Mann + Hummel Feinstaubfresser

Filter erfolgreich getestet

Mann + Hummel Feinstaubfresser Foto: Mann + Hummel

Filterspezialist Mann + Hummel aus Ludwigsburg sucht Mittel und Wege die Feinstaubbelastung zu senken. Der Feldversuch hat gezeigt: mit dem Feinstaubfresser wird die Stadtluft sogar sauberer.

Weil hohe Feinstaubbelastungen mit Gesundheitsrisiken und künftig vermutlich auch Fahrverboten Hand in Hand gehen, verstärkt der Filtrationsspezialist Mann + Hummel aus Ludwigsburg seine Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet

Dachfilter frisst Feinstaub

Für einen entsprechenden Feldversuch hat das Unternehmen jetzt den Feinstaubfresser aufgebaut. Das Versuchsfahrzeug ist mit drei Filter-Anwendungen ausgestattet, die zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen sollen. Ein auf dem Dach des Pkws installierter Filter scheidet Feinstaub aus der Umgebungsluft ab. Das auf dem Dach des Versuchsfahrzeuges verbaute Filterelement soll durch seinen besonders niedrigen Strömungswiderstand einen optimalen Luftdurchsatz, bei gleichzeitig exzellenter Abscheidewirkung ermöglichen. Computersimulationen hätten gezeigt, dass die Gesamtfeinstaubbilanz des Fahrzeuges wesentlich verbessert werden kann. Durch den Einsatz des Feinstaubfilters wird der Feinstaubausstoß des Fahrzeuges um etwa die Menge an Feinstaubemissionen gesenkt, die bei der Kraftstoffverbrennung entsteht.

Die Insassen des Feinstaubfressers werden durch einen speziellen Innenraumluftfilter geschützt. Im Testfahrzeug kommt dazu ein neu entwickelter Innenraumluftfilter zum Einsatz. Die verwendete Aktivkohlemischung des Filters weist einen sehr hohen Abscheidegrad für die giftigen Stickoxide (NOx) und weitere Schadgase auf. Die innovative Beschichtung des Filters bindet zuverlässig hohe Mengen an Ammoniak, während feinste Nanofasern im Inneren besten Schutz vor Feinstaub und Pollen bieten.

Filter sammelt Bremsstaub ein

Zudem soll ein neu entwickelter Bremsstaubpartikelfilter an der Bremsanlage die Abgabe von Feinstaub an die Umgebung verhindern. Ein in unmittelbarer Nähe der Bremssättel montierter Filter soll eine Abgabe von Feinstaub an die Umgebung direkt an der Entstehungsquelle. Dies ist besonders wichtig, da beim Bremsvorgang im Stadtverkehr um ein Vielfaches mehr Feinstaub entsteht als durch Abgase. Über 90% des Bremsstaubes sind zudem feine Partikel, die sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Der neue Bremsstaubfilter kann bei allen Antriebsarten vom E-Fahrzeug über das Hybridfahrzeug bis hin zum klassischen Benzin- und Dieselfahrzeug zum Einsatz kommen.

Die Stadtluft wird gereinigt

Die Testfahrten des Feinstaubfressers fanden, unter anderem mit umgebauten VW Passat Variant, in Deutschland, Indien und China statt. Dabei will das Unternehmen herausgefunden haben, dass im Stadtverkehr mit hoher Feinstaubbelastung durch den Filter mehr Feinstaub aus der Luft eingesammelt wird, als ein Auto mit modernem Verbrennungsmotor ausstößt.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover und auf der Messe Automechanika zeigt Mann + Hummel die Filtertechnologie erneut. SAF-HOLLAND, ein luxemburgischer Produzent von Lkw-Zubehör und Spezialfahrzeugteilen, testet den Feinstaubfresser zusammen mit einer elektrifizierten Antriebsache. Gerade große Lkw bieten ausreichend Raum für die Monate der Technik, zum Beispiel auf dem Fahrerhaus.

Neuester Kommentar

@naja...

Ich sehe auch im Elektroauto keine nachhaltige Lösung. Solange PM 0,1 nicht statistisch berücksichtigt wird. Obendrein gilt es nicht nur die Partikelanzahl je cbm zu erfassen, sondern auch die Oberflächenbeschaffenheit und stoffliche Quelle der Partikel zu untersuchen. Grobes Bsp. biogene Stoffe sind sicherlich anders zu bewerten als anthropogene, erfasst wird die Summe. Fehlende Wissenslücken in diesem Bereich sind durch intensive Forschung zu schließen ... und bitte die präventive kritische Forschung, keine Lobbyforschung die Umsätze für Konzerne versprechen.

Neben Fahrzeugen gibt es noch viele andere Bereiche. Die Menschen in den Großstädten leiden aber akut unter den Emissionen durch das hohe Verkehrsaufkommen.

Schlönske 17. August 2017, 09:46 Uhr
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