Mercedes Sparprogramm

Daimler verkündet Sparprogramm am Dienstag

Mercedes S 600 L
Foto: Hans-Dieter Seufert 53 Bilder

Der Autobauer Daimler will voraussichtlich am Dienstag (28.4.) kommender Woche die Beschäftigten über die Einzelheiten seines geplanten Sparpakets informieren. Dazu seien in den deutschen Werken außerordentliche Betriebsversammlungen geplant.

Der Autobauer verlangt den 141.000 Mitarbeitern der Daimler AG in Deutschland wegen des dramatischen Absatzeinbruchs der vergangenen Monate herbe Lohneinbußen ab. Daimler-Chef Dieter Zetsche will mit einem Bündel von Maßnahmen bei den Personalkosten in diesem Jahr zwei Milliarden Euro sparen. Daimler wollte den Termin für die Betriebsversammlungen nicht bestätigen. Es werde noch verhandelt, sagte eine Unternehmenssprecherin. In Kreisen hieß es, das Gesamtpaket sei noch nicht abgeschlossen, es gebe noch offene Fragen zu klären.

Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen

Der Daimler-Vorstand will die Wochenarbeitszeit für 73.000 Mitarbeiter in Bereichen wie Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung um bis zu fünf Stunden verkürzen, dies bedeutet Lohneinbußen von bis zu 14 Prozent. Außerdem soll den Plänen zufolge weniger Zuschuss zum Kurzarbeitergeld bei 68.000 Beschäftigten bezahlt werden und die für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung verschoben werden. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen schrumpfen sowie die Erfolgsbeteiligung für 2008 in Höhe von 1.900 Euro nicht ausgezahlt werden.
 
Zetsche hatte bei der Hauptversammlung des Autobauers Anfang April auch Entlassungen nicht mehr ausgeschlossen, falls die Krise weiter andauert. Ein Beschäftigungssicherungspakt schützt die Mehrheit der Mitarbeiter zwar eigentlich bis Ende 2011 vor betriebsbedingten Kündigungen. In Krisenzeiten kann davon aber abgewichen werden, sofern der Betriebsrat zustimmt.

Daimler legt rote Zahlen vor

Am Dienstag wird der Konzern wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise tiefrote Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Dies hatte Zetsche bereits vor Wochen angekündigt. Seit Monaten ist der Absatz bei Daimler auf Talfahrt. Für das Gesamtjahr 2009 hatte der Konzernlenker bereits angekündigt, Absatz, Umsatz und Ergebnis würden sinken.

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