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Klatten stockt bei SGL auf

BMW-Großaktionärin mit Vetorecht

Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hat ihren Anteil am Kohlenstoffspezialisten SGL Group entscheidend erhöht. Die Milliardärin hält seit einigen Tagen gut ein Viertel der Aktien des jüngst vielumworbenen Unternehmens, wie die SGL Carbon SE am Mittwoch (18.5.) in einer Pflichtmitteilung berichtete.

Mit diesem Anteil verfügt die Tochter aus der Quandt-Dynastie neuerdings über ein Vetorecht, das ihr einen großen Einfluss bei künftigen Weichenstellungen sichert.
 
Mit Stand 11. Mai habe Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion 26,98 Prozent besessen. Klatten war Anfang 2009 mit Skion bei dem Wiesbadener Kohlenstoffspezialisten eingestiegen, dessen Fasern im Flugzeug- und Windkraftanlagenbau verwendet werden, aber vor allem auch als Hoffnungsträger und Zukunftsmaterial beim Autobau gelten. Zuletzt besaß Klatten gut 20 Prozent der SGL-Anteile.

VW und BMW arbeiten mit SGL

Anfang des Jahres hatte der Einstieg des BMW-Konkurrenten Volkswagen mit gut acht Prozent bei SGL hohe Wellen geschlagen - auch, weil der bayerische Autobauer in einem Gemeinschaftsunternehmen mit den Wiesbadenern Karbonfasern für den automobilen Leichtbau produziert. Skion hatte vorsorglich angekündigt, falls nötig, seinen SGL-Anteil auf eine Sperrminorität von gut 25 Prozent aufzustocken.
 
Skion firmiert als GmbH im hessischen Bad Homburg, wo die Quandts auch wohnen. Nach Auskunft des Bundesanzeigers mit Stand Mai 2010 verfügte Skion im Geschäftsjahr 2009 über rund 2,5 Milliarden Euro Anlagevermögen. Laut den damaligen Angaben besitzt Skion auch etwa ein Fünftel der Nordex - ein Windenergieriese mit Milliardenumsatz.

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