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"Kia goes electric" Leser-Test-Drive 2017

Drei Wochen Hybrid mit Kia Niro HEV

Kia Niro Hybrid, Lesertestdrive, Kia goes Electric Foto: Roman Domes 9 Bilder

Vier Wochen lang können auto motor und sport-Leser verschiedene Electric-Modelle von Kia testen: Hartmut Hermes sammelt Erfahrung im Kia Niro Hybrid. Nach zwei Wochen hat er sich an den Niro gewöhnt – samt dessen Vor- und Nachteilen.

16.10.2017 Roman Domes

Es passt eigentlich perfekt, dass die Europa-Zentrale von Kia in Frankfurt steht. Warum? Ganz sicher nicht aufgrund der Architektur: Direkt neben den spitzen Wolkenkratzern und den Messehallen, die größer sind als so manches Flughafen-Terminal, sieht das Kia-Hochhaus fast ein bisschen verloren aus.

Vier Leser, vier Modelle, vier Wochen

Nein, es passt deshalb so gut, weil in diesen Messehallen bis vor wenigen Tagen noch die IAA 2017 stattfand, die Automesse, die zeigen sollte, wie wir in Zukunft unterwegs sein werden. Und das ist wohl elektrisch beziehungsweise teilelektrisch.

Kia Niro Hybrid, Lesertestdrive, Kia goes Electric Foto: Roman Domes
Vier Leser von auto motor und sport dürfen die Kia Electric-Modelle vier Wochen lang ausprobieren. Ganz rechts im Bild: das Ehepaar Hermes, das den Kia Niro Hybrid fährt.

Der koreanische Autohersteller Kia bietet – wie viele große Hersteller – schon einen Teil der Produktpalette mit Elektro- beziehungsweise Hybridantrieb an: den Niro als klassischen Hybrid und Plug-In-Hybrid, den Soul als vollständig elektrisches Fahrzeug und den großen Optima SW – ebenfalls als Plug-In-Hybrid. Alle natürlich mit siebenjähriger Garantie.

Vier Leser von auto motor und sport dürfen diese vier Modelle nun vier Wochen lang ausgiebig testen und mit ihnen Erfahrungen sammeln und weitergeben. Einer dieser Leser ist Hartmut Hermes, gebürtiger Rheinländer, der jetzt zusammen mit seiner Frau in Dresden lebt. Der 62-jährige Rentner darf vier Wochen lang den neuen Kia Niro Hybrid testen.

Für den Alltag nutzen seine Frau und er seit vergangenem Jahr einen Kia Sportage mit Allradantrieb und dem kräftigsten erhältlichen Aggregat: dem 185 PS starken Turbodiesel mit Allradantrieb.

Hartmut Hermes fährt Niro Hybrid

Der Kia Niro Hybrid von Hartmut Hermes ist ein klassischer Hybrid, kein Plug-In-Hybrid. Bedeutet: Der relativ kleine Akku (Kapazität: 1,56 kWh) wird während der Fahrt vom Verbrennungsmotor und der Rekuperation beim Bremsen bzw. Vom-Gas-gehen gespeist und geladen. Eine Ladeklappe zum Anstecken an eine externe Stromversorgung besitzt dieser Niro nicht.

Die Kombination aus 1,6-Liter-Saugmotor-Benziner mit 105 PS und dem 43,5 PS starken Elektromotor verleiht dem Niro Hybrid eine Systemleistung von 141 PS bei einer geringen CO2-Emission von 88 bis 191 Gramm pro Kilometer. Für eine bessere Gewichtsverteilung sitzt der 33 Kilogramm schwere Akku an der Hinterachse. Der Kia Niro Hybrid schickt seine 141 PS per Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderachse.

Woche 1: „Der Niro Hybrid bekommt die Note 2!“

Seine erste Fahrt im Kia Niro Hybrid bestritt Hartmut Hermes direkt nach der Übergabe in Frankfurt. Er fuhr nach Aachen, eine Strecke von immerhin 253 Kilometern. „Wir sind meistens mit Tempomat gefahren, 120 km/h, das ist noch sehr angenehm!“ Der Verbrauch: 4,7 Liter. Kann sich sehen lassen. Für Hartmut Hermes standen jedoch nicht nur Langstrecken auf dem Programm, sondern auch mal eine etwas kürzere Route, etwa eine Fahrt durch Dresden (siehe Bilder), wo er und seine Frau leben. Im innerstädtischen Verkehr war der Verbrauch mit durchschnittlich 4,5 Liter auf 100 Kilometern sogar noch geringer – unter anderem wohl ein Verdienst der Hybrid-Technologie.

