Klage gegen Daimler

Niederlage für Chrysler-Gläubiger

Foto: Daimler-Chrysler

Eine Gruppe von Gläubigern der früheren Daimler-Tochter Chrysler hat in den USA eine Niederlage vor Gericht eingesteckt. Den Stuttgartern hatten die Kläger vorgeworfen, milliardenschwere Vermögenswerte aus Chrysler herausgelöst zu haben, bevor der US-Autobauer im Jahr 2007 an den US-Finanzinvestor Cerberus verkauft wurde.

Eine Daimler-Sprecherin bestätigte am Donnerstag (29.7.) Medienberichte über die abgelehnte Klage. "Das US-Konkursgericht hat mit Entscheidung vom 27. Juli 2010 sämtliche Ansprüche des Liquidation Trust als nicht plausibel abgelehnt. Sollte der Liquidation Trust mögliche weitere rechtliche Schritte einleiten, wird sich Daimler auch weiterhin energisch zur Wehr setzen", sagte die Sprecherin. "Daimler sah und sieht weiterhin die Ansprüche als vollkommen unbegründet an."
 
Nach Ansicht der Gläubiger sollen beim Verkauf der Chrysler-Mehrheit an Cerberus Werte von rund neun Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) verloren gegangen sein. Die US-Richter sahen jedoch keine Anzeichen für eine betrügerische Absicht. Daimler hatte 2007 nach neun gemeinsamen Jahren 80,1 Prozent der Chrysler-Anteile abgegeben. Im darauffolgenden Jahr trennte sich der Konzern auch vom Rest seiner Anteile.

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