Mercedes SLK 55 AMG

Neuer V8 für den Roadster

Erlkönig Mercedes SLK AMG Foto: SB-Medien 10 Bilder

Die AMG-Version des neuen SLK wird von einem neu entwickelten V8-Saugmotor angetrieben. Der 5,5 Liter große Achtzylinder arbeitet erstmals mit Zylinderabschaltung.

Der Sauger ist vom neuen, 5,5 Liter großen Biturbo-Aggregat abgeleitet. Vom aufgeladenen Bruder unterscheidet er sich unter anderem durch die neue Ansaugluftführung, neue Zylinderköpfe, den modifizierten Ventiltrieb, einen angepassten Ölhaushalt und ein optimiertes Kurbelgehäuse.

Seinen Einstand gibt der Achtzylinder im SLK 55 AMG, der auf der IAA in Frankfurt enthüllt wird. Obwohl der Motor mit 422 PS bei 6.800/min. rund 15 Prozent mehr leistet als sein Vorgänger, geht der Verbrauch um rund 30 Prozent zurück, teilte AMG mit. Das maximale Drehmoment des Benzineinspritzers liegt bei 540 Nm bei 4.500/min., gegenüber 510 Nm im Vorgänger. In dem Roadster soll er auf einen Verbrauch von 8,5 Litern kommen (CO2-Ausstoß: 199 g/km).

Oft nur auf vier Zylindern unterwegs

Verantwortlich für die Spriteinsparung ist neben dem verkleinerten Hubraum und der Direkteinspritzung vor allem die Zylinderabschaltung und ein serienmäßiges Start-Stopp-System. Sobald der Fahrer nicht die volle Leistung abruft, läuft der Motor nur noch auf vier Zylindern und verbrennt entsprechend weniger Kraftstoff. Im Vierzylindermodus stehen 230 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Die Zylinderabschaltung ist im Drehzahlbereich von 800 bis 3.600/min. verfügbar, wenn der Fahrer das Getriebe-Fahrprogramm "C" Controlled Efficiency gewählt hat. Realisiert wird die Zylinderabschaltung durch 16 hydraulisch schaltbare Ausgleichselemente und der Ölversorgung im Zylinderkopf. Die schaltbaren Ausgleichselemente sind in den Zylinderköpfen integriert und halten die jeweiligen Einlass- und Auslassventile der Zylinder zwei, drei, fünf und acht geschlossen. Parallel dazu werden auch die Kraftstoffzufuhr und die Zündung deaktiviert.

Der Wechsel zwischen Vier- und Achtzylinderbetrieb dauert laut AMG nur etwa 30 Millisekunden und erfolgt für den Fahrer kaum spürbar. Der aktuelle Betriebszustand kann im Cockpit angezeigt werden. Dem Motorenchef Friedrich Eichler zufolge läuft der Motor bei Autobahnfahrten etwa bis Tempo 160 mit vier Zylindern.

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