Lexus UX (2018) im Fahrbericht

Luxus-Crossover unter Strom

Lexus UX 250h 4x4 Fahrbericht Lexus UX 250h 4x4 Fahrbericht Lexus UX 250h 4x4 Fahrbericht Lexus UX 250h 4x4 Fahrbericht 29 Bilder

Lexus will endlich auch in Europa den Durchbruch schaffen. Den Weg dorthin soll ein neues Kompakt-SUV ebnen. Chancen dazu hat der Lexus UX 250h durchaus. Wir waren mit dem luxuriösen Crossover unterwegs.

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Die deutsche Dieseldebatte und der SUV-Boom spielen Toyota derzeit in die Hände, die Marke verzeichnet zweistellige Zuwachsraten. Zu verdanken ist das der weit über das Modellprogramm aufgefächerten Hybrid-Technik, ein Hybrid-Anteil nahe 90 Prozent zum Beispiel beim Toyota C-HR spricht eine deutliche Sprache. Das erfolgreiche Kompakt-SUV, bei uns derzeit nach Aygo und Yaris der meistverkaufte Toyota überhaupt, markiert auch das Revier, in dem nun Toyotas Nobelmarke Lexus auf die Jagd gehen will.

Lexus UX 250h 4x4 Fahrbericht Foto: Lexus
Die Verarbeitung im Innenraum ist von hoher Güte.

Lexus UX soll Verkaufserfolg werden

Die Europazentrale verspricht sich viel vom neuen UX, der 4,5-Meter-SUV soll der Marke mit angepeilten 25.000 Verkäufen in Westeuropa endlich aus der Nische helfen. Die Zutaten dazu lassen dieses Vorhaben nicht all zu vermessen erscheinen. Zwei komplett neu entwickelte Motoren stehen für den UX zur Verfügung, wobei – wenig verwunderlich – die hybridisierte Variante die Hauptrolle spielen soll. Der langhubig ausgelegte Zweiliter-Benziner, Toyota-typisch ein Saugmotor, kommt in der reinen Verbrenner-Variante im UX 200 auf 171 PS, beim Hybrid UX 250h sind es 146 PS. Dennoch ist der Hybrid munterer. In der Frontantriebs- und der Allradversion sorgen die E-Motoren für eine Systemleistung von insgesamt 178 PS. In dieser Allradvariante, bei der ein weiterer in das Hinterachsdifferential integrierter E-Motor bei wenig haftstarkem Untergrund und dynamisierter Fahrweise für zusätzliche Traktion sorgt, konnten wir den neuen Lexus auch erstmals fahren.

Der UX kommt auffällig gedrungen daher, vor allem die niedrige Gesamthöhe fällt dabei auf. Große Welle dagegen beim Interieurdesign, wo die japanische Kreativ-Abteilung ganze Arbeit geleistet hat. Das tadellose Finish entspricht dem Markenanspruch, einzelne Detaillösungen wie das Querformat-Infodisplay mit integrierter Analoguhr oder die zwei aus dem Armaturenträger herausragenden Drehregler muss man auf sich wirken lassen, um eventuell später den tieferen Sinn zu entdecken.

Ganz neuer Hybridmotor im Lexus UX

Nicht nur der Motor, auch das Hybridgetriebe des UX250h ist neu im Toyota-Universum. Kompakter, leichter und mit höher drehendem Elektromotor lassen sich wahlweise Schaltstufen simulieren, gleichzeitig erlaubt eine neue Abstimmung der Elektrounterstützung reduzierte Drehzahlen bei der Beschleunigung. Das funktioniert in der Praxis beispielsweise verglichen mit dem Hybridstrang des CT200h tatsächlich gut, auch bei festerem Beschleunigungswunsch gibt es keine übertriebenen Jubelarien des Benziners.

Lexus UX 250h 4x4 Fahrbericht Foto: Lexus
Im Lexus UX kommt ein neu entwickelter Hybrid-Antriebsstrang zum Einsatz.

Speziell im Vergleich zum erwähnten 1,8er Hybrid, der auch den Toyota C-HR mit überschaubarer Längsdynamik versorgt, ist der Antritt des neuen Systems durchaus beachtlich. Die elektrische Unterstützung ist als Zusatzdruck spürbar, sowohl beim Spurt aus dem Stand als auch bei Überholvorgängen kommt nun tatsächlich eine ordentliche Prise Sportlichkeit auf.

Das kann der UX mit einem für SUV-Verhältnisse überzeugenden Handling und einer direkten, präzisen Lenkung auch ansonsten gut umsetzen. Die Fahrwerksabstimmung, verbindlich mit Tendenz zur Kernigkeit, fühlt sich ein bisschen nach BMW an. Wohl auch gewollt so: Der X1 gehört zu den erklärten Gegnern. Das dürfte auch preislich gelten, wo wir den neuen Lexus UX 250h zwischen dem CT200h und dem NX300h verorten. Dementsprechend tippen wir auf rund 34.000 Euro Basispreis. Die exakten Preise werden zum Marktstart im Oktober genannt.

Fazit

Der Lexus UX 250h passt konzeptionell gut nach Europa, das auch Hauptabsatzmarkt werden soll. Die Fahrleistungen sind für sich betrachtet völlig ausreichend, gegen die Power-Verbrenner der Premium-Konkurrenz jedoch unterlegen. Dafür ist der UX extrem sparsam und wohl auch in ferner Zukunft von keinem Fahrverbot bedroht. Verarbeitung und Ausstattungslevel der Vorserien-Testfahrzeuge waren auf Top-Level.

Neuester Kommentar

schon übelst wenn man nur am Lenkrad erkennen kann das es ein Fahrzeug ist.

Niemandsland 28. Februar 2018, 07:34 Uhr
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