Lotus

Der Adler ist gelandet

Foto: Lotus 22 Bilder

Update ++ mehr Bilder ++ Satte 13 Jahre ließ sich Lotus Zeit, ein völlig neues Modell auf die Räder zu stellen. Auf der London Motor Show Mitte Juli ist es endlich soweit. Die Briten präsentieren mit dem 2+2-Sitzer unter dem Projektnamen Eagle einen neuen Sportler.

Wie alle Lotus-Modelle der jüngerer Vergangenheit, die auf dem Aluchassis der Elise aufbauten, so trägt auch der Eagle ein Grundgerüst aus Aluminium kombiniert mit einem Stahlrohrkäfig unter seiner Karosse. Diese wurde zwar von Russell Carr komplett neu gezeichnet, erinnert jedoch stark an eine gestreckte Elise. 

Um trotz Mittelmotorbauweise Platz für die zwei Notzsitze im Fond zu schaffen, legte das Chassis in der Länge zu. Deutlich zugelegt hat auch der vordere Überhang, der mit seinem großen Maul ausreichend Kühlluft inhalieren soll. Die flach stehende Windschutzscheibe zieht sich weit bis in die Flanken, die Belüftungsschächte für den Motorraum wanderten auf Höhe der Gürtellinie. Am knackig kurzen Heck sorgen ein großer, feststehender Spoiler und ein Diffusor für Abtrieb.

280 PS-V6 von Toyota

Im Motorraum vor der Hinterachse arbeitet wieder ein Aggregat von Toyota. Statt wie bisher vier dürfen es im Eagle aber sechs Zylinder sein. Der 3,5-Liter-V6 leistet nach der Anpassung durch Lotus 280 PS. Ausreichend, um den Eagle in knapp fünf Sekunden von Null auf 100 km/h zu beschleunigen. Als Höchstgeschwindigkeit werden rund 260 km/h genannt.

Zur Serienausstattung zählen zudem ABS, ESP und eine Traktionskontrolle. Für Komfort sorgen im Sportambiente mit Lederschalensitzen eine Klimaanlage sowie ein Audio- und Navigationssystem mit Touchscreen. Auf den Notsitzen im Fond können Kindersitze per Isofix befestigt werden und der Kofferraum soll sogar eine Golfausrüstung fassen.

Ausgeliefert werden soll der Eagle, von dem jährlich 2.000 Fahrzeuge in Handarbeit aufgelegt werden sollen, ab Frühjahr 2009. Zu haben sein wird er als 2+2-Sitzer oder als reiner Zweisitzer. Später soll noch ein Cabrio und eine Supersportvariante folgen. Preise wurden allerdings noch nicht genannt.

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