Mexikanische VW-Arbeiter streiken

Foto: VW

Die Arbeiter des mexikanischen Volkswagenwerkes sind am Mittwoch (19.8.) in einen Streik getreten.

Wie das Unternehmen mitteilte, war zuvor eine zwischen Firmenleitung und Gewerkschaft erzielte Einigung in den Tarifverhandlungen von der Belegschaft abgelehnt worden. Diese hatte eine Lohnerhöhung um 4,45 Prozent plus einer Erhöhung des Essensgeldes um 1.000 Pesos (72 Euro) pro Jahr vorgesehen. Firmensprecher Thomas Karig bezeichnete den Streik als «absolut unerwartet».

In Puebla rund 120 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt werden gegenwärtig der Käfernachfolger New Beetle für den gesamten Weltmarkt und der VW-Jetta für den amerikanischen Kontinent hergestellt. Die Fertigung des alten Käfers wurde im Juli 2003 eingestellt. Wegen Absatzproblemen auf dem nordamerikanischen Markt wurde im vorigen Jahr die Arbeitszeit reduziert. Es wurden nur noch 287.253 Autos gebaut, nach 425.703 im Rekordjahr 2000.

Gegenwärtig arbeiten im Werk 9.800 gewerkschaftlich organisierte Arbeiter und 3.600 Angestellte. Streiks hatte es zuletzt in den Jahren 2000 und 2001 gegeben.

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