Kia Leser-Test-Drive 2017 Roman Domes
Kia Leser-Test-Drive 2017
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Leseraktion

Kia goes Electric

Vier auto motor und sport-Leser durften vier Wochen lang die neuesten Kia-Electric-Modelle ausprobieren. Darunter drei Hybride, zwei mit Plug-in-Technik, einer konventionell. Mit dabei war auch ein reines Elektroauto. Feedback? Sehr positiv – und immer spannend.

Familie Grupp: „Auch Reisen sind problemlos“

Bastian Grupp kennt sich als Besitzer eines Citroën C-Zero schon aus mit Elektroautos. Den Kleinwagen nutzt er für tägliche Kurzstrecken, für längere Fahrten dient der Familie mit zwei Kindern ein Peugeot Partner. Für vier Wochen ersetzt ein Kia Soul EV beide Autos – auch für längere Fahrten. Hat das funktioniert? „Völlig problemlos, obwohl man seine Reisen besser planen muss.“ Der Infrastruktur wegen. Nur selten musste er mit dem Soul eine kostenpflichtige Ladestation anfahren, die meisten sind noch kostenlos. Praktisch: „Oft haben wir einfach so nebenher laden können, etwa beim Einkaufen oder zu Hause an der Steckdose.“ Alles in allem 2.770 Kilometer riss der Kia in vier Wochen runter, insgesamt 32-mal hing er am Kabel, nur achtmal war er komplett leer. „Wir haben sogar die NEFZ-Reichweite von 250 km übertroffen!“, erzählt Grupp. Auch die Features gefielen der Familie. Nur der Platz reicht doch nicht ganz aus, um den Peugeot Partner zu ersetzen.

Fazit: „Fast perfekt“

Eigentlich könnte der Kia Soul EV unseren verbleibenden Verbrenner ersetzen. Weniger Platz hat er natürlich, okay, aber dafür ist das Fahren mit ihm so entspannt. Oft hat man das Gefühl, dass der Akku gar nicht leer wird. Warum bietet Kia eigentlich keinen Carens als reines Elektroauto an? Fände ich prima.

Familie Pfalzgraf: „Ein Optima wäre was für uns“

„Ganz ehrlich? In vier Wochen haben wir keinen Nachteil gefunden – zumindest nicht so richtig“, sagt Erik Pfalzgraf, nachdem er vier Wochen den Kia Optima Sportswagon PHEV (Plug-in-Hybrid) fuhr. Bisher kannte der 43-Jährige den Hybridantrieb nur aus der Zeitung, skeptisch war er trotzdem nicht. „In den vier Wochen sind wir zu richtigen E-Auto-Profis geworden“, erzählt er. „Obwohl wir prinzipiell auch den Verbrenner nutzen könnten, sind wir am liebsten leise und umweltfreundlich unterwegs gewesen.“ Die Konsequenz: ein Gesamtverbrauch von weniger als 4 l/100 km im Testzeitraum. So sparsam ist keines der beiden anderen Autos im Fuhrpark der Pfalzgrafs (ein Kleinwagen und ein Van). „Selbst beim Ladevolumen war der Kia als Kombi besser“, zollt Erik dem Stauraum Respekt. Und mit 204 PS Systemleistung ist der Hybrid natürlich auch schneller. Nur beim Platz für seine drei Kids im Fond muss sich der Optima geschlagen geben.

Fazit: „E-Modus fasziniert“

Prinzipiell wäre der Kia Optima SW als Plug-in-Hybrid das perfekte Auto für uns. Genug Platz, hohe Qualität, und der E-Modus fasziniert, auch der niedrige Verbrauch. Problem: Als PHEV ist der Optima SW mit rund 40.000 Euro doch schon etwas kostspieliger und rechnet sich erst nach einiger Zeit.

Familie Hermes: „Hybrid? Eine klare Kaufoption“

Nach zweieinhalb Wochen bricht bei Hartmut Hermes Jubel aus: Endlich hat er mit dem Kia Niro Hybrid die Chance, den Verbrauch auf 0,0 Liter zu senken – wenn auch nur für wenige Minuten. Das zeigt aber: Auch ein konventioneller Hybrid mit sehr kleinem Akku kann völlig emissionsfrei bewegt werden. Das bleibt natürlich die Ausnahme, auch bei Familie Hermes. „In der Stadt braucht der Niro dank Hybridtechnik deutlich weniger als fünf Liter“, erzählt Hermes. Gut, dafür seien hohe Geschwindigkeiten auf der Autobahn nicht so seins. „Nicht so wichtig“, meint er. Für ihn zählen mehr die gute Übersicht und die kompakten Abmessungen des Niro. Privat fährt Hartmut Hermes einen Kia Sportage mit „deutlich zu viel Leistung“, wie er meint. Wäre der kleinere Niro als nächste Anschaffung denkbar? „Durchaus, jeder Kilometer hat uns Spaß gemacht – und das auch wegen der Hybridtechnik.“ Mit der sei der Niro perfekt für die Stadt geeignet.

Fazit: „Unser Nächster?“

Man muss schon bereit sein, mehr Geld als üblich für die alternativen Antriebe auszugeben. Der Niro Hybrid ist deutlich teurer als vergeichbare konventionell motorisierte Fahrzeuge. Perfekt wäre jetzt natürlich, wenn ich den Niro noch als Plug-in-Hybrid testen könnte.

Familie Lehnartz: „Cool, aber nicht der beste Kia“

Für Alex Lehnartz sind die vier Wochen mit dem Kia Niro Plug-in-Hybrid eine Reise in die „Zukunft des Automobils“. Auch in seine persönliche? Der 48-Jährige fährt zurzeit Volvo und ein BMW-Cabrio – beides keine Hybridmodelle, sondern normale Verbrenner. Der erste Eindruck im Niro überrascht ihn: „Die Qualität ist richtig gut, fast auf Premium-Niveau!“ Ein Ausstattungsdetail hat es ihm besonders angetan: „Die Sitzbelüftung ist klasse“, sagt Lehnartz. Allerdings hat er auch ein kleines Manko am Niro gefunden: „Beschleunigen und Autobahnfahrten sind ja nicht so sein Ding, er wird laut und brummig“, moniert Lehnartz. Immerhin steige der Verbrauch nicht in astronomische Höhen, oft stand noch eine Vier vor dem Komma. Auch das Infotainment überzeuge mit seinem flüssig funktionierenden Touchscreen, und der Kofferraum reiche für den Alltag aus. Alles picobello? Schon irgendwie. Aber? „Eigentlich wäre mir ein anderer Kia noch viel lieber.“

Fazit: „Stinger als Hybrid?“

Auch wenn ich nicht nur Lob für den Niro Plug-in-Hybrid übrig hatte und den Akku meist beim Fahren geladen habe: Er hat seine Aufgabe gut gemacht und mich teils überrascht, etwa mit seiner Qualität und Ausstattung. Ich persönlich habe mich aber doch eher in den Stinger verguckt. Wenn es den als Hybrid gäbe – ich wäre dabei!

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