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Der neue McLaren 720S feiert Weltpremiere

Supersportwagen ist Startschuss einer neuen Serie

SPERRFRIST 7.3.17 / 14.30 Uhr McLaren 720S Foto: McLaren 53 Bilder

Da haben die britischen Sportwagen-Bauer ein neues Geschoss aus dem Hut gezaubert, und was für eines. Wir saßen bereits drin im neuen 720S, der – Überraschung – 720 PS leistet. Das Herz beherbergt allerdings nicht länger 3,8 Liter Hubraum.

07.03.2017 Patrick Lang, Andreas Haupt 5 Kommentare Powered by

Im Segment der Supersportwagen nehmen die Fahrzeuge aus der Feder von McLaren bislang eine Exoten-Rolle ein. Mit dem Einläuten der neuen Super Series-Generation könnte sich das allerdings ändern, denn was die Briten da auf die Räder gestellt haben, verursacht ein ausgeprägtes „Haben-will-Gefühl“. Der McLaren 720S schließt die Lücke zwischen seinem Vorgänger 650S und dem Hypercar P1. 720 PS sind, wie der Name bereits andeutet, in den Papieren verzeichnet. Rot illuminiert arbeitet unter einem Gitter am Heck der zu 41 Prozent neu aufgebaute Motor (Typ M840T), der seine Kraft nun aus vier Litern Hubraum schöpft. Das reicht für einen 0-100 Sprint in 2,9 Sekunden und 7,8 Sekunden für 0-200 km/h. Bei 341 Sachen soll Schluss sein.

SPERRFRIST 7. März 14:00 Uhr McLaren 720S 2017 Foto: Patrick Lang
Sieht schon im Stand nach ordentlich Bewegungsdrang aus: Der McLaren 720S.

200 km/h im Stand

Egal aus welchem Winkel man den Sportwagen betrachtet, jedes Detail ist ein kleines Kunstwerk für sich. Seien es die geschwungenen LED-Rückleuchten, die Doppelwandigen Flügeltüren, der Alcantara-ausgeschlagene Innenraum, oder das Carbon-verzierte Lenkrad. Designer Rob Melville hat mit seinem Team ganze Arbeit geleistet. Ob ihn sein Privat-Wagen, ein Honda FR-V, dazu inspiriert hat? Vermutlich nicht. "Inspiration war beispielsweise der Kampfjet F1. Wir wollten, dass das Auto schon im Stillstand nach 200 km/h aussieht", verrät Melville. "Was wir tun ist Folgendes: Wir nehmen alles, was man an einem Sportwagen mag und haben will, und dann machen wir es schön", illustriert er seine Arbeit mit einfachen Worten.

SPERRFRIST 7. März 14:00 Uhr McLaren 720S 2017
Sitzprobe im 650S Nachfolger 1:39 Min.

Ein bisschen Technik steckt durchaus hinter der schönen Hülle. "Das Ziel der Aerodynamik-Maßnahmen war es, die Effizienz zu verdoppeln", erklärt Hyon Baker, Direkter der Super Series. Heißt etwa: 50 Prozent mehr Abtrieb als beim 650S; via Airbrake wird beim Bremsen die Balance auf der Hinterachse verbessert. Dazu kommen eine effizientere Kühlung, neue Turbolader, ein Drift-Modus und ein komplett neues Fahrwerk mit dem sogenannten "Pro Active Chassis Control System". Das Heck ist um 28 mm Breiter als beim 650S, das Dach 3mm tiefer. Über 4,54 Meter streckt sich der 720S in die Länge und liegt (mit Spiegeln) über 2,16 Meter breit auf dem Asphalt.

Wie seine Brüder baut der neue Supersportwagen auf dem Monocage auf – allerdings modifiziert McLaren das Carbon-Chassis weitreichend und nennt es „Monocage II“. Es soll leichter und verwindungssteifer sein als das alte. Der neue Sportwagen soll nur 1.283 Kilogramm (trocken) wiegen. Laut McLaren sind das 18 Kilogramm weniger als bei einem vergleichbar ausgestatteten 650S.

