McLaren 600LT (2018)

Preis, Marktstart, technische Daten des Sportwagens

McLaren 600LT Foto: McLaren 18 Bilder

McLaren schlägt mit dem 600LT das nächste Kapitel seiner Longtail-Geschichte auf. Der V8-Mittelmotor-Sportwagen basiert auf dem 570S Coupé und konkurriert zum Beispiel mit Porsche 911 Turbo S. McLaren verspricht eine Leistung von 600 PS und ein Drehmoment von 620 Newtonmetern.

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Klar, ein neuer McLaren muss stärker, schneller, besser, leichter sein als seine Vorgänger. Allein schon aus Marketinggründen. Im Fall des neuen 600LT muss man das jedoch einschränken. Der Sportwagen soll der neue König in McLarens Sports Series sein. So nennt der Hersteller mit Sitz in Woking seine Einstiegsbaureihe. Der 600LT thront also über 570S (Coupé & Spider), 570GT und 540C. Jedoch nicht über 720S oder gar dem Senna.

Aerodynamik-Umbauten für McLaren 600LT

Der 600LT basiert auf dem 570S Coupé, streckt seine Karosserie jedoch um 7,4 Zentimeter mehr in die Länge, um seinem Namen gerecht zu werden. LT, dieses Kürzel steht für Longtail und beschriebt eine McLaren-Tradition, die 1997 mit dem F1 GTR Longtail startete und vor wenigen Jahren nach langer Zwischenpause mit dem 675LT fortgesetzt wurde.

McLaren Senna Fahrbericht
Extremer als der P1

Das 570S Coupé ist 4.530 Millimeter lang. Der 600LT, der wie alle McLaren auf einem Kohlefaser-Monocoque aufbaut, kommt auf 4.604 Millimeter. Die Briten verlängerten Frontsplitter und Diffusor, um mehr Anpressdruck zu erzeugen und passten außerdem die Seitenschweller an. McLaren spricht von rund einem Viertel Neuteile gegenüber der Ausgangsbasis. Dazu gehört auch ein feststehender Heckflügel, der optisch ebenso heraussticht wie die beiden Auspuffrohre, die zwischen Motorabdeckung und Flügel aus der Karosserie lugen. Sie blasen die heißen Abgase in einem solchen Winkel aus der Verkleidung, dass man den Eindruck gewinnt, der Auspuffstrahl könnte noch den Heckflügel streifen. Ein Trick nach Formel 1-Vorbild, um das verlängerte Hinterteil noch ein bisschen stärker auf die Straße zu pressen. Zuzutrauen wäre es den britischen Ingenieuren jedenfalls. Neue Aluquerlenker und steifere Stabilisatoren werden mit einer Tieferlegung um 8 mm kombiniert. Die vordere Spur wurde 10 mm breiter.

Das Auspuffsystem ist noch kürzer und extremer als beim McLaren Senna. McLaren will den Gegendruck reduziert haben, was der Motorleistung zugute kommt. Die Motoreningenieure optimierten auch das Kühlsystem des V8-Biturbo im Heck. Er einen Hubraum von 3,8 Litern und verglichen mit dem Triebwerk im 570S festere Motorlagern. Im Senna und im 720S ist hingegen schon der neue, auf vier Liter aufgebohrte V8 eingebaut.

In 2,9 Sekunden auf Tempo 100

McLaren verspricht einen Leistungssprung von 30 PS und 20 Newtonmeter gegenüber dem 570S Coupé. 600 PS und 620 Nm treffen im 600LT auf ein Trockengewicht von 1.247 Kilogramm. Dafür muss McLarens Spezialabteilung Dach und Dachgeländer aus Kohlefaser fertigen. Eine weitere Option sind die vorderen Radhäuser aus Kohlefaser mit Entlüftungskiemen. Ein 570S wiegt trocken 1.344 Kilogramm, also 97 Kilo mehr. Erinnern wir uns zurück an den McLaren 675LT, den sport auto zweimal testete. McLaren sprach damals von einer Gewichtsdiät von 100 Kilogramm gegenüber einem 650S. Beim ersten Test kamen davon nur 31 Kilogramm an. Beim zweiten immerhin 72 Kilo.

McLaren 600 LT / Sperrfrist 28.06.18 14 Uhr Foto: McLaren
Im Heck wütet ein 3,8-Liter-Biturbo-V8 mit 600 PS und 620 Nm.

Den Spurt von 0-100 km/h soll der 600LT in 2,9 Sekunden schaffen, die 200 km/h-Marke soll nach 8,2 Sekunden erreicht sein, 300 km/h fallen nach 24,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 328 km/h angegeben, das maximale Abtriebslevel mit 100 kg bei 250 km/h. Der 570S sprintet aus dem Stand in 3,2 Sekunden auf Landstraßentempo und in 9,5 Sekunden auf 200 km/h. Und hier noch die Daten eines Konkurrenten, des allradgetriebenen Porsche 911 Turbo S (205.133 Euro) mit 580 PS und 750 Nm. Der zoomt sich in 2,9 Sekunden auf 100 und in 9,9 Sekunden auf 200 Sachen. Eine Carbon-Keramik-Bremsanlage mit leichteren Sätteln und einem neuen Bremskraftverstärker soll den 600LT in nur 117 Metern von 200 km/h bis auf Tempo Null bringen. Tempo 100 ist nach 31 Metern vollständig abgebaut.

Der Fahrer des neuen McLaren sitzt auf Carbon-Rennsitzen mit Alcantara-Bezug. Optional verbaut McLaren die Sitzschalen aus dem Senna. Wie der 675LT, von dem es 500 Coupés und 500 Spider gab, limitiert McLaren auch die Produktion des 600LT – auf wieviel wurdeaber nicht kommuniziert. Mit optionalen Clubsport und Clubsport Pro Packs von McLaren Special Operations (MSO) bekommen Kunden noch weniger Gewicht und noch mehr Track-Fokussierung. Das MSO Clubsport Pack bietet, wie beim McLaren Senna, eine erweiterte Carboninnenausstattung, ein Carbon-Dach, C-Säulen aus Carbon, Carbon-Kotflügel-Lamellen in glänzender Ausführung und Titan-Radschrauben. Das MSO Clubsport Pro Pack packt noch einen Überrollbügel und 6-Punkt-Gurte für den Einsatz auf der Rennstrecke in Schwarz, Blau, Rot oder McLaren Orange drauf.

Die ersten Autos werden ab Oktober handgefertigt. Die Produktion endet nach einem Jahr. Und was kostet das gute Stück? 230.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Im Kaufpreis enthalten ist dabei ein Rennstreckentraining. Na dann, auf zum McLaren-Händler ...

Technische Daten
McLaren 600LT
Grundpreis 230.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4604 x 1930 x 1194 mm
KofferraumvolumenVDA 150 l
Hubraum / Motor 3799 cm³ / 8-Zylinder
Leistung 441 kW / 600 PS bei 7500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 328 km/h
Verbrauch 11,7 l/100 km
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