Michelin

Millionen-Investition in CO2-Reduktion

Foto: Michelin

Der weltgrößte Reifenhersteller Michelin will den Rollwiderstand seiner aktuellen Reifen mittelfristig noch einmal halbieren und damit den Ausstoß von CO2 alle fünf Jahre um etwa vier Gramm pro Kilometer reduzieren.

"Bis 2030 wollen wir den Rollwiderstand noch einmal halbieren. 1980 lag er noch bei zwölf bis 13 Kilogramm pro Tonne. Heute sind wir bereits bei lediglich sieben bis acht Kilo. Unser Ziel ist es, etwa vier bis fünf Kilogramm pro Tonne zu erreichen", kündigte Didier Miraton, geschäftsführender Gesellschafter der Michelin-Gruppe, im Gespräch mit auto motor und sport an.

"Wir wollen ungefähr alle fünf Jahre den reifenbedingten CO2-Ausstoß um etwa vier Gramm pro Kilometer reduzieren, so wie wir es jetzt mit der neuen Generation des Energy-Saver geschafft haben", so Miraton. "Damit leisten wir unseren Beitrag, dass im Jahr 2030 selbst bei einem weltweit verdoppelten Verkehrsaufkommen kein Gramm mehr CO2 in die Atmosphäre gehen wird als heute."

Dafür müssen laut Miraton die Reifen künftig schmaler und vor allem leichter werden. "Das ist eine weitere Herausforderung für uns. Wir arbeiten daran, das Gewicht zu halbieren." Deshalb sei es möglich, dass die Reifen schmäler werden. "Das könnte durchaus sein. Aber das schaffen wir nur in Kooperation mit den Automobilherstellern."

In diesen Berech investiere Michelin bereit rund 700 Millionen Euro jährlich. "Davon entfällt etwa ein Drittel auf Forschungen, deren Ergebnisse den CO2-Ausstoß reduzieren werden. Die entscheidende Frage wird sein, wie schnell wir unsere selbst gesteckten Ziele erreichen. Es geht beim Reifen der Zukunft ja nicht nur um den Rollwiderstand, sondern auch darum, die Bremswege zu reduzieren und den Geräuschpegel zu halbieren."

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