Leichte Nutzfahrzeuge

Markt nomalisiert sich

Foto: VW 45 Bilder

Hohe Öl- und Rohstoffpreise, Finanzmarktkrise, schlechtere Konjunkturaussichten - Zeichen, die auch die Zeiten für Nutzfahrzeugbauer schwieriger werden lassen. Nach Jahren mit boomenden Geschäften erwarten Experten bis 2013 eine Abkühlung des Marktes.

Dennoch sehen gerade die Anbieter von Transportern bis zu 3,5 Tonnen optimistisch in die Zukunft. Die weiter wachsenden Internetgeschäfte machten auch mehr Kurier-, Express- und Zustelldienste notwendig, lautet eine Begründung.

Das größte Wachstum sehen die Autobauer allerdings in den aufstrebenden jungen Volkswirtschaften wie etwa Russland. Steil aufwärts geht es aber auch in anderen Ländern, etwa in Südamerika oder Südafrika. In Deutschland wird der Boom nach Experteneinschätzungen allerdings in den kommenden Jahren nachlassen.

So prognostiziert Ferdinand Dudenhöffer vom Prognoseinstitut BD Forecast für 2008 einen Absatz von von gut 233.000 leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland, ein Plus von gut 12.000 über Vorjahr. Für 2009 und 2010 erwartet Dudenhöffer gar Zuwächse auf rund 236.000 Fahrzeuge. 2011 beginnt dann die Normalisierung des Marktes mit einem Rückgang auf 229.000 Kleintransporter, der 2013 zu einem Absatzvolumen von nur noch knapp 210.000 Fahrzeugen in diesem Segment führt. 

Beherrschende Marken bei den leichten Nutzfahrzeugen bleiben VW und Mercedes, gefolgt von Ford, Fiat, Renault, Opel und Citroen. Während allerdings fast alle genannten Marken in den nächsten fünf Jahren deutlich an Marktanteilen verlieren werden, können lediglich Fiat und Opel ihr aktuelles Absatzniveau halten und somit Marktanteile hinzugewinnen.

Bereits jetzt generiert Fiat in Deutschland rund 25 Prozent seines Gesamtabsatzes über die Nutzfahrzeugsparte. Bei Citroen entfallen 15 Prozent des Gesamtabsatzvolumens auf Nutzfahrzeuge. Es folgen Renault und Mercedes (13 Prozent), Nissan (ZWÖLF Prozent). Bei VW macht das Nutzfahrzeuggeschäft aktuell nur neun Prozent des Gesamtabsatzes in Deutschland aus, bei Ford sind es acht Prozent, bei Peugeot sieben Prozent  und bei Opel gar nur vier Prozent.

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