MAN

Kein erhöhtes MTU-Angebot

Foto: MTU

Der Münchner Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN hat nach eigenen Angaben sein Angebot für den Friedrichshafener Dieselmotorenbauer MTU nicht erhöht. "Das dementieren wir", sagte ein MAN-Sprecher am Donnerstag (10.11.).

Die "Stuttgarter Zeitung" schreibt in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Verhandlungskreise, MAN habe das Angebot um 200 Millionen Euro auf jetzt 1,3 Milliarden Euro erhöht.

"Wir haben nie eine Zahl genannt", sagte der Sprecher. Insbesondere sei die Summe von 1,1 Milliarden Euro nie bestätigt worden. Zudem wäre ein Angebot zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, da sich MAN gerade in der Phase der Buchprüfung (Due Diligence) befinde. Der richtige Zeitpunkt für ein Gebot sei der Abschluss dieses Verfahrens. Das sei wahrscheinlich noch im laufenden Monat der Fall.

Die "Stuttgarter Zeitung" schreibt, MAN habe sich nach einer Präsentation seines Konzeptes optimistisch gezeigt, den Dieselmotorenhersteller erwerben zu können. Weitere Kaufinteressenten von der zu Daimler-Chrysler gehörenden MTU sind die zur schwedischen Wallenberg-Gruppe zählende EQT und der US- Finanzinvestor KKR (Kohlberg, Kravis and Roberts) zusammen mit einem Partner aus Dubai.

Nach den Informationen der "Stuttgarter Zeitung" hat MAN vor der MTU-Geschäftsführung, Daimler-Chrysler-Managern und dem MTU- Betriebsrat sein Strategiekonzept "Projekt Lindau" in überarbeiteter Form vorgestellt. Dabei seien Befürchtungen zerstreut worden, wonach es bei einer Übernahme durch MAN zu einem umfangreichen Abbau von Arbeitsplätzen am Bodensee kommen könnte. Ein Zusammenschluss würde danach lediglich die Streichung von etwa hundert Stellen in der Verwaltung zur Folge haben, hieß es.

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