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Mann + Hummel Feinstaubfresser

Mit Filtern in den Feldversuch

Mann + Hummel Feinstaubfresser Foto: Mann + Hummel

Filterspezialist Mann + Hummel aus Ludwigsburg sucht Mittel und Wege die Feinstaubbelastung zu senken. Jetzt wurde für einen Feldversuch ein Forschungsfahrzeug mit spezieller Filtertechnik aufgebaut – der Feinstaubfresser.

14.08.2017 Uli Baumann 5 Kommentare

Weil hohe Feinstaubbelastungen mit Gesundheitsrisiken und künftig vermutlich auch Fahrverboten Hand in Hand gehen, verstärkt der Filtrationsspezialist Mann + Hummel aus Ludwigsburg seine Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet

Dachfilter frisst Feinstaub

Für einen entsprechenden Feldversuch hat das Unternehmen jetzt den Feinstaubfresser aufgebaut. Das Versuchsfahrzeug ist mit drei Filter-Anwendungen ausgestattet, die zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen sollen. Ein auf dem Dach des Pkws installierter Filter scheidet Feinstaub aus der Umgebungsluft ab. Das auf dem Dach des Versuchsfahrzeuges verbaute Filterelement soll durch seinen besonders niedrigen Strömungswiderstand einen optimalen Luftdurchsatz, bei gleichzeitig exzellenter Abscheidewirkung ermöglichen. Computersimulationen hätten gezeigt, dass die Gesamtfeinstaubbilanz des Fahrzeuges wesentlich verbessert werden kann. Durch den Einsatz des Feinstaubfilters wird der Feinstaubausstoß des Fahrzeuges um etwa die Menge an Feinstaubemissionen gesenkt, die bei der Kraftstoffverbrennung entsteht.

Die Insassen des Feinstaubfressers werden durch einen speziellen Innenraumluftfilter geschützt. Im Testfahrzeug kommt dazu ein neu entwickelter Innenraumluftfilter zum Einsatz. Die verwendete Aktivkohlemischung des Filters weist einen sehr hohen Abscheidegrad für die giftigen Stickoxide (NOx) und weitere Schadgase auf. Die innovative Beschichtung des Filters bindet zuverlässig hohe Mengen an Ammoniak, während feinste Nanofasern im Inneren besten Schutz vor Feinstaub und Pollen bieten.

Filter sammelt Bremsstaub ein

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Zudem soll ein neu entwickelter Bremsstaubpartikelfilter an der Bremsanlage die Abgabe von Feinstaub an die Umgebung verhindern. Ein in unmittelbarer Nähe der Bremssättel montierter Filter soll eine Abgabe von Feinstaub an die Umgebung direkt an der Entstehungsquelle. Dies ist besonders wichtig, da beim Bremsvorgang im Stadtverkehr um ein Vielfaches mehr Feinstaub entsteht als durch Abgase. Über 90% des Bremsstaubes sind zudem feine Partikel, die sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Der neue Bremsstaubfilter kann bei allen Antriebsarten vom E-Fahrzeug über das Hybridfahrzeug bis hin zum klassischen Benzin- und Dieselfahrzeug zum Einsatz kommen.

Seine Testrunden im Rahmen des Feldversuchs wird der optisch auffällige Feinstaubfresser, der auf einem VW Passat Variant aufbaut, im Raum Stuttgart drehen.

Etwa 47.000 Menschen in Deutschland sterben nach Schätzungen der WHO jährlich durch Feinstaub. Die Stadt Stuttgart ist mittlerweile überregional für ihren Feinstaubalarm bekannt. Waren es im Jahr 2016 noch 59 Tage an denen der Alarm ausgerufen wurde, kam die baden-württembergische Landeshauptstadt im Jahr 2017 bereits in den Monaten Januar bis April auf 48 Tage, an denen Feinstaubalarm galt.

Neuester Kommentar

@naja...

Ich sehe auch im Elektroauto keine nachhaltige Lösung. Solange PM 0,1 nicht statistisch berücksichtigt wird. Obendrein gilt es nicht nur die Partikelanzahl je cbm zu erfassen, sondern auch die Oberflächenbeschaffenheit und stoffliche Quelle der Partikel zu untersuchen. Grobes Bsp. biogene Stoffe sind sicherlich anders zu bewerten als anthropogene, erfasst wird die Summe. Fehlende Wissenslücken in diesem Bereich sind durch intensive Forschung zu schließen ... und bitte die präventive kritische Forschung, keine Lobbyforschung die Umsätze für Konzerne versprechen.

Neben Fahrzeugen gibt es noch viele andere Bereiche. Die Menschen in den Großstädten leiden aber akut unter den Emissionen durch das hohe Verkehrsaufkommen.

Schlönske 17. August 2017, 09:46 Uhr
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