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Mercedes-Rückruf wegen Takata-Airbags

Über eine Million A-Klasse und GLK betroffen

Mercedes ruft über eine Million Autos zum Airbagtausch in die Werkstätten. Betroffen sind A-Klasse und GLK. Wegen des Rückrufs musste Daimler schon 2019 eine Rückstellung in Milliardenhöhe bilden.

In Deutschland schreibt Mercedes-Benz zur Zeit Halter der A-Klasse Baureihe W169 und des GLK an. Die Autos müssen in die Werkstatt, weil Takata-Airbags fehlerhaft sein können. Laut Daimler "haben neue Informationen zu einer aktualisierten Risikobewertung bezüglich Rückstellungen für einen erweiterten Rückruf von Takata-Airbags in Europa und in anderen Teilen der Welt geführt", wie ein Sprecher auf Nachfrage erklärt.

Eine Milliarde Euro für den Rückruf

Airbag, Lenkrad
Sicherheit

Ein Rückruf, der sich auch auf das Ergebnis des Konzerns auswirkt: Laut einer Adhoc-Mitteilung vom 12. Juli 2019 erhöhte der Konzern die Rückstellungen für diesen Rückruf wegen der aktualisierten Risikobewertung "um rund 1,0 Mrd. Euro". Der Grund für die erhöhten Rückstellungen waren auffällige Ergebnisse bei Labortests. Fehler in den Gasgeneratoren von Takata produzierter Airbags führen seit Jahren zu teuren Rückrufen bei Herstellern wie BMW, Honda, Nissan, Mazda und Toyota.

Eine Million Fahrzeuge weltweit

Daimler schreibt aktuell Halter der zwischen 2004 und 2012 produzierten A-Klasse an. In Deutschland sind 132.832 Fahrzeuge betroffen. Weltweit müssen 1.016.017 Autos der Baureihe W169 zum Tausch des Fahrerairbags in die Werkstätten. Der Rückruf wurde laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am 20.08.2020 veröffentlicht. Er wird beim Hersteller unter den Codes 916001 und 916004 geführt.

Mercedes GLK 250 Bluetec 4Matic, Frontansicht
Hans-Dieter Seufert
Auch der GLK muss zum Airbagtausch in die Werkstatt.

Auch der GLK muss zum Airbagtausch in die Werkstatt: Bei 2011 bis 2015 produzierten Modellen der GLC-Vorgängerbaureihe wird der Beifahrerairbag getauscht. In Deutschland sind laut KBA 49.296 Autos betroffen, weltweit müssen 120.465 GLK in die Werkstätten. Ein "Fehler im Gasgenerator des Beifahrerairbags kann bei Airbagauslösung zu unkontrollierter Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten führen, die die Insassen verletzen können", schreibt das KBA. Das gilt auch für den Fahrerairbag in der A-Klasse. Kunden, die ihr Auto zum Airbagtausch in die Werkstatt bringen müssen, bekommen Post vom Hersteller und können sich an eine Hotline wenden. In der Bildergalerie finden sich andere von Airbag-Rückrufen betroffene Mercedes-Baureihen.

Fazit

Takata und kein Ende: Nachdem schon 2013 und 2014 je drei Millionen Autos unterschiedlicher Hersteller zum Airbagtausch in die Werkstatt mussten, trifft es nun über eine Million Kunden des Airbag-Pioniers Mercedes: A-Klasse und GLK müssen in die Werkstatt, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Airbag verletzt, statt zu schützen. Wer ein betroffenes Auto fährt, sollte darauf achten, dass der Rückruf gemacht ist.

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