Lyft bereitet wohl Deutschlandstart vor

Neues Ridesharing-Angebot in Berlin?

02/2018, Lyft Foto: Lyft

Neben Uber ist auch Lyft ein sehr erfolgreicher Fahrdienstvermittler in den USA. Jetzt plant das Unternehmen wohl eine Expansion nach Deutschland und einen Marktstart in Berlin.

Wer über Fahrdienstvermittler als Alternative zum klassischen Taxi spricht, denkt meist an Uber. Aber es gibt auch andere erfolgreiche Unternehmen und Marken in diesem Sektor. Eine davon ist Lyft. Drei Jahre nach Uber wurde Lyft 2012 in San Francisco gegründet. Mittlerweile sind in über 300 Städten der USA und in Kanada Fahrer im Auftrag von Lyft unterwegs.

Jetzt scheint man eine Expansion außerhalb der USA vorzubereiten. Die deutsche Hauptstadt Berlin ist hierbei im Fokus der Lyft-Manager Wie das Onlineportal Gründerszene berichtet, „sind dem Berliner Senat insgesamt fünf Anbieter von Ridesharing-Diensten bekannt“. Dazu zählen Uber, Blablacar, Allygator, Clevershuttle und das noch vor dem Markteintritt stehende Lyft.

Neues Entwicklungsbüro in München

In München hat Lyft jüngst sein erstes europäisches Büro eröffnet. Hier möchte man hochauflösende Navigationskarten für selbstfahrende Autos entwickeln. Der Verzicht auf Fahrer ist für Fahrdienstvermittler eine gute Zukunftsaussicht, denn mit autonomen Autos lässt sich natürlich wesentlich mehr Geld verdienen. Nicht nur der Lohn des Fahrers fällt weg, ein Auto muss auch keine Ruhezeiten einhalten oder schlafen – nur dann, wenn die Batterie eines elektrischen Wagens nachgeladen werden muss.

Proteste von Taxifahrern

Deutschland ist ein schwieriger Markt für die neuen Anbieter von Fahrdiensten, Proteste der Taxifahrer und ihrer Gewerkschaften überschatten die Versuche, hierzulande Fuß zu fassen. Die Branche fürchtet um ihre Jobs. Durch das Geschäftsmodell der Ridesharing-Anbieter, auf einer gleichen Strecke auch weitere Fahrgäste ins Auto zusteigen zu lassen, sinken die Kosten für den einzelnen Kunden, was das Taxi zur wesentlich teureren Alternative macht.

Privatpersonen als Fahrer dürfen in Deutschland aufgrund der Rechtslage keine Passagiere gegen Entgelt mitnehmen. Das Personenbeförderungsgesetz sieht Prüfungen und unter anderem einen Ortskunde-Test vor.

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