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Koenigsegg paktiert mit Qoros

Aus für die Nockenwelle

Koenigsegg Freevalve Qamfree-Motor Foto: Freevalve

Supersportwagenhersteller Koenigsegg arbeitet seit 17 Jahren am nockenwellenfreien Motor. Jetzt wurde auf der Auto China zusammen mit Partner Qoros eine serienreife Version präsentiert.

27.04.2016 Uli Baumann

Beim System von Koenigsegg ersetzt ein elektrohydraulisches System die herkömmliche Steuerung der Ventile durch eine Nockenwelle. Damit kann neben der Nockenwelle auch auf einen Zahnriemen oder eine Steuerkette für den Nockenwellenantrieb sowie eine Drosselklappe verzichtet werden. Zudem lässt sich jedes Ventil individuell ansteuern. Entwickelt hat dieses System Christian von Koenigsegg zusammen mit der schwedischen Firma Freevalve.

Deutlich mehr Leistung, deutlich weniger Emissionen

Zur Präsentation des neuen Antriebs hat sich Koenigsegg jetzt mit dem chinesischen Autobauer Qoros zusammengetan und einen entsprechend ausgerüsteten Motor auf der Auto China in Peking im Forschungsauto Forschungsauto Qamfree 3 vorgestellt. Als Basis diente der bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner von Qoros. Bestückt mit dem neuen Ventiltrieb stieg die Leistung des Aggregats 45 Prozent auf 231 PS, das maximale Drehmoment klettert um 47 Prozent auf 330 Newtonmeter.

Gleichzeitig sollen der Verbrauch um 15 und die Emissionen um 30 bis zu Prozent sinken. Weil die neue Ventilsteuerung auch weniger Bauraum benötigt, baut der neue Motor rund 50 mm flacher. Zudem arbeite das System mit einer herkömmlichen Einspritzanlage so gut, dass eine teure Direkteinspritzung entbehrlich sei. Auch ein Vor-Kat werde überflüssig. Eine Serienversion dieses Motors könnte in etwa zwei Jahren auf den Markt kommen, hieß es bei der Präsentation in Peking.

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