Kia goes Electric, Lesertestdrive, Kia Niro Hybrid Foto: Hartmut Hermes
Herr Hermes, der Kia Niro Hybrid und die Semperoper in Dresden: "Der Niro Hybrid eignet sich hervorragend für Kurzstrecken und City-Trips!"

„Der Niro Hybrid fährt in der Stadt wunderbar ruhig, hat gut überschaubare Außenmaße und bietet einen guten Rundumblick – dank des erhöhten Sitzes“, sagt Hermes, der selbst ja auch einen Kia fährt, den neuen Sportage. „Im Vergleich zu dem bietet der Niro schon wieder viele Verbesserungen, etwa der Hinweis im Display, wenn man Einstellungen an den Hebeln und Schalter für Licht und Scheibenwischer geändert hat. Und: Die Mute-Taste für das Radio ist jetzt endlich da, wo sie hingehört!“

Nachteile? Vielleicht die kleine Verzögerung des Automatikgetriebes auf den Kick-Down-Befehl. Oder: Der adaptive Tempomat, der die Geschwindigkeit dem Niveau des Vordermanns anpassen soll, erkennt gelegentlich Fahrzeuge auf der Nebenspur und bremst akut. Bleibt noch das größte „Problem“ – nämlich der Preis: „Man muss schon bereit sein, für die alternativen Antriebe in der Anschaffung im Vergleich zum Benziner deutlich mehr Geld auszugeben.“

Insgesamt ist Hartmut Hermes mit den ersten Erfahrungen mit dem Niro Hybrid sehr zufrieden: „Note 2, würde ich sagen!“

Herr Hermes erste Woche in Zahlen und Fakten:

  • Fahrzeug: Kia Niro Hybrid
  • Testzeitraum: 19.9. bis 25.9.
  • Zurückgelegte Strecke: 1.026 km
  • Durchschnittsverbrauch: 4,96 Liter/100 km

Woche 2: „Ein Kauf wäre schon denkbar!“

Nach zwei Wochen – so sagt man – hat man sich an ein völlig neues Auto gewöhnt. Man lernt die Bedienung, findet Workarounds für etwaige Nachteile und fährt oft einfach drauf los. Für Hartmut Hermes ging es in Woche zwei nicht mehr so weit wie in der ersten Woche. Da standen insgesamt mehr als 1.000 Kilometer auf der Uhr. Jetzt sind es nur noch 300 Kilometer, die der Niro Hybrid meistern musste. Dafür aber auf allen Straßentypen, die die Bundesrepublik so zu bieten hat: Stadt, Land, Autobahn. Obwohl der Niro jetzt ganz bestimmt kein Sportwagen oder ein Autobahnfresser wie eine S-Klasse von Mercedes ist, meisterte er diese Aufgabe gut.

„Mit viel Lust und viel Vollgas schafft er auch mehr als 190 km/h!“, sagt Hartmut Hermes. Logische Konsequenz: der etwas höhere Spritverbrauch. In diesem Fall waren es mehr als acht Liter – für den Niro Hybrid eine Seltenheit! Bei seinen restlichen Fahrten bewegte sich der Verbrauch immer unterhalb der 5-Liter-Grenze.

Kia goes Electric, Lesertestdrive, Kia Niro Hybrid Foto: Hartmut Hermes
Herr Hermes und das "Blaue Wunder": Die Loschwitzer Brücke verbindet die Dresdner Wohngebiete Blasewitz und Loschwitz miteinander.

Nach anfänglicher Kritik am Doppelkupplungs-Getriebe zeigt sich Hartmut Hermes versöhnlich: „Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet sehr weich und gibt dem Ganzen beim Fahren eine entspannte und komfortable Note.“, sagt er. Plus: Man sitzt im Niro Hybrid fast noch besser als in seinem Kia Sportage. Einziges Problem an der Sitzposition? Das nur bedingt verstellbare Lenkrad. Hoch und runter lässt es sich bewegen, aber nicht zum Fahrer ziehen bzw. wegdrücken.

