in allererster Linie wegen seiner Front, die mit ihrer spitz zulaufenden Bootsform und dem Vieraugen-Design der untereinander liegenden Scheinwerfer keinen Zusammenhang zum übrigen Modellprogramm erkennen ließ. Der Verkaufserfolg in Deutschland ist verhältnismäßig überschaubar, erst recht, seitdem mit dem attraktiven Compass ein größenmäßig gar nicht so weit entferntes Modell ins Programm zog.

Riesen-Facelift für den Cherokee

Die turnusmäßige Überarbeitung zur Mitte des Modellzyklus nutzte Jeep jetzt jedoch unerwartet ausgiebig, um diese Nasenproblematik nachhaltig zu entschärfen. Das Ergebnis verschafft auch den genannten Traditionalisten Grund zur Freude. Denn mit einer Radikalkur wurde die gesamte Front umgestaltet. Die Motorhaube verabschiedet sich von der geschwungenen Linie und erhält nun nach aktueller Mode eine Kante zu den Kotflügeln hin. Der Stoßfänger wandert weit nach oben, der traditionell sieben Schlitze umfassende Kühlergrill ist nicht mehr so prominent abgeknickt. Und vor allem: Große, einteilige Hauptscheinwerfer im Grand Cherokee-Look bringen Ruhe und Normalität in die Formensprache, die Nebelscheinwerfer ziehen sich in kleine, runde Gehäuse im Stoßfänger zurück.

Jeep Cherokee Facelift Modelljahr 2019 Foto: Jeep
Auch hinten alles neu beim Jeep Cherokee Modelljahr 2019

Am Heck wird ebenfalls eine allgemeingültigere Form Einzug halten. Das Nummernschild wird nun in die Heckklappe statt wie bisher in die Heckschürze eingebettet, diese wandert im Gegenzug flächig nach oben. Der optische Unterfahrschutz wird deutlich vergrößert, die Endrohre der Abgasanlage ovalisiert. Mit der neuen Grafik der LED-Rückleuchten wirkt das Heckdesign nun insgesamt erheblich bulliger. LED gibt es auch an der Front, wo Abblend- und Fernlicht als Bi-LED um die Wette strahlen, auch die Nebelscheinwerfer setzen auf die moderne Technik.

Die neue Heckklappe ist aus leichtem Verbundwerkstoff hergestellt und verfügt optional über eine automatische Öffnung bei Annäherung des Besitzers. Auch vom neuen Cherokee wird es außerdem eine Trailhawk-Version geben, so nennt Jeep die dank zusätzlicher Baumaßnahmen besonders offroadtauglichen Varianten jeder Baureihe.

Neuer Vierzylinder wohl auch für Europa

Der Innenraum bekommt ebenfalls eine Kosmetikbehandlung, unter anderem mit neuen Verblendungen in Klavierlack-Optik. Auch beim Cherokee zieht die neueste UConnect-Generation mit Einbindung von Apple- und Android-Smartphones ein. Außerdem wurde wie bereits beim Renegade der Unterteil der Mittelkonsole mit dem Wahlschalter für die verschiedenen Fahrprogramme umgestaltet, was zusätzlichen Ablageplatz schafft. Weiterhin erhält die elektronische Steuerung der Neungang-Automatik ein Update.

Das Facelift bekommt außerdem einen nagelneuen Benziner unter die Haube. Der Zweiliter-Vierzylinder, bei dem sowohl der Kopf als auch der Block aus Aluminium hergestellt sind, verfügt über Direkteinspritzung und einen Twin-Turbo. Der 270-PS-Motor mit zwei Liter Hubraum könnte den bei uns nicht besonders beliebten 3,2-Liter-V6 mit nahezu identischer Leistung ersetzen, der in den USA im Programm bleibt. Basismiotor für die USA und andere Märkte bleibt der 2,4-Liter-Vierzylinder mit 180 PS, der in Westeuropa nicht angeboten wird. Noch keine Infos gab es in Detroit zur Zukunft des Dieselmotors im Cherokee für die hiesigen Märkte.

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