Mitsuoka

Japanische Kitsch-Kutschen

Foto: Mitsuoka 4 Bilder

Mitsuoka gehört zu den bekanntesten "Auto-Herstellern“ in Japan, besonders, weil sich die seit 1979 bestehende Firma vor allem durch ihr klassisch-kitschiges Brit-Design sowie den barocken Liberace-Style auszeichnet.

Im Modellprogramm führen die Japaner sechs Modelle, wobei der Nouera, eine fast fünf Meter lange Limousine mit Vieraugen-Gesicht und mächtigem Chromkühler das Flaggschiff bildet. Kaum zu glauben, dass unter der britisch anmutenden Karosse der aktuelle Honda Accord steckt.

Le-Seyde: Neuschwanstein ab 38.352 Euro

Der Hingucker schlechthin ist jedoch der mehr als 5,2 Meter lange Le-Seyde. Auf Basis des längst eingestellten Nissan Silvia Sportcoupé mutiert der biedere Sportler unter den Händen von Mitsuoka zu einem automobilen Neuschwanstein. Immerhin bietet dieses 30er-Jahre Roadster-Ripoff bei einem Radstand von über 3,4 Meter vier ausgewachsenen Personen Platz. Als Konzeptstudie haben die Japaner den Le-Seyde auch schon als Cabrio gezeigt. In der Preisliste steht das Coupé mit umgerechnet 38.352 Euro.

Wirklich gelungen zeigt sich hingegen das Design des Viewt, eine brilliante Hommage an den Mark II Jaguar, der leider im Mai 2003 eingestellt wurde. Doch Mitsuoka lässt das Modell nicht aussterben. Gebrauchte Viewt-Modelle kaufen die pfiffigen Japaner auf, verpassen ihnen einige neue Teile und bringen die Autos anschließend wieder auf den Markt. Übrigens: Unter dem britischen Styling steckt der Nissan Micra aus den Bauzeitraum 1992 bis 2002.

Anlehnungen an einen Morris A70 oder A135 Princess nimmt hingegen der Galue II, der je nach Ausstattung von einem 2,5- oder 3,0-Liter V6-Motor angetrieben wird. Auf 5,16 Metern Länge, bei 1,77 Meter Breite und 1,45 Meter Höhe soll der Galue II fünf Passagieren Platz bieten.

Etwas kleiner, aber ebenfalls mit britischem Design-Charakter kommt der Ray daher, der auf dem alten Daihatsu Mira basiert und von einem Dreizylinder mit 660 Kubikzentimeter befeuert wird, der seine 58 PS via Viergang-Schaltung auf die Vorderräder leitet. Wahlweise gibt es den Ray sogar mit permanentem Allradantrieb. Ebenfalls mit Allradantrieb und Jaguar-Styling gibt es den Ryoga, der auf dem Nissan Primera basiert und von einem 1,5-Liter mit 109 PS angetrieben wird.

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