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Sportwagen und ihr Gewicht - Top & Flop 10

Fliegengewichte und Eisbrocken

Aufmacher - Top & Flop 10 - Gewicht Foto: ams 21 Bilder

Der natürliche Feind eines sportlichen Autos ist das Gewicht. Weil Masse nun mal in Kurven drückt und die Wendigkeit beeinträchtigt. Wir haben unsere sport auto-Testdatenbank durchsucht und die leichtesten und schwersten Sportwagen im Test herausgefiltert.

31.01.2018 Andreas Haupt Powered by

Diese Entwicklung schmeckt uns nicht. Sportwagen werden immer breiter. Und leider auch immer schwerer. Schauen wir uns das Beispiel VW Golf GTI an. Im Ur-GTI hatten es 110 PS mit etwas mehr als 800 Kilogramm zu tun. Rund 40 Jahre und sechs Generationen später stemmen die 310 PS des VW Golf GTI Clubsport S gewogene 1.319 Kilogramm. Ein unterschied von einer halben Tonne. Puh. Manche werden gegenhalten: Dafür hat sich die Leistung fast verdreifacht.

Trotzdem: Es ist Fakt, dass das Gewicht der natürliche Feind eines Sportwagens ist. Egal, wie viel Leistung unter der Karosserie steckt. Je mehr Gewicht, desto schwerfälliger das Auto. Einfache Physik. Denn ein Sportwagen sollte nicht nur geradeaus ballern können, sondern auch Kurven beherrschen. Ohne gleich vom ersten Anflug von Fliehkräften aus der Kurve gerissen zu werden.

Panamera Turbo S E-Hybrid: 2.368 kg!

Es gibt viele Gewichtstreiber. Die Autos müssen immer sicherer werden. Die Hersteller statten sie immer besser aus. Sei es für die Sicherheit oder den Komfort mit besser gepolsterten Sitze, elektronischer Verstellung und mehr Dämmmaterial gegen Außengeräusche. Kabel und Sensoren für die Elektronik wachsen wie Unkraut. Die Autos sollen immer mehr können: im Stau selbstständig bremsen und beschleunigen, auf der Autobahn die Spur halten, irgendwann sogar autonom fahren. Das soll nicht heißen, dass wir Sicherheit nicht gutheißen. Aber Sicherheit und Komfort schlagen auf das Gewicht.

Und dann wollen und müssen die Hersteller inzwischen auch ökologisch korrekt sein. Es entstehen sportliche Dickschiffe. Wie zum Beispiel der Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid. Die Limousine mit V8-Biturbo und Elektromotor wiegt vollgetankt 2.368 Kilogramm. Und damit fast 300 Kilogramm mehr als der Panamera Turbo. Um so einen schweren Brocken schnell um Kurven zu wuchten, braucht es allerlei Fahrwerkstechnik. Wie zum Beispiel einen Wankausgleich. Das hilft, trägt aber auf. Teufelskreis.

Porsche Panamera Turbo S E-HybridHybrid mit 680 PS für 310 km/h

sport auto wiegt jeden Testkandidaten. Das ist die Basis für diesen Artikel. Wir haben unsere Testdatenbank nach den Gewichten der Sportwagen durchsucht, die in den letzten gut fünf Jahren vorstellig wurden. Stichtag: 1.1.2012. Daraus filtern wir eine Top 10 und eine Flop 10. In der Top 10 sind die Fliegengewichte. Acht der zehn Sportwagen tragen einen Vierzylinder, zwei einen V6. Fünf von ihnen halten ihr Gewicht bei unter einer Tonne. In den Top 10 tummeln sich die Puristen und sportlichen Kleinwagen.

Die sportlichen Autos in den Flop 10 tragen bis auf eine Ausnahme mindestens acht Zylinder. Sie sind Limousinen, große Coupés oder SUV. Der leichteste unter ihnen wiegt 2.142 Kilogramm. Der schwerste über 2,5 Tonnen.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die leichtesten und schwersten Sportwagen, die sport auto von 2012 bis heute getestet hat. Wichtig: Alle Kandidaten wurden auf die Waage gestellt. Mit vollem Tank und allen Betriebsflüssigkeiten. Sprich: Die Autos sind im fahrbereiten Zustand. Wir beziehen keine Herstellerwerte ein.

Tabelle: Tops & Flops (Messwerte sport auto)

Top 10 & Flop 10: Sportwagen-Gewicht

Neuester Kommentar

Interessant beim Vergleich der Schwergewichte sind zum Beispiel der Tesla P100D und der Porsche Cayenne Turbo S. Beide haben ein ähnliches Platzangebot, Vierradantrieb, gute Fahrleistungen und sind etwa gleich schwer. Wenn man nun bei beiden Fahrzeugen das Gewicht des "Energiespeichers", das heisst beim Cayenne das Gewicht des vollen Benzintanks (etwa 100 Kg) und beim Tesla das Gewicht der Batterie (genau 625 Kg gemäss EPA Filing) abzieht, bleiben für den Rest des Fahrzeugs etwa 2'190 Kg für den Cayenne Turbo S und genau 1'650 Kg für den Tesla P 100 D. Das zeigt unter anderem, dass Porsche bezüglich Leichtbau noch einen ziemlichen Weg vor sich hat.

lucky60 10. Februar 2018, 11:50 Uhr
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