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Abrechnungspanne bei Lkw-Maut

Millionen-Verlust belastet Dobrindt

Maut Foto: Archiv

Weil die Lkw-Maut mit privaten Autobahnbetreibern falsch abgerechnet wurde, entgingen dem Bund Millionen-Einnahmen. Der Grund ist laut ein Fehler im Abrechnungssystem, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

11.09.2017 Uli Baumann, Andreas Of

Ein Abrechnungsfehler bei der Lkw-Maut kostet den Bund vermutlich einen zweistelligen Millionenbetrag. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kann „das Abrechnungssystem nicht zwischen kleinen 7,5-Tonnen- und großen Zwölf-Tonnen-Lkw unterscheiden“. Seit Anfang 2005 müssen Lkw über 12 Tonnen auf deutschen Autobahnen Maut bezahlen, seit Oktober 2015 auch Lkw ab 7,5 Tonnen.

Technikpanne bei der Maut kostet Millionen

Private Autobahnbetreiber, die für den Bau von Autobahnen über die Lkw-Maut entlohnt werden, sollten die Gebühren von Lkw ab 12 Tonnen bekommen. Abgerechnet worden seien jedoch auch die Maut-Einnahmen von kleineren Lkw. Das Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt (CSU) habe Probleme bestätigt. Laut einem Ministeriumssprecher würden Vergütungen nur unter Vorbehalt gezahlt, so der Bericht der Süddeutschen Zeitung. Rückforderungen aus Berlin lehnten die meisten Betreiber jedoch ab – sie verwiesen auf die Verantwortung des Bundes, korrekt abzurechnen. Der hatte es laut Zeitungsbericht versäumt, die Hunderttausende kleinere Lkw auch technisch ausweisen zu lassen.

Bundesstraßenmaut startet 2018

Die Lkw-Maut soll zum 1. Juli 2018 auf alle Bundestraßen ausgeweitet werden. Das sind rund 40.000 zusätzliche mautpflichtige Kilometer. Der Betrieb der Lkw-Maut ab September 2018 wird europaweit ausgeschrieben.

Zurzeit wird die Lkw-Maut auf rund 13.000 Kilometern Bundesautobahnen und rund 2.300 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen erhoben. Bereits seit dem 1. Oktober 2015 gilt die Mautpflicht auch für Lkw zwischen 7,5 und 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

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