Mopar Hellephant V8-Motor auf der SEMA

Comeback für den Dodge Charger mit 1.000 PS

Hellephant 426 Mopar Crate Engine und 1968 Dodge ÒSuper ChargerÓ Concept Foto: FCA 14 Bilder

Auf der Tuningmesse SEMA in Las Vegas präsentiert Fiat-Chrysler einen Höllenmotor: Der „Hellephant“ ist ein aufgebohrter Hellcat-Motor mit 7 Liter Hubraum und 1.000 PS. Premiere feiert er in einem 1968er Dodge Charger

Das mit der Hölle können sie ganz gut bei Mopar, der Tuningschmiede des FCA-Konzerns. Erst der Hellcat (Höllenkatze)-V8, der inzwischen in zahlreichen Dodge-, Chrysler- und Jeep-Modellen für Erdbeben sorgt. Und nun der höllische Elefant namens „Hellephant“. Ein auf dem Hellcat basierender V8-Motor, aufgebohrt auf sieben Liter Hubraum und mit einer abenteuerlichen Leistung von 1.000 PS gesegnet. Drehmoment hat er auch. 1.290 Newtonmeter, um genau zu sein.

1.000 PS im Dodge Super Charger

Der Name Hellephant spielt dabei recht gekonnt auf eine Motoren-Legende an: den „Elephant“ getauften Big Block aus dem Jahr 1964. Und um auch diese Kurve zu kriegen, hat Mopar gleich das passende Gehäuse für den Hellephant auf die Showbühne in Las Vegas gerollt, einen komplett auf neu getrimmten Dodge Super Charger aus dem Jahr 1968. Das Super Charger-Conceptcar ist mit dem T-6060 Schaltgetriebe aus dem aktuellen Dodge Challenger SRT Hellcat ausgerüstet, die Motorhaube aus GFK mit einer mächtigen Lufthutze versehen. Die Türgriffe wurden für einen cleaneren Look entsorgt, die vorderen Ausstellfenster entfernt und der Radstand von 2.972 auf 3.023 Millimeter verlängert. Fun fact: Statt der Serien-Endrohre arbeiten im Charger die 5-Zoll-Tüten des Alfa Romeo Stelvio. Und um das Drama perfekt zu machen, sind die vier Endrohre in die Rücklichter integriert, das hat man so auch noch nicht gesehen.

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Für US-Car-Fans noch viel spannender: Es wird nicht bei dem Showcar bleiben. Denn Mopar wird den Höllefanten als sogenannten „Crate Engine“ verkaufen. Diese Kundenmotoren, wörtlich übersetzt „Motor aus der Kiste“, sind in den USA ein gutes Geschäft für die Autohersteller. Kunden können für eigene Projekte, als Tuningmaßnahme oder auch zur Reparatur komplette, lauffähige Motoren mit allen benötigten Komponenten erwerben – zu Preisen, die einem deutschen Auto-Freak Tränen in die Augen treiben. So ist ein Standard-Smallblock-V8 schon für unter 3.000 Dollar zu haben.

Hellephant 426 Mopar Crate Engine und 1968 Dodge ÒSuper ChargerÓ Concept Foto: FCA
Volles Rohr: Ab 2019 können Kunden das 1.000-PS-Paket für eigene Projekte kaufen

Hellephant-V8 kommt Anfang 2019

Ganz so günstig wird es beim Hellephant jedoch sicher nicht, die Preise möchte Mopar derzeit allerdings noch nicht verraten. Dafür aber den Lieferumfang: Die Maschine kommt komplett mit dem Supercharger, Einspritzanlage, Wasserpumpe, Schwungrad und Zündanlage. Dazu gibt es einen Einbau-Kit mit Motorsteuerung, allen benötigten Kabeln und Sensoren, dem CAN-Bus-Interface und einem elektronisch geregelten Gaspedal. Auch weitere für Umbauten benötigte Komponenten wie Lenkgetriebe oder Lichtmaschinen kann Mopar passend zum Hellephant liefern. Stichwort liefern: Im ersten Quartal 2019 startet der Verkauf. Übrigens: Auch in den USA sind die Möglichkeiten nicht gar so unbegrenzt, wie mancher meinen mag. Legal auf die Straße darf man mit dem Hellephant-Motor nur mit Oldtimern, die vor 1976 gebaut wurden, ansonsten gibt es keine Straßenzulassung.

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