Marussia B1 - russischer Supersportler

Russen-Flunder mit V6-Cosworth-Motor

Foto: Marussia 25 Bilder

Er heißt Marussia B1 und gehört in die Kategorie Supersportwagen. Anders als viele seiner Artgenossen stammt der Marussia aber nicht aus dem sonnigen Süden, sondern wurde in Russland entwickelt und wird in Moskau gebaut.

Rund 100.000 Euro ruft die Marussia Motors Company mit Sitz in Moskau für den Marussia B1 als Grundpreis auf. Erstmals auf der IAA in Frankfurt präsentiert. sollen schon 17 angezahlte Vorbestellungen für den exotischen Supersportwagen vorliegen. Der Kopf hinter dem Marussia B1 ist der ehemalige FIA GT- und LeMans-Rennfahrer Nikolai Fomenko.

Marussia B1: Der V6 wurde mit Cosworth entwickelt

Der Marussia B1 setzt auf ein Monocoque aus Aluminium, das einen 3,5-Liter-V6-Motor in Mittelmotorbauweise aufnimmt. Dieser soll von Marussia in Zusammenarbeit mit der britischen Motorenschmiede Cosworth entwickelt worden sein. Als Sauger kommt er auf eine Leistung von 300 PS und stellt bei 3.600 Touren 330 Nm Drehmoment bereit. Keine Extremwerte, aber in Verbindung mit einem Gewicht von nur 1.100 Kilogramm soll der Marussia B1 dennoch beeindruckende Fahrleistungen ermöglichen.

Für den Standardsprint gibt Marussia unter fünf Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit soll deutlich über 250 km/h liegen. Die Kraftübertragung an die Hinterräder übernimmt dabei eine Sechsgangautomatik.

Beim Design lehnt sich der 4,63 Meter lange, zwei Meter breite und 1,10 Meter hohe Marussia B1 an klassische Vorbilder wie den McLaren F1 und den Artega GT an. 20 Zoll große Räder mit 245/35er Pneus vorne und 285/35er Reifen an der Hinterachse lassen den Russen-Sportler satt auftreten.

Ausbau der Modellpalette geplant

Im Interieur des Zweisitzers dominiert Leder das Ambiente. Die Armaturentafel ist mit drei großflächigen Monitoren ausgelegt, die alle Anzeigen, nahezu alle Bedienelemente und das Bild der Rückfahrkamera bündeln. Das Lenkrad kommt nahezu viereckig daher, auf der Mittelkonsole finden sich neben dem Wählhebel nur einige weitere Schalter und Knöpfe. Für satten Multimediagenuss sollen ein Soundsystem und ein integrierter PC mit Radio- und TV-Funktion, Internetzugang und riesiger Festplatte sorgen.

Wer aber weniger auf Sportwagen, sondern eher auf kräftige SUV steht, soll in naher Zukunft ebenfalls bei Marussia fündig werden. Denn neben einer Rennversion des B1 entwickeln die Russen bereits ein hochbeiniges Crossovermodell. Zudem wird an Front- und Heckmotorversionen der bestehenden Plattform gearbeitet.

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