Mercedes CLS

Spiel mit dem Feuer

Foto: Hans-Dieter Seufert 4 Bilder

Mit Video & Foto-Show+++Das viertürige Coupé hat das Zeug zu einem Traumauto, besser gesagt zu einem Auto, von dem man träumt. Doch was macht ihn so begehrlich? Die Optik, die Technik oder die Ausstattung?

Nicht unbedingt die zu groß geratenen Scheinwerfer an der Front. Eher schon der Anblick des knackigen Hecks, an dem man sich nicht satt sehen kann. Der hohe Blechanteil verspricht Schutz, die schmalen Fenster laden ein, sich auch dem Innersten dieses 4,91 Meter langen Autos zu nähern. Die Türen mit rahmenlosen Scheiben fallen ungewöhnlich klein aus. Im Fond kommt man sich schnell näher, denn Platz gibt es nicht gerade in Hülle und Fülle.

Gehobene Ausstattung hübsch verpackt

Wie die Heckscheibe steht auch die Frontscheibe ungewöhnlich flach. Sie ermöglicht aber trotzdem nach vorne noch einen Blick auf die Motorhaube. Der straff gespannte, ebenfalls flache Dachaufbau gestattet den Fondpassagieren zudem, weit mehr am öffentlichen Leben teilzunehmen als in einem klassischen Coupé, weil die hinteren Fenster hier größer sind.

Eine Ausstattung mit speziellem Soundsystem, Sprachbedienung, beheizbarem Lenkrad, Wurzelnuss-Holz, Bi-Xenon-Scheinwerfern mit aktivem Kurvenlicht und Abbiegelicht, Keyless Go sowie einem fahrdynamischen Multikontursitz darf man erwarten.

Und dass die Palette der Triebwerke bei Bedarf viel Potenz an den Tag legt, ist ohnehin selbstverständlich: Vom 272-PS-Sechszylinder im 350 über den 306-PS-V8 im CLS 500 bis hin zum CLS 55 AMG-Kraftpaket mit 476 PS und Kompressoraufladung handelt es sich hier schließlich um Wiederholungstäter, die ihre Kraft längst anderweitig unter Beweis gestellt haben. Und für einen Ausflug zu viert reicht sogar das Kofferraumvolumen von 505 Litern.

Von der Glut zum Flächenbrand

Auch der Mann auf der Straße spricht "von einem echten Traum“, "fließenden Formen“. Nur die ganz hartgesottenen Pragmatiker beklagen die eingeschränkte Rundumsicht und sorgen sich um ihre Kopffreiheit.

Das Projekt CLS ist ein Spiel mit dem Feuer, denn wenn nicht genug Wirbel um das Auto gemacht wird, könnte die Flamme schnell ausgehen. Doch die Menschen lodern, wenn sie dieses Auto sehen, und deshalb dürfte auch eine noch kleinere Glut die Chance auf einen Flächenbrand haben.

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