Mercedes-Benz

Eckhard Cordes sagt im Schrempp-Prozess aus

Foto: Daimler-Chrysler

Ex-Mercedes-Chef Eckhard Cordes wird Anfang April im Schadenersatzprozess um die angeblich verspätete Mitteilung über den Rücktritt des damaligen Daimler-Chrysler-Chefs Jürgen Schrempp aussagen.

Als weiterer Zeuge soll am 1. April auch der damaligen EADS-Co-Verwaltungsratschef und Aufsichtsratsmitglied Arnaud Lagardère als Zeuge gehört werden, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart am Freitag (20.2) mit. Die Entscheidung in dem Musterverfahren war überraschend Anfang Februar mit der Begründung verschoben worden, die beiden Top-Manager müssten noch gehört werden.

Rücktritts-Meldung angeblich zu spät veröffentlicht

Hintergrund des Prozesses ist die Schadenersatzklage von Kleinaktionären gegen den Autobauer. Dem Stuttgarter DAX-Unternehmen hatten die Anleger vorgeworfen, die Rücktritts-Mitteilung von Schrempp im Juli 2005 zu spät gemeldet zu haben und deshalb um den Kursgewinn gebracht worden zu sein. Für entgangene Kursgewinne fordern sie rund 5,5 Millionen Euro Schadenersatz.

Ehemalige Daimler-Chrysler-Spitze bestreitet Fehler

Der derzeitige METRO-Vorstandsvorsitzende Cordes galt 2005 neben dem heutigen Daimler-Chef Dieter Zetsche als ernsthafter Schrempp-Nachfolger. Das OLG muss klären, ob bereits vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung, in der Lagardère als Kontrolleur saß, der Personalwechsel an der Konzernspitze feststand. Die ehemalige Daimler-Chrysler-Spitze hat in dem Zivilverfahren Fehler bestritten. Schrempp betonte vor Gericht, bis zum Schluss sei seine Entscheidung zum Rücktritt offen gewesen.

Große Zahl von Klagen wird verhandelt

In dem Prozess wird stellvertretend für eine große Zahl von Klagen in dem Fall verhandelt. Zu der Neuauflage des Prozesses war es gekommen, weil der Bundesgerichtshof dem OLG Fehler im ersten Prozess bei der Beweisaufnahme nachgewiesen hatte. Damals hatte ein anderer Senat des OLG die Schadenersatzforderungen von Anlegern abgewiesen.

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