Neue Mercedes C-Klasse (W206)

Alle Infos, Fotos und Daten zur 5. Generation ab 2021

Mercedes C-Klasse Foto: Schulte 33 Bilder

Keine Baureihe verkauft sich bei Mercedes derzeit besser als die C-Klasse (W205), also muss der Modellwechsel zur neuen Generation (W206) ab dem Jahr 2021 muss also wirklich sitzen. Deshalb wächst die Palette speziell im SUV-Segment, und neue Elektromodelle ergänzen das Portfolio. Hier alle Infos zur 5. Generation der Mercedes C-Klasse.

Doch bevor Nummer 5 an den Start geht, wird es 2017 noch ein Facelift der aktuellen Version geben. Ab Ende 2020 dann wird die neue C-Klasse in schwierige Zeiten hineingeboren. Sie muss mit ihrem technischen Konzept auf dem MRA II- Baukasten („R für “Rear„, also die Heckantriebsplattform, auf der auch E- und S-Klasse aufbauen) sieben Jahre durchhalten. Eine lange Zeit, in der Apple, Google und Tesla mit ihren mehr oder weniger autonomen E-Autos immer mehr an Stärke gewinnen könnten.

Neue Mercedes C-Klasse mit schwebendem Display

Mercedes Elektroauto SUV Paris Teaser Foto: Daimler
Die Cockpitgestaltung der neuen C-Klasse orientiert sich an der EQ-Studie.

Darauf reagiert Mercedes zumindest äußerlich recht gelassen. Die C-Klasse wird nicht in hektischem Aktionismus umgekrempelt, sondern bleibt in Sachen Design und Dimension quasi ein guter Bekannter. Evolutionäre Weiterentwicklung ist angesagt – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Innen stehen die Zeichen viel deutlicher auf Veränderung. Nach der A-Klasse (ab 2018) rollt hier das nächste Modell an, das mit seinem extrem digitalen Cockpit (erstmals präsentiert in der Studie EQ) einen echten Wow-Effekt erzeugt. Die auf den Fahrer zugeschnittene Instrumententafel mit riesigem, scheinbar schwebendem Display dient als Dialogfläche, die über Licht beispielsweise durch alarmierendes Flackern vor Fußgängern warnt.

Das Touchpad in der Mitte reagiert, wenn sich die Hand nähert, und vergrößert dann die virtuellen Knöpfe – nicht nur der endgültige Abschied von den einstigen Mercedes-Cockpits, sondern auch eine klare Antwort auf Tesla und Co.

Mercedes schreibt den Diesel nicht ab

Mercedes GLC Foto: Schulte
Auf Basis der C-Klasse entstehen weitere Modelle, wie zum Beispiel die neue Generation des GLC.

Ähnliches gilt für das Antriebskapitel – auf vielschichtige Art und Weise: Die neuen Benziner mit Partikelfilter und die Dieselgeneration OM 654 sollen noch lange in die Zukunft reichen und fit für Euro 7 gemacht werden können. Vom Ende des Selbstzünders will Mercedes vorläufig nichts wissen, denn die neuen Aggregate haben alleine in der Entwicklung drei Milliarden Euro verschlungen. Daneben stehen aber ein Plug-in-Hybrid mit 100 Kilometern rein elektrischer Reichweite und die EQ-Varianten mit eigener Technikarchitektur bereit, zunächst als SUV (ab 2019 mit 500 Kilometern Reichweite) und später auch als Limousine EQ C.

Der Brennstoffzellen-Plug-in im GLC F-Cell bleibt einer Kleinserie vorbehalten. Weil der Trend nach wie vor stark in Richtung SUV geht, verstärkt sich Mercedes auch an dieser Front. Nach dem extrem erfolgreichen Marktstart von GLC und GLC Coupé kommt künftig noch der Kombi All-Terrain im Offroad-Look à la E-Klasse hinzu. Hochgesetzte Karosserie, große Räder, Allradantrieb und eine Luftfederung mit Höhenverstellung sollen hier neue Möglichkeiten und Einsatzgebiete eröffnen.

Aus drei Baukästen wird einer

Daneben entwickelt Mercedes sein flexibles Baukastensystem weiter. Irgendwann soll die C-Klasse als Plugin-Hybrid sogar 200 Kilometer rein elektrisch fahren können. Dafür muss dann die Batterie raus aus dem Kofferraum und rein in den Wagenboden, denn sonst wird es zu eng. Dafür braucht man jedoch eine neue technische Basis. Und weil sich Mercedes ja zur Devise “Das Beste oder nichts„ bekennt, laufen Überlegungen, aus den drei Baukästen (MFA, MRA und EVA) einen einzigen zu machen. Der wäre dann sowohl für Verbrennungsmotoren wie für Elektroantriebe ausgelegt.

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Eine Kardanwelle braucht es dafür jedenfalls nicht, weil die Achsen stets elektrisch angetrieben werden. Außerdem können die Tankvolumina kleiner werden, denn Plug-in-Hybride sind ja überwiegend elektrisch unterwegs und benötigen weniger Kraftstoff an Bord. Weitere Fortschritte gibt es im Bereich der Assistenzsysteme.

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So bietet die nächste C-Klasse die Möglichkeit des vollautomatisierten Ein- und Ausparkens in entsprechend vorgerüsteten Parkhäusern sowie ein digitales Scheinwerferlicht, das die Fahrbahn situationsbezogen ausleuchten kann. Und sie ist darauf ausgelegt, auf längeren Autobahnabschnitten völlig autonom fahren zu können. Wohin die Reise geht, bestimmt jedoch weiterhin der Fahrer – und vor allem der Käufer. Doch ganz egal, womit und wohin er fahren will – Mercedes will ihm mit der breitesten C-Palette aller Zeiten ein unwiderstehliches Angebot machen.

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