Karmann

Auto-Produktion wird verfrüht eingestellt

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Die Autoproduktion beim Cabrio-Hersteller Karmann wird anscheinend schneller auslaufen als bisher geplant. Möglicherweise will Mercedes-Benz die Herstellung des in Osnabrück gebauten CLK-Cabriolets bereits Ende Mai statt Ende August beenden.

Informierte Kreise bestätigten eine entsprechende Meldung der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch (18.2.). Offiziell nahmen allerdings weder Karmann noch Mercedes zu dem Bericht Stellung. Ein Sprecher von Mercedes-Benz sagte nur, dass es bereits seit vielen Wochen bekannt sei, dass der Hersteller die Produktion generell kürzen wolle.

Keine Infos über aktuellen Stand

Auf einer Betriebsversammlung sollen die Beschäftigten am Donnerstag (19.2) über die neue Entwicklung informiert werden. Bis zu 1.725 Mitarbeiter bangen in Osnabrück um ihren Job. Für Mittwoch war eine Aufsichtsratssitzung bei Karmann anberaumt, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Sitzung sei aber vertraulich. Es werde keine öffentlichen Informationen darüber geben.

Im vergangenen September hatte Karmann das Ende des Fahrzeugbaus in Osnabrück für dieses Jahr angekündigt, wenn es nicht gelinge, einen neuen Auftrag zu bekommen. Im vergangenen Jahr zog Karmann bei vier Aufträgen verschiedener Auto-Konzerne den kürzeren. Sie gingen an den österreichischen Konkurrenten Magna Steyr. Angesichts der momentanen Krise in der Autobranche halten es Beobachter für ausgeschlossen, dass Karmann einen neuen Auftrag für seine Fahrzeugproduktion bekommt.

Sozialplan-Verhandlungen verlaufen zäh

Im benachbarten westfälischen Rheine soll an diesem Freitag die Produktion des Audi A4 Cabrios auslaufen. Dort arbeiten nach Unternehmensangaben derzeit 753 Werksangehörige. Von April an werden in Rheine nur noch 100 Mitarbeiter beschäftigt sein, die Dächer für den Renault Mégane Cabrio fertigen.

Während es für die betroffenen Mitarbeiter in Rheine bereits einen Sozialplan gibt, verlaufen die Verhandlungen für ihre Osnabrücker Kollegen zäh. Arbeitnehmer und IG Metall fordern wie bei früheren Sozialplänen die Einrichtung einer Transfergesellschaft und eine Abfindung in Höhe eines halben Monatslohns pro Beschäftigungsjahr. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage habe die Geschäftsleitung diese Forderung bislang abgelehnt, hieß es.
 
Karmann will sich künftig auf die Rolle als Zulieferer für Cabrio-Dachsysteme und für die Entwicklung von Autos spezialisieren. Ende Januar hatte das Unternehmen zusammen mit dem Oldenburger Energieversorger EWE die Entwicklung von Elektroautos angekündigt. Die Beschäftigtenzahl im Konzern soll weltweit auf 2.400 bei einem Umsatz von 500 Millionen Euro sinken. Ende 2007 waren es noch knapp 7.000 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro.

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