Maserati A8 GCS Berlinetta Touring

Ein Comeback

Foto: Eberhard Kittler 21 Bilder

Eigentlich gilt die italienische Karosseriefirma Touring als tot, mausetot. Berühmt geworden ist sie durch ihre innovativen Leichtbaukonstruktionen (Superleggera). 1966 musste sie schließen, letztes Unikat war der Lamborghini Flying Star.

Es wäre schade gewesen, es dabei zu belassen, mag sich ein Kreis von Liebhabern und Enthusiasten um den Holländer Paul Koot gedacht haben - er suchte und fand eine international bestückte Mannschaft, mit der er das Comeback der Marke einleitete.

Carrozzeria Touring Superleggera SrI in Rozzano bei Mailand gehört zu Zeta Europe, einem Mischkonzern, der die Markenrechte an dem Felgenhersteller Borani, an Touring und an der Carrozzeria Granturismo innehat.

Überraschung Maserati A8 GCS Berlinetta

Auf dem Genfer Automobilsalon 2008 wurde der Bellagio Fastback Touring gezeigt - mit freundlicher Unterstützung von Maserati: Das zu Fiat gehörende Unternehmen stellte einen Quattroporte bereit, der zum fahrbereiten Shooting-Brake-Edelkombi umkarossiert wurde. Maserati erwägt inzwischen, dieses Auto zu bauen; preislich dürfte es rund 10.000 Euro über der Quattroporte Limousine liegen. Die Entscheidung soll im zweiten Halbjahr fallen.

Eine weitere Überraschung wurde am 27. April während des Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See enthüllt: Touring debütierte hier mit der Maserati A8 GCS Berlinetta, wunderschön geformt vom jungen belgischen Chefdesigner Louis de Fabribeckers. Das 4,15 Meter kurze Showcar nutzt die Plattform des GT. Der Radstand beträgt 2,50 Meter. Das 2+2-sitzige Coupé soll künftig einen tief hinter der Vorderachse positionierten 4,7-Liter-V8 mit Trockensumpfschmierung und das Transaxlegetriebe bekommen. Dank des von Professor Frank Hermann (FH Köln) konstruierten Alu-Gitterrohrrahmens wiegt das Auto nicht mehr als 1.150 kg. Fahrbereit ist es allerdings noch nicht, zu sehen war lediglich eine Designstudie."

Premiere in Genf 2009

Binnen eines Jahres", so Vorstandschef Koot, "können wir mit der Kleinserienproduktion beginnen. Auf dem Genfer Salon 2009 werden wir die Serienversion präsentieren." Vermutlich sitzt das in einer Stückzahl von maximal 15 Exemplaren geplante Coupé dann auf der Bodengruppe des Alfa 8C, die erklärtermaßen auch für andere Fahrzeuge aus dem Fiat-Umfeld zur Verfügung stehen wird. Produziert würde die Berlinetta bei Carrozzeria Granturismo in Mailand (Lackierung) und in einem Zweigbetrieb in Turin (Montage).

Die 19-Zoll-Räder des A8 GCS sind spezielle Borani-Konstruktionen mit Stahlspeichen und Alu-Felgenkranz. Damit stehen erstmals wieder klassische Drahtspeichenräder zur Verfügung, die auch bei hoher Beanspruchung sicher bleiben sollen. "Leichtbau wird unsere Thema bleiben", beteuert Paul Koot. Und lässt durchblicken, dass er sich sogar Renneinsätze nach GT2-Reglement vorstellen könnte. Alles hängt davon ab, ob sich genügend Kunden finden. Maserati jedenfalls ist gewillt, die wiederbelebte Firma Touring weiterhin zu unterstützen.

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