Mini Kombi

Macht hoch die Türen, die Tor macht weit

Foto: BMW 13 Bilder

Mini präsentiert auf der IAA in Frankfurt eine Mini-Kombiversion mit zwei Türen und einem überarbeiteten Mini-Design. Beim Mini Concept - wie BMW die Studie nennt - wurde der bekannte Stil der Marke weiter entwickelt.

Radkästen, Schulterpartie und Powerdome haben die Designer markanter ausgearbeitet. Kühlergrill, vordere Lichteinfassungen und die Auspuffendrohre sind in Aluminium gefasst. "Ein wichtiger Beitrag zu den Mini-typischen ... Fahreigenschaften ist die Positionierung der Räder nach dem Prinzip `an jeder Ecke eines´“, so BMW .

Wie beim Traveller-Vorbild von 1960 können die Fond-Passagiere den vorderen Teil der Seitenfenster aufschieben - im Mini Concept geschieht dies, wie auch bei den beiden Fenstern der Hecktüren, elektrisch. In geschlossenem Zustand bilden die Scheiben der Türen, die hinteren Schiebe-Scheiben sowie die Windschutz- und Heckscheibe ein umlaufendes Fensterband, wodurch das Dach nicht zuletzt durch die fehlende B-Säule und die dunklen A-Säule freischwebend wirkt.

Dachelement als Ladeluke

Apropos Dach: Für genügend Helligkeit sorgt das über die erste und zweite Sitzreihe reichende Glasdach. Das Dachteil über dem Laderaum kann nach vorne geschoben werden und bietet nicht nur Frischluftzufuhr, sondern auch mit Flexibilität beim Beladen. Schließlich ist es nicht nur "praktisch“ sondern sieht zudem "sehr cool aus“ , wenn das Kiteboard oder andere lange Gegenstände "einfach oben aus dem Dach statt aus dem Heck herausragen“, meint BMW.

Die 1,60 Meter langen Seitentüren mit rahmenlosen Fenstern öffnen sich über spezielle Scharniere zur Seite und nach vorne. Dadurch will BMW den vier Passagieren einen bequemen Zustieg garantieren. Ähnlich angeschlagen sind auch die hinteren Saloon-Türen, die wie die Seitentüren nur wenig Platz zum Öffnen benötigen sollen.

Rotieren, schieben, klappen, glänzen

Das althergebrachte Beladen will BMW hingegen durch eine Cargobox erleichtern. Der Kofferraumboden lässt sich ausziehen und beladen zurückschieben, außerdem kann "der diensteifrige Butler“ nach oben geschwenkt. So fungiert er als Trennwand zwischen Gepäckraum und Passagieren. Letztere nehmen Platz auf offenbar freischwebenden Einzelsitzen. Sie sind über Tragarme mit der Mitelkonsole verbunden und schaffen zusätzlichen Fußraum für die Heckreisenden. Die erhalten den Zugang zur zweiten Reihe durch ein neues Easy-Entry-System, bei dem sich die Vordersitze elektrisch nach vorn schieben und nach innen rotieren. Die Schalensitze mit sitzintegriertem Gurtsystem kehren automatisch in ihre ursprüngliche Position zurück. Die Lehnen der hinteren Sitze können zu einer ebenen Ladefläche umgeklappt werden.

Leder in verschiedenen Arten, Chrom und Aluminium prägen den Innenraum. Weißes Leder kommt auf verschiedenen Flächen zum Einsatz, narbiges Rindsleder zeichnen die Kopfstützen aus und dient als Innenverkleidung für die Seiten- und Hecktüren. Alcantra wird beim Dachhimmel eingesetzt, samtiges Leder auf dem Armaturenträger und den Armauflagen der Seitentüren. Zahlreiche Details sind aus massivem Alu gefertigt, die Rundinstrumente und die Luftausströmer sind mit glänzenden Chromringen versehen.

Angetrieben wir die Studie von dem 170 PS starken Benziner aus dem Mini Cooper S. Von der Serienreife ist der Mini Wagon, der vermutlich erst mit der nächsten Mini-Generation 2008 auf den Markt kommen wird, allerdings noch weit entfernt.

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