Mercedes Bionic Car

Vorbild Kofferfisch

Foto: Daimler Chrysler 13 Bilder

Mercedes präsentiert auf dem Innovations- Symposiums in Washington das Bionic Car auf Basis der A-Klasse. Das an einen Kofferfisch erinnernde Fahrzeug bietet auf einer Länge von 4,24 Metern Platz für vier Personen und weist einen günstigen cW-Wert von 0,19 auf.

Der cW-Wert des Zweitürers mit einer Breite von 1,82 Metern sowie einer Höhe von 1,59 Metern ist damit um 65 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Kompakten - zum Vergleich: Der reale Kofferfisch weist trotz seines kantigen und würfelförmigen Rumpfes nur einen cW-Wert von 0,06 auf.

4,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer

Nach Angaben von Mercedes verbraucht die Studie auf Basis des A-Klasse-Coupé im EU-Fahrzyklus 4,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Neben dem Aerodynamik-Konzept sowie einem ebenfalls von der Natur abgeleiteten Leichtbau-Konzept trägt ein Zwei-Liter-Common-Rail-Diesel zur Kraftstoffeinsparung bei. Der 140 PS starke Diesel beschleunigt die Studie in 8,2 Sekunden auf 100 km/h und maximal auf Tempo 190. Der CDI-Motor verfügt über Oxi-Kat und Partikelfilter sowie ein neues Konzept zur Abgasreinigung. Dessen Ziel ist es, die Stickoxid-Emissionen weiter zu reduzieren.

Harnstoff contra Stickoxide

Kernstück des Konzepts, von Mercedes SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) genannt, ist ein zusätzlicher Katalysator, der je nach Motorbetrieb eine exakt dosierte Menge wässriger Harnstofflösung in die Abgasanlage einspritzt. Die Lösung wandelt Stickoxide in unschädlichen Stickstoff und Wasser um. Dadurch sollen die Stickoxid-Emissionen um bis zu 80 Prozent verringert werden. Der AdBlue getaufte zusätzliche Betriebsstoff lagert in einem etwa 20 Liter großen Zusatztank in der Reserveradmulde des Konzeptfahrzeugs.

Die Wartungsintervalle sollen dem normalen Rhythmus eines Dieselfahrzeugs entsprechen. Die SCR-Technologie ist bei Nutzfahrzeugen bereits serienreif, im Pkw-Bereich plant Mercedes SCR im Modelljahr 2009 als erstes in den USA einzuführen. Nach Angaben von Mercedes-Entwicklungschef und Konzernvorstandsmitglied Thomas Weber habe diese Technik großes Potenzial für den Einsatz in der M-Klasse - auch ein weitere Einsatz bei Volumenmodelle wäre denkbar. In den USA orientiert sich der Klimaschutz im Straßenverkehr vornehmlich am Ausstoß von Stickoxid und nicht wie in Europa an der CO2-Emission.

Dort haben nach Angaben von Weber die Hersteller, die im Verband der europäischen Autohersteller ACEA zusammengefasst sind, Schwierigkeiten die sich selbst auferlegte CO2-Grenze von 140 Gramm pro Kilometer bis 2008 zu erreichen. Derzeit liege der Durchschnitt der Hersteller bei 169 Gramm pro Kilometer. Daimler-Chrysler erreiche alleine 180 Gramm pro Kilometer und komme mit einer Emissions-Minderung von 20 Prozent in den letzten Jahren auf die höchste Reduktionsquote der ACEA-Hersteller.

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