Seine größten Schwierigkeiten hat Hartmut Hermes allerdings mit dem ACC-Tempomat, bei Kia „SSC“ genannt. „Das SCC mit seinen vier Abstandstufen erschließt sich mir nicht so richtig.“ Die Krux liegt in der Abstandsregelung. Vier Stufen seien zu viel. Warum? „Die Stufen 1 und 2 kann ich auf der Autobahn und in der Stadt gut gebrauchen.“ Stufe 3 und 4 ließen jedoch viel zu viel Abstand. Das Manko daran: Falls jemand in den gelassenen Abstand einschert, bremst das System den Niro ab und stellt den einzuhaltenden Abstand wieder her. „Das führt zu Unruhe und Stress beim Fahren, weil viel öfter gebremst und wieder beschleunigt wird als nötig“, kritisiert Hartmut Hermes das System.

Herr Hermes zweite Woche mit dem Niro Hybrid in Zahlen:

  • Testzeitraum: 26.9. bis 2.10.2017
  • Zurückgelegte Strecke: 300 Kilometer
  • Durchschnittsverbrauch: 5,22 Liter / 100 Kilometer

Woche 3: „0,0 Liter Verbrauch!“

In der vorletzten Woche des „Kia goes electric“-Lesertestdrive hat Hartmut Hermes das geschafft, worauf er die vergangenen Wochen wohl insgeheim hingearbeitet hatte: Der Kia Niro HEV, der mit einer kleinen Batterie auskommen muss, hat doch tatsächlich einen Verbrauch von 0,0 Litern erreicht. „Okay, zugegeben: Das war alles leicht bergab! Aber trotzdem, das muss man erst einmal hinkriegen!“, berichtet er stolz.

Kia goes Electric, Kia Niro Hybrid, Lesertestdrive Foto: Hartmut Hermes
Großes Bäumchen: Der Niro HEV kann (mit ein paar topographischen Tricks) auch völlig verbrauchsneutral bewegt werden.

Dabei ist das eigentliche Revier des Hybriden die Stadt. „Bei geladenem Akku beschleunigt der Niro rein elektrisch, lautlos und schnell“ Zusätzlich wird beim Stop & Go-Verkehr in der City besser rekuperiert. Das führt zu geringeren Verbräuchen als außerorts. Insgesamt kommt Hartmut Hermes mit dem Kia Niro HEV auf einen Verbrauch von 4,3 Litern auf 100 Kilometern – in Woche 3. „Ich habe es an der Zapfsäule nachgerechnet, die Anzeige im Display ist schon ziemlich genau!“

Auch sonst kann sich der 62-jährige Rentner den Niro HEV gut als Alltagsauto vorstellen. Momentan fahren er und seine Frau noch einen Kia Sportage mit 185 PS („viel zu viel für uns“). Der Niro HEV bietet ein „noch vertretbares“ Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vergleich mit einem regulären Benziner. „Allerdings möchte ich dann schon gerne noch den Niro als Plug-In-Hybrid ausprobieren“, sagt er. Vielleicht sei der ja noch besser.

Insgesamt spulte Familie Hermes in der dritten Woche 380 Kilometer mit dem Niro HEV ab, darunter auch weitere Fahrten – am liebsten ins Erzgebirge, wo sie Altenberg, Seiffen und Neuhausen besuchten. Teilweise absolvierte der Niro diese Touren mit (fast) Vollbesetzung, sprich mit vier Leuten im Auto. Und er schlug sich gut – und verbrauchte nach Hermes' Aussage kaum mehr Sprit! „Mehr Auto braucht kein normaler Fahrer – und für die sportlichen unter uns empfiehlt sich natürlich der Kia Stinger“, fügt er hinzu.

Die dritte Woche mit dem Niro Hybrid in Zahlen

  • Testzeitraum: 3.10. bis 9.10.2017
  • Zurückgelegte Strecke: 380 Kilometer
  • Durchschnittsverbrauch: 4,26 Liter / 100 Kilometer
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