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Russe steigt aus

Der russische Milliardär Oleg Deripaska hat angesichts der Kreditkrise seine Beteiligung am kanadischen Autozulieferer Magna abgegeben. Magna teilte den Ausstieg des angeblich reichsten Russen am Freitag (3.10.) mit.

Deripaska hatte vor einem Jahr für rund 1,5 Milliarden Dollar einen Anteil von 20 Prozent an Magna erworben. Für den russischen Milliardär, der auch Anteile an den Baukonzernen Hochtief und Strabag hält, war die Magna-Beteiligung ein Parade-Investment im Westen.

Nach Darstellung von US-Medien hängt Deripaskas Ausstieg bei Magna direkt mit der Finanzmarktkrise zusammen. Er habe die Aktien als Sicherheit für Kredite hinterlegt, mit denen der Kauf bezahlt worden sei, berichtete das "Wall Street Journal". Mit dem Fall der Magna-Aktienkurse in den vergangenen Monaten hätten die Geldgeber nach einer Aufstockung der Sicherheiten verlangt. Der Chef von Deripaskas Autogeschäft, Erik Eberhardson, sagte der Zeitung, man wolle sich auf Investitionen in Russland konzentrieren. Ein Sprecher von Deripaskas Holdinggesellschaft Basic Element betonte, der Konzern habe keine finanziellen Probleme. Es gehe darum, das Kreditportfolio angesichts der Finanzmarktkrise zu optimieren.

Das Vermögen von Deripaska, dem auch der Aluminium-Konzern RusAl gehört, war in der jüngsten Milliardärs-Liste des US-Magazins "Forbes" im Mai auf 28 Milliarden Dollar geschätzt worden. Er galt damit als reichster Russe und kam in der weltweiten Rangliste auf Platz neun. Die aktuelle Finanzmarktkrise hat jedoch zu teilweise drastischen Kursverlusten geführt und das dürfte auch die nächste "Forbes"-Liste beeinflussen.

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