Mahle will sparen

Der Stuttgarter Autozulieferer Mahle will in den Gesprächen mit Betriebsrat und IG Metall eine 15-prozentige Senkung der Lohn- und Gehaltskosten in den nächsten zwei bis drei Jahren erreichen.

"Wir verdienen in Deutschland kein Geld und tun uns schwer mit der Beschäftigung an den Standorten Bad Homburg, Lorch, Markgröningen und Alzenau", sagte Mahle-Chef Heinz K. Junker den "Stuttgarter Nachrichten". Junker verwies auf die hohen Lohnkostenunterschiede zu ausländischen Standorten des Konzerns. In seinem polnischen Werk mache Mahle zum Beispiel gute Gewinne: "Dass es große Produktivitätsunterschiede zu Deutschland gibt, ist ein Ammenmärchen. Wir haben die gleichen Anlagen im Ausland wie im Inland."

Der Mahle-Chef signalisierte seine Bereitschaft, eine Garantie für den Erhalt der deutschen Standorte abzugeben: "Wir haben keine Pläne zur Schließung in der Schublade." Für das laufende Geschäftsjahr geht Junker von einem Umsatzwachstum von rund 15 Prozent aus - falls der Dollar nicht noch "völlig verrückt spiele" bis zum Jahresende. Das Plus werde sich auch im Ergebnis niederschlagen. Mahle hatte 2003 einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro erzielt. Wachstumstreiber seien das Nutzfahrzeuggeschäft und die Märkte in Asien und Südamerika.

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