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Mercedes X-Klasse Pickup-Studie (2016)

Mercedes macht den Nissan Navara schön

Mercedes X-Klasse Konzept Weltpremiere Stockholm 2016 Foto: Torsten Seibt 37 Bilder

Mercedes zeigt mit dem X-Class Concept einen Ausblick auf den neuen Pickup, der Ende 2017 als Mercedes X-Klasse auf den Markt kommt. Wir saßen schon drin und sagen Ihnen, was ihn zum Mercedes macht. Denn die technische Basis und die Produktion teilt er sich mit dem Nissan Navara.

25.10.2016 Andreas Of, Holger Wittich, Torsten Seibt 4 Kommentare Powered by

Die komplette Neuvorstellung mit allen Fakten zum X-Klasse-Konzept finden Sie unten.

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Live aus Stockholm: Erste Impressionen von der Weltpremiere der X-Klasse. 12 Punkte, die mir aufgefallen sind.

  1. Mercedes hat aus dem Citan gelernt. Badge-Engineering kann man hier nur schwer attestieren. Eigenständige Optik, tolles Interieur auf Pkw-Level, nach Navara sieht da eher wenig aus.
  2. Die Front der „Straßenvariante“ des X-Klasse-Konzept sieht schon sehr danach aus, was man sich 2017 am Serienauto vorstellen kann.
  3. Ein richtiger Schritt, dass – zumindest laut Aussage der Techniker – das Fahrwerk komplett neu entwickelt und abgestimmt wurde. Der Nissan Navara ist in diesem Detail kein Vorbild.
  4. Die X-Klasse soll ausschließlich mit Schraubenfedern an der Hinterachse kommen, auch in den Heavy-Duty-Versionen. Mutig, aber spannend.
  5. Mit dem V6-Diesel und Permanent-Allrad in der Topversion der X-Klasse verliert der neue VW Amarok sein Alleinstellungsmerkmal. Ob sie das mögen werden in Wolfsburg?
  6. Die Entscheidung, in den Basisversionen die Vierzylinder-Maschine von Renault-Nissan zu übernehmen, ist richtig. Der Motor passt zu einem Pickup für handfeste Anwender, hat ordentlich Punch und läuft komfortabel.
  7. Die Straßenvariante werden viele lieben. Mit AMG-Paket noch mehr. Niederquerschnittsreifen an einem Pickup werden salonfähig.
  8. Meistes Wort des Abends bei der Premiere: Premium. Zweitmeistes: Lifestyle. Für die Chronik: Ein Pickup.
  9. Liebe Designer, dass ihr die runden Lüfterdüsen toll findet – ok. Aber eine Zweier-Doppelbatterie davon in der Mitte des Armaturenboards, dazu das aufgesetzte Display des Multimediasystems dahinter, ähm, nein.
  10. Liebe Designer, der Kühlergrill der Offroadvariante weckt in mir Assoziationen an den aktuellen Unimog, gut gemacht!
  11. Liebe Designer, habt ihr bei all dem Aufwand wirklich keinen Etat mehr gehabt, um eine echte Seilwinde an die Offroad-Variante zu montieren?
  12. Liebe Designer, großartig, dass ihr der Versuchung widerstanden habt, modische Beadlock-Felgen an die Gelände-X-Klasse zu schrauben. Und stattdessen eine Rad-Reifen-Kombination, die echte Hardcore-Offroader auch wählen würden: 35x11,5 R16. Toll!

Torsten Seibt

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Kooperationen sorgten in letzter Zeit bei Mercedes-Kennern eher für Stirnrunzeln. Als 2012 der Citan kam, musste Mercedes nach einem mäßigen Ergebnis im Euro NCAP-Crashtest das Auto überarbeiten. Optik, Komfort und Qualität des von Renault geborgten Modells überzeugten nicht auf Anhieb. Aber: Der 1,5-Liter-Diesel aus der Kooperation mit Renault Nissan verkauft sich gut.

