Mel Gibson

Betrunken, beschimpft, gerast, geläutert

Foto: dpa

Hollywoodstar Mel Gibson (50) ist noch einmal relativ glimpflich davon gekommen: Wegen Trunkenheit am Steuer erhielt der Schauspieler eine dreijährige Bewährungsstrafe.

Zudem muss er ein Jahr lang regelmäßig an einer Entzugstherapie teilnehmen, ordnete ein Richter in Malibu (US- Bundesstaat Kalifornien) am Donnerstag (17.8.) an. Gibson sei um einen Prozess mit einer möglichen Haftstrafe herumgekommen, weil er nun vor Gericht freiwillig seine Schuld einräumte, schrieb die Zeitschrift "People". Der Oscar- Preisträger musste nicht persönlich vor dem Richter erscheinen, sondern ließ sich durch seine Anwälte vertreten.

Antisemitische Schimpftiraden bei Festnahme

Gibson war Anfang August nach seiner Festnahme von der Staatsanwaltschaft wegen Fahrens im betrunkenen Zustand angeklagt worden. Außerdem wurde ihm das Mitführen einer offenen Flasche Alkohol in seinem Auto vorgeworfen.
Nach richterlicher Anordnung muss Gibson in den nächsten vier Monaten fünf Mal pro Woche an Treffen der Selbsthilfegruppe Anonyme Alkoholiker (AA) teilnehmen. Danach soll er sieben Monate lang an drei Abenden pro Woche AA-Kurse besuchen. Zudem muss der Schauspieler 1.300 Dollar (rund 1.000 Euro) Strafe zahlen und seinen Führerschein für 90 Tage abgeben.

Bei dem nächtlichen Vorfall auf dem Highway 1 fuhr Gibson nach Polizeiangaben fast doppelt so schnell wie erlaubt und hatte 1,2 Promille Alkohol im Blut. Bei der Festnahme war er Beamten gegenüber ausfällig geworden. Er entschuldigte sich später für seine antisemitischen Schimpftiraden. Der bekennende Katholik und Regisseur des Kreuzigungsfilms "Die Passion Christi" räumte ein, schon seit Jahrzehnten gegen seine Alkoholsucht zu kämpfen. Er bedaure seinen Rückfall und die "verachtenswerten" Bemerkungen bei seiner Festnahme zutiefst.

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