Maybach Exelero

Image ist alles

Foto: Fulda 7 Bilder

Image-Kampagnen hat es schon viele und spektakuläre gegeben - aber fast keine kam so beeindruckend daher, wie der 700 PS starke Maybach Exelero, der im Auftrag von Reifenhersteller Fulda für seinen neuen Hochleistungsreifen entstand.

Was das Werk den betuchten Kunden bislang vorenthält, hat Reifenhersteller Fulda auf die hauseigenen Extrem-Breitreifen gestellt. Die Luxuslimousine Maybach als Coupé. Seine Initialzündung erfuhr diese Image-Kampagne beim Blick ins Archiv der Goodyear-Tochter. Schon 1939 ließ sich der Konzern einen Maybach als Versuchsauto für Reifentests umbauen. Der stromlinienförmige Maybach SW 38 lief mit seinem 140 PS starken Sechszylinder dauerhaft über 200 km/h.

Hohe Geschwindigkeit war auch ein Punkt im Lastenheft des neuen Maybach Coupé. Mindestens 350 km/h lautete die Vorgabe von Fulda-Chef Bernd J. Hoffmann.

Die Neuinterpretation des Maybach Coupés basiert auf einem Fahrgestell des Maybach 57 und wurde nach einem Entwurf von Designstudenten der Fachhochschule Pforzheim beim Prototypenbauer Stola in Italien verwirklicht. Bis auf die Form des Kühlers und das Markenemblem hat der 2,14 Meter breite und 1,39 Meter hohe Zweitürer daher mit der Limousine optisch nur noch wenig gemein.

Statt eines feudalen Passagierabteils besitzt der schwarz lackierte 5,89 Meter lange Wagen eine lange Motorhaube, eine kräftige Flanke mit Sidepipes, in der B-Säule platzierte Tankstutzen und ein weit nach hinten gesetztes Passagierabteil, das nur noch zwei Passagieren Platz bietet. Dazu gibt es scharf geschnittene Scheinwerfer, je fünf punktförmige Rückleuchten und ein aerodynamisch geformtes Heck. Die Kraftübertragung auf die Hinterreifen im Format 315/25 ZR 23 obliegt einer Fünfstufen-Automatik.

Angetrieben wird das Coupé wie die Limousine von einem Zwölfzylinder. Um die geforderte Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, wurde allerdings der Hubraum des Aggregats auf 5,9 Liter vergrößert. Zusätzliche Modifikationen an den beiden Turboladern steigern die Leistung auf 700 PS, das maximale Drehmoment erreicht 1.020 Nm. Damit beschleunigt das 2.660 Kilogramm schwere Coupé in 4,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wurde bei Testfahrten im italienischen Nardo mit 351,45 km/h gemessen.

Obwohl das Coupé laut Daimler-Chrysler zu Ende entwickelt worden ist und auch den Segen des TÜV hat, bleibt der Wagen ein unbezahlbares Einzelstück, liegen doch allein die Daimler-Chrysler-Entwicklungskosten bei fast zehn Millionen Euro.

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