Mercedes-Pickup in Kooperation mit Nissan

Um den Verkauf geht es auch beim nächsten Kooperationsprojekt: Mercedes sieht im Markt der Eintonnen-Pickups Wachstumschancen und nutzt die 80 Jahre Pickup-Erfahrung des Kooperationspartners Nissan für ein eigenes Modell, das mehr nach Mercedes aussehen soll als der Citan. Was auch etwas leichter ist, denn der Pickup basiert auf einem Leiterrahmen und da sind Änderungen an der Karosserie leichter möglich.

Mercedes X-Klasse Foto: Mercedes
Zweite Variante der Studie: edel, weiß und mit rotem Leuchtband am Heck.

Die Front der Mercedes X-Klasse sieht tatsächlich nicht mehr nach Nissan aus. Geschickt kaschieren die Designer um Kai Siebert, dass die Doppelkabine fast genauso aussieht wie beim japanischen Pendant. Sogar die hinteren Türen der Studie ähneln sehr stark dem Serienmodell von Nissan. Die Vordertüren hingegen sind neu. Ganz anders gestaltet und weit ausgestellt: Die Kotflügel. Beim Reinsetzen fällt auf: Der Fahrer hat die komplette Motorhaube im Blick – typisch Pickup eben.

Vier- und Sechszylinder, Allrad und Sperren

Was unter der Haube der Mercedes X-Klasse steckt, dazu will Mercedes noch nicht mehr sagen, als dass es Vier- und Sechszylindermotoren mit Allradantrieb geben wird. Ob der Top-Motor, ein V6-Diesel mit Permanent-Allrad, von Mercedes oder Nissan kommt? Dazu gibt es noch keine offizielle Aussage. Hinterachs- und Zentralsperre immerhin versprechen eine ordentliche Geländekompetenz.

Mercedes X-Klasse
Ein Pickup für Mercedes 1:09 Min.
Mercedes X-Klasse Foto: Mercedes
Das Cockpit der Studie zeigt mit Lenkrad und Infotainment Markenidentität.

Natürlich ist die Studie noch nicht auf Serienstand, das zeigt unter anderem die fehlende Tankklappe. Auch die aus dem Vollen gefräste Alu-Verkleidung der Mittelkonsole wird so eher nicht kommen. Anderes dagegen wird in Serie gehen: Mercedes verspricht ein Infotainment-System, wie wir es etwa von der C- oder V-Klasse kennen. Wie dort sitzt das Display auf der Armaturentafel und der Drehdrücksteller auf der Mittelkonsole. Das hat der Nissan Navara natürlich nicht. Auch die Armaturentafel orientiert sich eher am Pkw, die Mittelkonsole ist weniger mächtig als in Pickups üblich. Die Handbremse auf der Mittelkonsole allerdings wird auch das Serienauto bekommen. Vom G, 190 und ersten SLK mal abgesehen, ein eher seltener Bestandteil eines Mercedes.

Eher untypisch für einen Pickup, aber Mercedes-Standards: Fahrerassistenzsysteme und Vernetzung. Kameras, Radar- und Ultraschallsensoren werden teilweise serienmäßig sein. Geplant ist, auch Connect-me-Dienste anzubieten, mit denen zum Beispiel der Standort des Pickups auf dem Smartphone angezeigt werden kann. Bisher beschränkte sich die Kompetenz von Pickups hier häufig auf Rückfahrpiepser und Kamera. Weil Mercedes eine große Bandbreite an Kunden erwartet, kann die X-Klasse von robust bis fesch konfiguriert und mit zahlreichem Werkszubehör individualisiert werden.

Mercedes X-Klasse mit 3,5 Tonnen Anhängelast

Handfester und für die Klientel mit schwerer Ladung ein entscheidendes Kaufargument: Der Pickup wird gut 1,1 Tonnen zuladen und bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen dürfen. Das entspricht in etwa auch dem, was der Nissan kann.

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Bildunterschrift bei Bild 4: Eine Seilwinde in der Frontscheibe?

Micha.M 27. Oktober 2016, 09:19 Uhr
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