KTM X-Bow

Leichtbau-Renner ++ Update

Foto: KTM

Der österreichische Motorradbauer KTM startet 2007 auch auf vier Rädern. Die ersten fahrenden Modelle des aggressiven Racers gab es jetzt live zu sehen.

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Auf dem Auto Salon in Genf wird der X-Bow getaufte puristische Zweisitzer erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Gegen Jahresende soll er dann in einer ersten Kleinserie auf die Straße kommen.

Der X-Bow (sprich Cross-Bow) wiegt exakt 700 Kilo. Die Basisversion wird von einem Audi- Zweiliter-Vierzylinder mit FSI-Direkteinspritzung, Turboaufladung und 220 PS gepowert. Damit soll der X-Bow in 3,9 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten. Maximal sind 217 km/h möglich. Die Topversion - ausgerüstet mit dem Audi S3-Motor - könnte bis zu 300 PS stark sein. Serienmäßig kommt ein manuelles Sechsganggetriebe zum Einsatz, optional soll auch ein DSG-Getriebe erhältlich sein.

Kein ABS, kein ESP, keine Airbags

Das Fahrwerk stammt von der KTM-Tochter White Power, verzögert wird mit Brembo-Komponenten. Die Anlage besteht aus gelochten Scheiben mit 305 Millimeter Durchmesser vorne und 262 Millimeter hinten. Für die Verzögerung von 100 km/h auf null verspricht KTM einen Bremsweg von 33,1 Metern. Ein optionales Sperrdifferenzial an der angetriebenen Hinterachse soll die Traktion optimieren. Auf Airbags wurde ebenso verzichtet wie auf elektronische Fahrhilfen.

Das Monocoque wiegt nur 70 Kilo

Kernstück des 3,60 Meter langen und 1,16 Meter hohen Straßen-Renners mit ein vom Rennwagenspezialisten Dallara gefertigtes Kohlefaser-Monocoque, das lediglich 70 Kilogramm auf die Waage bringen soll. Die Räder stehen frei und sind an doppelten Dreiecks-Querlenkern aufgehängt. Eine Crash-Box in der Frontnase des Monocoque absorbiert Aufprallenergie, die Überrollbügel sind ebenfalls in die Struktur integriert. Auf Wunsch steigert ein optional erhältliches Kit die Sicherheit auf ein von der Motorsportbehörde FIA anerkanntes Niveau: dabei werden zusätzliche Verstrebungen an bereits vorgesehenen Punkten montiert.

Keine Türen, kein Dach

Das Design des KTM X-Bow stammt aus dem Hause Kiska-Design, das auch die Zweiräder der Österreicher in Form bringt. Die Windschutzscheibe ist nur sieben Zentimeter hoch, es gibt keine Türen und kein Verdeck, für die Abdeckung des Innenraums wird eine leicht montierbare Plane geliefert.

Dallara wird ab Herbst 2007 eine auf 100 Einheiten limitierte Exklusiv-Vorserie fertigen, die ersten Fahrzeuge sollen gegen Jahresende zum Stückpreis von ca. 40.000 Euro auf die Straße kommen.

Den Vertrieb der ersten Serie übernimmt KTM selbst - der X-Bow ist so quasi ausschließlich im Werksverkauf zu haben. Später soll das Serienmodell dann europaweit über etwa 15 bis 20 Rennsport-affine Händler mit Anschluss an das VW-Vertriebs- und Servicenetz erfolgen.

Sollte der X-Bow so erfolgreich werden, wie es sich KTM vorstellt - man spricht von 1.000 Fahrzeugen im Jahr - dann würde als Produktionspartner vermutlich Magna zum Zuge kommen, da Dallara mit diesen Stückzahlen überfordert wäre.

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