SPERRFRIST 7. März 14:00 Uhr McLaren 720S 2017 Foto: Patrick Lang
Das Näschen kann der 720S dank Noselift-System auch etwas höher in den Fahrtwind strecken.

McLaren 720S als Alltags-Sportwagen

Trotz all der Performance-orientierten Technik-Kniffe war es das Ziel der Ingenieure, einen Supersportwagen für den Alltag zu bauen. So verfügt der Neue nicht nur über eine Noselift-Funktion und Flügeltüren, die mit einem 80-Grad-Öffnungswinkel das Einsteigen erleichtern, sondern auch über besonders dünne A-, B- und C-Säulen. Mark Vinnels, Executive Director der Produktentwicklung berscheibt es so: "Den 720S kannst du parken wie eine normale Limousine. Die Übersichtlichkeit bietet dir kein anderer Sportwagen auf der Welt." Gar eine 360-Grad-Rundumsicht versprechen die Herrschaften von McLaren. Und es ist wahr; man sieht wirklich in jede Richtung gut hinaus, ohne das etwas gravierend die Sicht behindern würde.

SPERRFRIST 7.3.17 / 14.30 Uhr McLaren 720S Foto: McLaren
Durchaus nicht der unangenehmste Arbeitsplatz. Trotz des sportlich-brachialen Auftritts sind die Sitze überraschend bequem.

Obwohl es sich durchaus auch lohnt, den Blick im Cockpit zu belassen, das sich markentypisch reduziert präsentiert. Ein besonderes Schmankerl sind die Instrumente, die beim Umschalten in den Track-Mode nicht einfach nur den Bildschirmhintergrund einfärben, sondern sich komplett im Armaturenbrett versenken und nur noch einen kleinen Schlitz als Display übrig lassen.

Ultimate Series ab 2019

Die Leute von McLaren haben deutlich gesagt, dass es niemals einen echten McLaren für weniger als 128.000 Pfund geben wird. Gut, wir hätten jetzt auch nicht vermutet, dass der 720S preislich unterhalb des Einstiegsmodells 540C angesiedelt wird. Der Fahrspaß im 720S wird den deutschen Kunden 247.350 Euro aufwärts kosten. Was man uns außerdem verraten hat, ist die Marschrichtung bis ins Jahr 2022, die beim britischen Sportwagenbauer Genre-betont "Track 22" genannt wird. Der Plan sieht 15 neue Autos in den kommenden fünf Jahren vor, die Hälfte davon als Hybride und auch einen vollelektrischen Sportwagen soll es geben. Ab 2019 soll die Ultimate Series in Produktion gehen und einen neuen Dreisitzer-Hyper GT hervorbringen, limitiert auf 106 Stück. Für all diese Maßnahmen werden eine Milliarde Pfund investiert. Keine Angst übrigens, es wird auch weiterhin um den Fahrspaß gehen. Autonomes Fahren spielt bei McLaren auch in Zukunft keine Rolle, das hat man uns versichert.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen den neuen britischen Supersportwagen aus jedem Winkel, damit Sie sich selbst ein Bild vom Startschuss zur neuen Super Series von McLaren machen können.

Technische Daten
McLaren 720 S
Grundpreis247.350 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4543 x 1930 x 1196 mm
KofferraumvolumenVDA360 l
Leistung530 kW / 720 PS bei 7500 U/min
Höchstgeschwindigkeit341 km/h
Verbrauch10,7 l/100 km
TestverbrauchSuper Plus
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    Die Front sieht furchtbar aus, vor allem im Scheinwerfer Bereich.
    Mir ist klar, dass das Auto sicherlich mit aerodynamischen Gesichtspunkten entwickelt wurde aber wer dieses Design verbockt hat, sollte nochmals nachsitzen. Furchtbar!
    Der Innenraum ist schön aber auch hier ein Problem: Das furchtbar aussehende Lenkrad.
    Die Technik ist allerdings erste Sahne, auch die Detailverliebtheit von McLaren ist lobenswert.
    Schade, dass McLaren keine Sauger mehr verbaut, der Biturbo ist nicht so mein Ding, auch vom Klang her.
    Der Druck auf Lamborghini wächst und auch Audi muss beim R8 nachlegen.

    Rennteam 9. März 2017, 12:38 Uhr
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