Mahle-Werker protestieren

Mehrere Tausend Beschäftigte des Autozulieferers Mahle haben am Mittwoch (2.3.) in Stuttgart gegen den drastischen Sparkurs des Unternehmens protestiert.

Nach Angaben der IG Metall reisten rund 3.500 Beschäftigte von 16 deutschen Standorten zur Hauptverwaltung des Kolbenherstellers in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Die Mitarbeiter machten ihrem Ärger über die so genannte "Liste der Grausamkeiten" lautstark Luft. Vorgesehen sind der Abbau von 600 Stellen, ein Einkommensverzicht in Höhe von 15 Prozent und weitere Sparmaßnahmen.

"In diesem Land gibt es nur noch zwei Konstanten: Steigende Renditen und steigende Arbeitslosigkeit", rief IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann den Demonstranten zu. Er bezog sich damit auf das Ziel des Mahle-Managements, die Kapitalrendite mit Hilfe der Kostensenkungen auf 17 Prozent zu erhöhen. Der Gewerkschaft zufolge sollen die Gespräche zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung in der kommenden Woche fortgesetzt werden, ein Arbeitskampf steht zunächst nicht zur Diskussion.

Das Mahle-Management will bis zum Jahr 2007 die Personalkosten um 50 Millionen Euro senken. Im Gegenzug sollen Arbeitsplätze und Standorte über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für alle deutschen Werke bis Ende 2008 gesichert werden. Der Betriebsrat fordert eine Standortsicherung bis 2012 mit konkreten Perspektiven für einzelne Produktionsstätten und stellte Einsparungen von 20 Millionen Euro in Aussicht. Dies lehnte Mahle in einer Stellungnahme am Dienstag bereits ab. Der Autozulieferer zählt zu den größten Unternehmen der Branche und beschäftigt in Deutschland 9.400 Mitarbeiter. Weltweit sind es knapp 34.000.

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