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Mazda CX-3 (2018)

Faceliftmodell als Benziner und Diesel im Fahrbericht

Mazda verpasst seinem CX-3 ein kleines optisches und ein technisches Facelift. In Sachen Ausstattung rückt der kompakte SUV näher an seinen größeren Bruder CX-5 heran. Die Benziner kommen ohne Partikelfilter und der Diesel ohne SCR-Kat auf Euro 6d-Temp. Wir sind den großen Benziner und den hubraumvergrößerten Diesel gefahren.

Die markanteste Änderung im Außendesign ist der jetzt dank dickerer Chromstreben deutlich präsentere Grill. Hinzu kommen dezente Änderungen bei den Rückleuchten und den Verzierungen. Kunden können sich außerdem über die Sonderlackierung Magmarot Metallic sowie neu designte 18-Zoll-Aluminium–Räder freuen. Auch der Innenraum hält zahlreiche Verbesserungen bereit. Eine Mittelarmlehne zwischen den Vordersitzen wird über alle Ausstattungsvarianten hinweg serienmäßig sein, im Fond gibt es eine herunterklappbare Armlehne mit Becherhalter. In die Umstellung von einer Handbremse auf eine elektrische Feststellbremse schafft mehr Platz in der vorderen Mittelkonsole. Für einen Aufpreis von 300 Euro kommen Android Auto und Apple CarPlay ins Infotainment-System. Schall von außen halten von 6,5 auf sieben Millimeter verdickte Seitenscheiben, eine von 3,5 auf vier Millimeter verdickte Heckscheibe sowie eine verbesserte Schallisolierung im Dachhimmel fern.

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Im Zuge des CX-3-Facelifts neu gestalteter Grill.

Klar athletisch ausgelegt

Das Fahrwerk des CX-3 ist unverblümt straff und eignet sich somit für schnittige Kurvenfahrten. Während Federn und Dämpfer kleine Unebenheiten verschwinden lassen, machen sie längere Fahrten auf welligem Untergrund zu einer Rüttelpartie – Mazda hat sich hier eindeutig für Knackigkeit entschieden. Dazu passt die Lenkung, die mit wenig Spiel in der Mittellage und guter Rückmeldung Spaß macht.

Assistenzsysteme wie im CX-5

Müdigkeits-, Verkehrszeichen- und Fußgängererkennung gesellen sich zu den bereits bekannten Komponenten, die nun mit einer hochauflösenden Kamera zusammenarbeiten. In der höchsten Ausstattungslinie Sports-Line erhellt der CX-3 mit Matrix-LED-Licht die Nacht und hat ein SD-Navigationssystem.

Großer Saugbenziner sehr laufruhig

Durch eine ganze Reihe von innermotorischen Maßnahmen haben die Ingenieure die CX-3-Benziner auf die Abgasnorm Euro 6d-temp gebracht, ein Partikelfilter war nicht nötig. So gibt es einen erhöhten Einspritzdruck, Mehrlochinjektoren, Mehrfacheinspritzung, eine überarbeitete Kolbenform, optimierte Strömungsverhältnisse im Brennraum, verringerte Reibungsverluste und ein verbessertes Kühlsystem. Der 2,0-Liter-Saugbenziner mit 150 PS arbeitet sehr laufruhig und nach einer Gedenksekunde kümmert er sich auch liebevoll um eine ordentliche Beschleunigung. Die Verzögerung kommt wahrscheinlich durch die Sechsgang-Wandlerautomatik zustande, die ansonsten aber beinahe unmerklich schaltet und einen ausgezeichneten Job macht. Sämtliche Motoren sind wahlweise mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einer Sechsstufen-Automatik zu haben.

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Schaltet kaum merklich: Die optionale Sechsstufen-Automatik.

Hubraumgewinn beim Diesel für die Emissionsnorm

Der Diesel hat 300 Kubikzentimeter Hubraum hinzugewonnen. Damit einhergehend wurden Druck und Temperatur im Brennraum gesenkt, was das Erreichen der Euro-6d-Temp-Norm ohne den Einbau eines SCR-Abgasreinigungssystems ermöglichte – ein NOX-Speicherkatalysator ist ausreichend. Dies spart Gewicht und Geld, weil auch das Nachfüllen von Adblue entfällt. Die Hubraumvergrößerung hat keinen Einfluss auf das Drehmoment, das bleibt mit 270 Newtonmetern unverändert, aber die Leistung steigt auf 115 PS. Und das der Diesel auf niedrigere Emissionen getrimmt wurde, merkt der Fahrer: Trotz Kopplung an die gut führbare Sechsgang-Schaltung arbeitet er sich anfangs unwillig hoch, bei höheren Drehzahlen wirkt er etwas frischer und arbeitswilliger. Schaltfaules fahren ist ausgeschlossen, der Motor verlangt früh nach einem niedrigen Gang. Wer nicht ständig in den Gängen rühren möchte, lässt seinen Diesel gegen Aufpreis an die Automatik koppeln. Innermotorische Geräuschdämmungsmaßnahmen helfen, dem Diesel seine übelsten Vibrationen zu nehmen, aber er arbeitet wesentlich lauter als der Benziner.

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Knackig: Die manuelle Sechsgang-Schaltung.

Preise nur unwesentlich angehoben

Seit Mitte September 2018 ist der aufgefrischte Mazda CX-3 im Handel. Der Einstiegspreis von 17.990 Euro ändert sich nicht. Höhere Ausstattungen werden um 300 Euro teurer, für die höchste Ausstattung Sports-Line müssen 950 Euro mehr berappt werden, da dort jetzt unter anderem das Navi enthalten ist.

Fazit

Das Facelift des Mazda CX-3 zielt vor allen Dingen auf die Einhaltung der Abgasnorm Euro 6d-Temp ab, um den kompakten SUV aus Japan zukunftssicher zu machen. Die Änderungen außen sind dezent genug, damit Besitzer des Vorgängermodells nicht das Gefühl haben müssen, in einem alten Auto zu sitzen. Innen geht es moderat schicker zu und mehr Assistenten machen das Fahren sicherer.

Das knackige Fahrwerk und die gute Lenkung passen perfekt zum großen laufruhigen aber spritzigen Saug-Benziner, der sowohl mit der ebenfalls knackigen Handschaltung und der sauber schaltenden Automatik eine Empfehlung ist. Der hubraumvergrößerte Diesel braucht häufiges Runterschalten – komfortliebende Fahrer sollten hier zur Automatik greifen.

Dass sich trotz der vielen technischen Änderungen an den Motoren die Preise kaum ändern, sollte helfen, den CX-3 auf der Erfolgsspur halten, auf der er in Deutschland gerade unterwegs ist.

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